Hochverdienter Auswärtserfolg Peiting Selber Wölfe

Hochverdienter Auswärtserfolg Peiting Hochverdienter Auswärtserfolg Peiting
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Die oberfränkischen Kufencracks hatten die Oberbayern über die gesamte Spielzeit im Griff, ließen kaum diese ins Spiel kommen. Einzig der nicht konsequenten Chancenverwertung des VER Selb war es zuzuschreiben, dass am Ende der Sieg nicht deutlich höher ausfiel. Spielentscheidend das gute Defensivspiel und die Specialteams – 2 Überzahl sowie ein Unterzahltor machten den Unterschied für den VER Selb. Neuzugang Mark Dunlop gab ein gutes Debüt, agierte solide und machte seine Sache überaus ordentlich.

Anstatt am 2.Weihnachtsfeiertag vor heimischem Publikum auflaufen zu dürfen, mussten die VER-Cracks am 25. Spieltag ins rund 360 Kilometer entfernte Peiting reisen. Mit Ausnahme des gesperrten Suvelo, Neugebauer und dem verletzten Hördler konnte Trainer Cory Holden auf sein komplettes Personal und vier Blöcke zurückgreifen. Erstmals dabei Neuzugang Mark Dunlop. Der 30-Jährige besitzt einen Vertrag bis zum 5. Januar 2015, mit einer einseitigen Verlängerungsoption des VER Selb. Dunlop, zuletzt in der Landesliga in Bad Kissingen unter Vertrag stehend, agierte neben Schütt in der zweiten Verteidigungsreihe, Lilik komplettierte die vierte Sturmreihe.

Die rund 100 mitgereisten VER-Fans sahen einen chancenarmen, von beiden Seiten sehr verhaltenen Auftakt. Es dauerte bis zur sechsten Minute bis der VER das Heft allmählich in die Hand nahm, VER-Goalie Kümpel hatte bis dahin einen ruhigen Arbeitsabend. Jubel in der zehnten Minute. In Überzahl hielt der soeben von der Strafbank kommende Hendrikson bei einem Schlagschuss von Mudryk den Schläger rein und ließ ECP-Goalie Hechenrieder keine Abwehrchance – das 100. Saisontor des VER. Der VER drehte auf, vor allem der erste Block machte Druck, aber es war der dritten Formation vorbehalten die Führung auszubauen. In eigener Unterzahl behielt Neumann Nerven und Übersicht – fing einen Querpass im Mitteldrittel ab – und verwandelte eiskalt gegen Hechenrieder. Die Gastgeber versuchten mit Härte die Selber zu beeindrucken, aber ohne Erfolg. Die VER Defensive stand sicher, auch in Unterzahl. In der 18. Minute Goalie Kümpel hellwach, als er den ersten nennenswerten gefährlichen Schuss souverän parierte, auch ein abgefälschter verdeckter Schuss sichere Beute des Selber Torstehers.

Der VER Selb startete furios ins Mitteldrittel, Neumann und Pauker scheiterten jedoch in aussichtsreichen Positionen. Die Gäste hatten Gegner und Scheibe gut im Griff, auch der vierte Selber Block erhielt Eiszeit. Der dritte VER-Treffer lag förmlich in der Luft, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Aus dem Nichts markierte Stauder den schmeichelhaften 1:2-Anschluss – die erste richtige herausgespielte Möglichkeit der Einheimischen. Die Hausherren witterten Morgenluft, Kümpel musste zweimal Kopf und Kragen riskieren. Eine Strafzeit gegen ECP-Verteidiger Jeske sollte fatale Folgen haben: Torjäger Piwowarczyk nahm Maß und schoss in eigenem Überzahl zum verdienten 3:1 ein. Der VER wieder tonangebend, hatte seinerseits gute Möglichkeiten die Führung auszubauen, aber es fielen keine weiteren Treffer bis zur zweiten Pausensirene – die größte Chance hatte Mudryk in der 39. Minute, der einen Wechselfehler der Peitinger nicht nutzen konnte.

Unverändertes Bild im Schlussabschnitt. Selb mit den größeren Spielanteilen und Einschussmöglichkeiten, einzig zu kritisieren war die mangelnde Chancenverwertung, um vorzeitig die Partie endgültig entscheiden zu können. Kurz zittern war angesagt, als Mudryk für zwei Minuten auf der Strafbank Platznehmen musste, aber gegen das aggressive Penaltykilling hatten die Hausherren kein Rezept. Der VER hielt Gegner und Scheibe vom eigenen Tor fern und drängte selbst auf die Entscheidung, aber der vierte Treffer wollte einfach nicht fallen. 89 Sekunden vor Ende setzte Peiting nochmal alles auf eine Karte. Nach Auszeit und das Herausnehmen von Hechenrieder wollte man den Anschluss erzielen, aber der VER zu clever agierend spielte die letzten Sekunden souverän herunter zum verdienten Auswärtsdreier.

Am Sonntag empfangen die Selber Wölfe ihren ärgsten Verfolger Tölzer Löwen zum Topspiel in der Netzsch-Arena. Das erste Bully ist um 18 Uhr.


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