Hoch verdienter Kantersieg mit AnlaufphaseBayreuth besiegt Grafing mit 8:0

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Beim 8:0 (1:0, 4:0, 3:0) gegen den EHC Klostersee feierte der EHC Bayreuth einen Kantersieg. Dieses erste Heimspiel der Tigers in den Weihnachtsferien begannen beide Teams relativ verhalten. Vielleicht lag die Weihnachtsgans hier und da noch manchem im Magen? Durch zwei frühe Strafen durfte sich auch jede Seite gleichmal im Powerplay versuchen und während den Gästen dabei nicht viel einfiel, gingen die Tigers bei 5 gegen 4 in Führung. Kolozvary nahm sich nach mehreren Passfolgen einfach ein Herz und traf über der Schulter von Torwart Gräubig. In der Folgezeit mühten sich beide Mannschaften um Struktur, doch über mehr als Ansätze kam man hier noch selten hinaus, die aber fast ausschließlich von den Hausherren ausgingen. Das Niveau dieser Begegnung blieb vorerst überschaubar und hatte wenig Spannungselemente. Das wurde mit fortschreitender Spielzeit aber besser.

Im Mittelabschnitt schraubte Pavlu seine Torausbeute nach oben, indem er die Scheibe nach einen abgefangenen Aufbaupaß der Grafinger, von Geigenmüller mustergültig aufgelegt bekam und kurz danach per Nachschuss auf 3:0 stellte. Seit seinem „Knotenlöser“ in Schönheide geht es bei dem talentierten Jungstürmer scoringtechnisch weiter voran. Nach einer Spieldauerstrafe gegen Taft wegen eines bösen Bandenchecks gegen Stettmer, der mit Verdacht auf Schulterverletzung vorerst ausfällt, und einer weiteren Strafe hatten die Tigers dann komplette zwei Minuten doppelte Überzahl. Viel zu statisch brachten sie aber keinen einzigen Schuss aufs Tor und die große Gelegenheit verpuffte ungenutzt. Den vielen Platz auf dem Eis bei einer späteren 4:4-Situation wegen Strafen gegen beide Teams nutzten die Oberfranken dagegen ausgiebig. Erst veredelte Bartosch eine feine Einzelaktion und keine 30 Sekunden später brach Busch über die linke Außenbahn durch und netzte trocken zum 5:0 ein. Kurz vor Ende dieser 20 Minuten kassierte Grafings Quinlan eine weitere Spieldauerstrafe nach einem Check gegen den Kopf von Reiter, der ebenfalls nicht mehr spielfähig war und ins Klinikum kam.

Durch zwei Strafen nacheinander gegen die Wagnerstädter gab es dabei aber kaum wirklich Überzahlspiel und erst im Schussdrittel schlug man daraus Kapital. Klostersee fiel in schon vergessen geglaubte rustikale Muster zurück und übertrieb es immer wieder mit dem Körperspiel, was den Gelb-Schwarzen weitere Powerplays bescherte. Mit dem sicheren Vorsprung im Rücken lief die Scheibe nun besser durch die Reihen bei einem Mann mehr und Sevo, Potac und Geigenmüller erhöhten mit sauberen Direktschüssen bis auf 8:0 gegen nun völlig ohne Ordnung spielende Oberbayern. Auch ein Torwartwechsel nach 40 Minuten zu Morczinietz brachte keinerlei Effekt bei den Gästen. Auf der anderen Seite war Eisenhut jederzeit ein starker Rückhalt, hielt bei dem einen oder anderen Fehler in der Defensive mit starken Paraden seinen Kasten sauber und verdiente sich damit den Shutout und die Wahl zum Spieler des Tages. Einige andere Leistungsträger haben zwar weiterhin nicht ihre Bestform, aber um das sichtbar angeknackste Selbstvertrauen wieder zu stärken, helfen solche klaren Erfolge sicher weiter, der nur von den hoffentlich nicht ganz so schweren Verletzungen getrübt wurde.

Tore: 1:0 (7.) Kolozvary (Bartosch, Potac/5-4), 2:0 (24.) Pavlu (Geigenmüller, Sevo), 3:0 (27.) Pavlu (Peleikis, Geigenmüller), 4:0 (38.) Bartosch (Kolozvary, Potac/4-4), 5:0 (38.) Busch (Geigenmüller, Peleikis/4-4), 6:0 (43.) Sevo (Geigenmüller, Thielsch/4-3), 7:0 (52.) Potac (Kolozvary, Kasten/5-3), 8:0 (52.) Geigenmüller (Sevo, Busch/5-4). Strafen: Bayreuth 10, Klostersee 16 + 5 + Spieldauer (Taft) + 5 Spieldauer (Quinlan). Zuschauer: 1416.

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