Heimspiel am Freitag eröffnet Hauptrunden-Schlussspurt Starbulls Rosenheim empfangen den ERC Sonthofen

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Highlight aus Rosenheimer Sicht ist dabei natürlich das Heimspiel am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen den oberbayerischen Rivalen SC Riessersee. Im Rahmen dieses immer emotionalen und zuschauerträchtigen Derbys, das am Mittwoch um 17 Uhr im Emilo-Stadion angepfiffen wird, gibt es auch wieder den beliebten „Teddy Bear Toss“.

Gerade Kinder- und Jugendliche sind begeistert, wenn bei der ersten Torerzielung hunderte von Stofftieren von den Zuschauern auf die Eisfläche geworfen werden, die dann gereinigt an verschieden soziale und karitative Einrichtungen übergeben werden. Am zweiten Weihnachtsfeiertag ist es im emilo-Stadion im Rahmen des Derbys gegen den SC Riessersee wieder so weit. Um 17 Uhr beginnt das traditionell emotionale und brisante Duell mit dem Altmeister aus Garmisch-Partenkirchen, das unter dem Motto „Volle Hütte“ steht und sicher auch sportlich eines der Highlights der bisherigen Spielzeit werden wird. Vor großer Kulisse wollen sich die Starbulls für die Niederlage im ersten Heimspiel rehabilitieren. Teil eins dieser Rehabilitation gelang den Grün-Weißen ja bereits mit dem Auswärtssieg am 16. November am Fuße der Zugspitze.

Für Mannschaft und Fans des SC Riessersee sind die Duelle mit den Starbulls aus Prestigegründen generell die wichtigsten der gesamten Saison – und in der laufenden Spielzeit erst recht. Denn die Lizenzauflagen sehen vor, dass der SCR nach Ablauf der Vorrunde – ungeachtet seines sehr guten Tabellenplatzes – in die Qualifikationsrunde für die nächste Oberliga-Spielzeit muss. Meisterrunde und Playoffs finden also definitiv ohne den Club statt, der vor einem guten halben Jahr Vizemeister der DEL2 wurde.

Im Fokus der Öffentlichkeit stand in den vergangenen Tagen SCR-Trainer Toni Söderholm. Der 40 Jahre alte Finne wurde als neuer Headcoach der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft vorgestellt. Aller Voraussicht nach wird deshalb am Mittwoch in Rosenheim der bisherige Co-Trainer Schorschi Kink in der Bandenverantwortung beim SC Riessersee stehen. Welchen Kader er dann zur Verfügung haben wird, das ist wie so oft bei Teams, die verstärkt auf Förderlizenspieler – in diesem Fall auf solche des EHC Red Bulls München – setzen, eine kleine Wundertüte. Dass die Riesserseer Mannschaft aber ungeachtet dessen tolles Eishockey spielen kann und insbesondere gegen Rosenheim top motiviert ist, hat sie in dieser Spielzeit bereits bewiesen. Die Zuschauer dürfen sich demnach auf einen tollen Eishockeyvergleich am späten Nachmittag des zweiten Weihnachtsfeiertags in einem gut gefüllten und stimmungsvollen Emilo-Stadion freuen.

Zunächst steht aber am Freitagabend das Heimspiel der Starbulls gegen den ERC Sonthofen Bulls auf dem Programm. Für Manuel Kofler und seine Mannschaft gilt es, sich vor den eigenen Fans für die drei jüngsten Heimniederlagen in Folge zu rehabilitieren. Gegen Landshut, Regensburg und Lindau führten die Grün-Weißen jeweils völlig verdient schon mit zwei Toren Vorsprung. Zweimal blieb am Ende nur ein Punkt, einmal – gegen Regensburg – gar keiner. Größtes Rosenheimer Manko war jeweils die Chancenauswertung, denn Tormöglichkeiten hatten die Starbulls en masse. Gegen Sonthofen soll es nun wieder deutlich öfter in des Gegners Kasten klingen – wobei die Starbulls vor zwei Wochen in Sonthofen beim 8:5-Erfolg bereits sehr oft jubeln durften. Das erste Heimspiel gegen die Bulls aus dem Allgäu Anfang Oktober gewannen die Grün-Weißen dagegen nur knapp mit 2:1.

Torabschluss-Übungen standen daher im Fokus der Trainingseinheiten vor Beginn des intensiven Spielprogramms mit acht Partien binnen 17 Tagen. „Der Knoten muss natürlich im Spiel platzten, und dann glaube ich auch den bekannten ‚Ketchupflaschen-Effekt’, sagt Manuel Kofler. Der Starbulls-Trainer hofft, dass bei den Spielern, die in den vergangenen Partien wiederholt die Scheibe im scheinbar leeren Tor nicht unterbrachten oder aber – teils mehrfach – am Toreisen scheiterten, mit einem Treffer das Selbstvertrauen wieder zurückkehrt, damit die Chancenverwertung bei den Starbulls wieder eine branchenübliche Quote erreicht; am Besten schon am Freitag gegen Sonthofen.

Der „Spielmarathon-Auftatgegner“, der in den vergangenen beiden Oberligaspielzeiten reichlich Positivschlagzeilen machte und jeweils sehr überzeugend in die Playoffs einzog, durchlebt eine schwierige Saison. Die nicht üppige Kadersituation ist mit den Abgängen von Verteidiger Sean Morgan und Stürmer Wayne Lucas noch enger geworden. Einige personelle Alternativen durch Förderlizenzspieler gewährleistet aber die Kooperation mit den Zweitligisten Bietigheim Steelers und ESV Kaufbeuren (DNL-Team). Erfolgreichster Scorer der Bulls ist mit 32 Punkten aus 24 Spielen Verteidiger Lukas Slavetinsky, der den Starbulls-Fans ja aus den Spielzeiten in der DEL2 als jeweils sehr auffälliger Akteur der Gegner Ravensburg und Dresden noch bestens bekannt ist. In Sonthofen trägt Slavetinsky zusätzlich als sportlicher Leiter neben Trainer Martin Sekera auch Teamverantwortung.

Erst 18 Zähler konnten die Bulls bislang ergattern, viele Partien haben sie jedoch nur knapp und unglücklich verloren. So auch am letzten Wochenende zweimal – einmal davon erst in der Verlängerung – gegen Memmingen mit 3:4. Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass die Gelb-Schwarzen aus dem Allgäu unbedingt punkten müssen: Der erste Playoff-Platz ist schon zehn Zähler weg. Und selbst die Qualifikation für die am 11. Januar beginnende Meisterrunde ist bei acht Punkten Vorsprung und noch 24 zu vergabenden Zählern bis zum Hauptrundenabschluss noch lange nicht sicher.

Am vierten Adventssonntag gastieren die Starbulls Rosenheim in Memmingen, wo sie sich für die am Tag vor Allerheiligen erlittene 1:4-Niederlage revanchieren wollen. Spielbeginn in der Eissporthalle am Hühnerberg ist um 18 Uhr.

Manuel Kofler geht mit einer optimistischen Einstellung in das intensive Weihnachts- und Neujahrsspielprogramm: „Viele Spiele spielen zu müssen bedeutet, dass wir viele Punkte holen können“. Und personell sieht es im Rosenheimer Team gut aus. Verteidiger Matthias Bergmann kann am Freitag gegen Sonthofen sein Comeback feiern. Damit fehlt zunächst nur noch Stürmer Michael Fröhlich, der sich nach seinem Kniescheibenbruch erst im Laufe des Januars wieder auf das Eis wagen darf.

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