Großer Kampf, kleiner LohnSelber Wölfe

Großer Kampf, kleiner LohnGroßer Kampf, kleiner Lohn
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Die 2000 Zuschauer und auch die beiden Trainer waren sich nach packenden 65 Minuten und dem Penaltyschießen einig: Sie hatten ein Topspiel auf hohem Niveau gesehen. „Das hatte schon Play-off-Charakter“, analysierten bei der Pressekonferenz Doug Irwin (EVR) und Cory Holden (VER) unisono. „Leider mit dem falschen Sieger“, meinte der Selber Coach, der seiner Mannschaft aber keinen Vorwurf machen konnte und wollte. „Wir haben leidenschaftlich gekämpft. Am Ende hat der letzte Tick Cleverness vor dem Tor gefehlt.“

Viele Augen in diesem Spitzenspiel waren natürlich auf die sogenannte „SOS-Reihe“ der Gäste um Stieler, Oakley und Stähle gerichtet. Auf Seiten der Wölfe hatte der dritte Block mit Meier, Schneider, Pauker, Neumann und Heilman das Vergnügen gegen die Torfabrik der Liga. Und die tauchte schon nach wenigen Sekunden gefährlich vor dem Selber Tor auf, richtete da aber noch keinen Schaden an. Auf der Gegenseite kam auch der hoch motivierte VER früh zu einer guten Möglichkeit, doch Mudryk scheiterte am reaktionsschnellen Gästekeeper Cinibulk. Nach drei Minuten brannte es wieder vor dem Tor der Hausherren, Huber traf aber nur den Pfosten. Es war richtig Tempo drin im Spiel. Nach vier Minuten gab es für die Hausherren die erste Möglichkeit in Überzahl. Bis auf einen Schuss von Geisberger hatte Cinibulk in diesen zwei Minuten aber wenig Arbeit. Dann blitzte wieder die Klasse der Topreihe auf. Oakley nahm einen klasse Pass von Fical auf und blieb alleine vor Suvelo eiskalt - 0:1.

Nur zwei Minuten später drohte schon wieder Ungemach für die Wölfe. Die Gäste kamen erstmals in den Genuss eines Überzahlspiels. Und da sind die Regensburger besonders gefährlich. Der VER hielt aber mit großem Kampf sein Tor sauber und kam in der 16. Minute zum umjubelten Ausgleich. Schmid, der überraschend für Geisberger in der ersten Reihe stürmte, ließ mit seinem Treffer zunächst alle Kritiker verstummen. Kurz vor der Drittelpause gab es nochmals Aufregung, als der Regensburger Stieler am Boden liegen blieb. Nun gab es ein wenig Stress im Gäste-Fanblock und fortan einen Regensburger Anhänger weniger in der Halle. Auch auf dem Eis lebten die Spieler mehr und mehr ihre Emotionen aus. Einer behielt seine stoische Ruhe: Torwart Suvelo. Selbst als er in Bedrängnis seinen Stock verlor, blieb der Finne in Selber 3:5-Unterzahl Herr der Lage und rettete den großartigen kämpfenden VER mit einem 1:1 in die Drittelpause.

Dumm, dass sich die Wölfe zu lange in der Kabine aufhielten und von Schiedsrichter Köttstorfer gleich noch eine Strafzeit aufgebrummt bekamen. Und nun ließ sich der EV Regensburg diese Chance nicht entgehen und ging durch Heger wieder in Führung. Der Gastgeber wirkte jetzt kurz unkonzentriert und kam in Bedrängnis. Die Befreiung kam durch eine Strafe gegen die Gäste. Das Powerplay begann zwar holprig, war am Ende aber erfolgreich. Hendrikson zeigte längst verloren geglaubte Torjägerqualitäten und traf zum Ausgleich. Nur Sekunden später entwischte Neugebauer allen Gästespielern, zielte aber frei vor Cinibulk am Gehäuse vorbei. Aber Selb war wieder da - und das Publikum auch. Erst recht, als die Wölfe in der 34. Minute in Unterzahl gleich zwei Breakchancen hatten. Kurz darauf musste EVR-Keeper Cinibulk verletzt vom Eis. Auch Stieler, der beste Vorlagengeber der Oberliga, war zu diesem Zeitpunkt bereits verletzt ausgeschieden.

Im Schlussdrittel blieb es beim offenen Schlagabtausch. Zwischen der 47. und 51. Minute hatten die Wölfe die Führung auf dem Schläger. In Überzahl hatte Schadewaldt bei zwei Schlagschüssen aber ebenso kein Glück wie wenig später Neugebauer und Geisberger, der mit dem Abschluss etwas zu lange zögerte. Erstaunlich, welches Tempo beide Mannschaften noch gingen. Und auch auf den Rängen wurde es immer lauter. Die Netzsch-Arena war nun ein Hexenkessel. Die Selber Fans versuchten ihr Team zum Sieg zu peitschen – nur der Puck wollte einfach nicht mehr ins Tor. Beide Teams hatten sich nach diesen packenden 60 Minuten den einen Punkt redlich verdient.

Über den Zusatzpunkt musste das Penaltyschießen entscheiden, nachdem auch die Verlängerung kein weiteres Tor gebrachte hatte. Zum Matchwinner avancierte zum einen der Regensburger Keeper Hähl, der gegen Piwowarczyk, Mudryk und Schmid die Oberhand behielt. Zum anderen war es Top-Torjäger Oakley, der mit seinem eiskalt verwandelten Penalty den kleinen, aber feinen Unterschied ausmachte. Die Wölfe-Anhänger verabschiedeten ihr Team dennoch mit Beifall in die Kabine.


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