Gladiators drehen verloren geglaubtes Spiel in 103 SekundenErding Gladiators

Gladiators drehen verloren geglaubtes Spiel in 103 SekundenGladiators drehen verloren geglaubtes Spiel in 103 Sekunden
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Gladiators-Trainer John Samanski musste neben dem langzeitverletzten Bern Rische auch noch Daniel Krzizok ersetzen, der sich am Freitag im Regensburg-Spiel eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte. Seinen Platz an der Seite von Michael Trox und Florian Zimmermann nahm Florian Brenninger ein.

Coach Samanski sorgte für eine kleine Überraschung, denn er schickte Timon Ewert zwischen die Pfosten. Der hatte anfangs relativ wenig zu tun, denn die Gladiators arbeiteten gut nach hinten und ließen kaum Chancen der Gastgeber zu. Auf der anderen Seite waren sie daher nicht so angriffslustig wie zuletzt, so dass sich auch die Erdinger Möglichkeiten trotz Feldvorteilen in Grenzen hielten. Zweimal wären die Gladiators dann beinahe ausgekontert worden. Doch einmal Kevin Steiger (14.) und beim zweiten Mal Christian Mitternacht (17.) trennten den durchgebrochenen Stürmer jeweils mit einem Hechtsprung fair von der Scheibe. So stand es nach 20 Minuten leistungsgerecht 0:0.

Im zweiten Drittel wurden die Gladiators ein wenig aktiver und hatten in der 29. Minute Pech. Brandon Nunn tunnelte Torwart Martin Fous, der Puck trudelte die Linie entlang, doch bevor er ins Tor rollte, konnte ein Verteidiger klären. Nur vier Minuten später stand auf der Gegenseite Vitali Stähle völlig frei und hämmerte die Hartgummischeibe zum 1:0 ins Erdinger Netz.

Jetzt lief bei den Gladiators nichts mehr zusammen, der Faden war komplett gerissen. Der Tabellenletzte schaffte es teilweise sogar, beim Spiel Fünf gegen Fünf ein Powerplay aufzuziehen – und das gegen den ersten Erdinger Block. Einzig Schlussmann Ewert hielt sein Team mit tollen Paraden im Spiel. In der 39. Minute war er jedoch machtlos, als Oliver Dam aus kurzer Distanz zum 2:0 traf.

Was dann im dritten Drittel passierte, war schier unglaublich. Zweimal hintereinander bekamen die Schweinfurter eine Strafe wegen Spielverzögerung aufgebrummt, was die Gladiators perfekt ausnutzten. Alex Gantschnig jagte bei Fünf gegen Drei die Scheibe zum 1:2 ins Netz und tunnelte den Torwart 26 Sekunden später, bei Fünf gegen Vier, zum 2:2. Und als wiederum nur 77 Sekunden danach Chris Cahill einen Handgelenkschuss zum 3:2 in den Winkel setzte, war die Partie komplett gedreht. Zwei Minuten vor dem Ende hielt Ewert mit einer tollen Parade bei einem Break den Sieg in einem Spiel fest, das eigentlich schon verloren war.

Tore: 1:0 (33.) Stähle (Knaup, Litesov), 2:0 (39.) Dam (Amrhein, Zimmermann), 2:1 (52.) Gantschnig (Schwarz, Jirik/5-3), 2:2 (53.) Gantschnig (Schwarz, Jirik/5-4), 2:3 (54.) Cahill (Gantschnig, Steiger). Strafen: Schweinfurt 6, Erding 2. Zuschauer: 500.

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