Geführt, zurückgelegen, gewonnen: Selb schlägt LindauAuswärtsdreier nach verrücktem Spielverlauf

(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)
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Die Partie war nichts für schwache Nerven. Die Gäste gaben nach 4:1-Führung das Spiel aus der Hand und mussten gehörig zittern. Aber das Wölfe-Rudel bewies Charakter und bog in der Schlussphase einen 4:5-Rückstand noch in einen Auswärtsdreier um. Überragender Akteur beim Gastspiel am Bodensee war Kyle Piwowarczyk mit vier Treffern und zwei Assists.

Die Wölfe kamen nur schwer ins Spiel. Ohne Gare, Pozivil und den wieder von Weißwasser abkommandierten Nägele hieß es, zu Beginn den Angriffsbemühungen der Gastgeber standhalten. Kümpel, der den Vorzug vor Deske erhielt, war der Turm in der Schlacht und durfte sich über mangelnde Arbeit nicht beklagen. Offensiv ging bei den Wölfen wenig zusammen, aber bei einigen der wenigen sich bietenden Einschussmöglichkeiten schlugen die Selber eiskalt zu. Piwowarczyk, mustergültig von seinen Sturmkollegen Mudryk und Geisberger bedient, mit dem Führungstreffer. Letzteren hatten die Gastgeber ebenfalls auf dem Schläger, aber das gute Wölfe-Penaltykilling ließ nichts zu. Und was durchkam, war stets die Beute von Kümpel und seinen starken Paraden. Chancenlos war der Selber Goalie beim 1:1-Ausgleich gegen zwei durchgebrochene Islanders-Stürmer. Im direkten Gegenzug vergab Mudryk haarscharf, auch der Nachschuss aus spitzem Winkel verfehlte sein Ziel knapp. Den Unterschied machte wieder einmal das Selber Powerplay. Piwowarczyk ließ EVL-Goalie Schroth keine Abwehrmöglichkeit und besorgte die 2:1-Führung.

Traumstart für die Wölfe im Mittelabschnitt. 47 Sekunden waren von der Uhr und Selb stellte auf 3:1. Wieder in Überzahl, wieder Piwowarczyk — der Hattrick für den Toptorjäger war perfekt. Die Gäste behielten trotz der beruhigenden Führung kühlen Kopf, standen defensiv gut rund um Goalie Kümpel und schlugen offensiv zu. Dorr, zuletzt ohne Scheibenglück, durfte sich über seinen ersten Saisontreffer zum 4:1 freuen. Die Wölfe hatten das Spiel im Griff, gaben aber unnötigerweise kurz vor Drittelende das Heft aus der Hand. Mit fatalem Beigeschmack. Zwei Tore der Islanders durch Cech innerhalb von 112 Sekunden ließen die komfortable Wölfe-Führung dahin schmelzen.

Die Hausherren mit dem besseren Start — in Überzahl fiel das 4:4. Lindau mit Aufwind witterte Morgenluft und drehte ein verlorengeglaubtes Spiel. Klingler mit dem 5:4-Führungstreffer, jetzt waren die Wölfe gefordert. Dorr knapp vorbei, aber Piwowarczyk mit seinem vierten Streich zum abermaligen Ausgleich. Die Gäste zeigten Charakter und warfen nochmals alles in die Waagschale. Der Wölfe-Kapitän brachte mit seinem Treffer sein Team endgültig auf die Siegerstraße, sechs Sekunden vor Ende stellte Mudryk per Empty-Net-Goal den Endstand her.


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