Garmischer Schweden-Show bei Niederlage des EHC Waldkraiburg 5:1-Sieg des SC Riessersee

Martin Naenfeldt erzielt das 5:1 für den SC Riessersee. (Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)Martin Naenfeldt erzielt das 5:1 für den SC Riessersee. (Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)
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Die Position des Kontingentspielers, gerade weil nur zwei in der Oberliga erlaubt sind, ist von enormer Bedeutung. Das weiß man auch in Waldkraiburg, weshalb man hier vor kurzem auf einer der beiden Stellen eine Veränderung herbeigeführt hat. Ob der Kanadier Bobby Chaumont, der in der kommenden Woche in der Industriestadt erwartet wird und den Platz des Tschechen Tomas Rousek einnehmen wird, die Erwartungen erfüllen wird, muss sich erst zeigen, Anschauungsunterricht gab es am Sonntag in jedem Fall. Denn die beiden 22-Jährigen Schweden vom SC Riessersee waren an allen Treffern in diesem Spiel beteiligt- beide trafen einmal selbst, die weiteren Tore legten sie auf. Die Löwen begannen vor 700 Zuschauern gut, störten die Gäste früh und die Partie ging spannend hin und her. Garmisch kam nicht wirklich zu nennenswerten Abschlüssen, geschweige denn echten Chancen, allerdings war bei den Löwen auch nicht viel erwähnenswertes dabei- Schüsse, die in Richtung Tor gehen, sind bekanntlich nicht zwingend gleich Chancen. Kurz vor der ersten Pause begünstigten die Hausherren dann die Führung für den SCR: EHC-Keeper Korbinian Sertl konnte einen Schuss aus spitzestem Winkel nur nach vorne abprallen lassen und da Victor Östling dort komplett allein gelassen wurde, musste dieser nur mehr einschieben (17:01).

Trotzdem warfen die Waldkraiburger aber nicht die Flinte ins Korn, sondern bewiesen abermals, dass da noch viel Moral und Wille in ihnen steckt, ungeachtet dessen, was man in dieser Saison bislang alles erleben musste.  Florian Vollmer, mit Jahrgang 84 der Oldie im Team der Werdenfelser, traf nach einer knappen halben Stunde dann zwar zum 2:0 für die Gäste (27:53), doch auch dieser erneute Nackenschlag warf die Löwen noch nicht aus der Bahn. Im Gegenteil: Mit einem Traumpass bediente Petr Gulda den neben Youngster Leon Decker auffälligen Christof Hradek und dieser schloss ab zum 1:2 (32:57). Das Aufatmen auf den Rängen war förmlich zu spüren, als die Zuschauer merkten, dass man das Toreschießen noch nicht gänzlich verlernt hatte und es wurde richtig laut bei der in dieser Saison viel zu selten gespielten Tormusik. Verteidiger Emil Quaas aber machte nur 66 Sekunden später den Spielverderber und stellte den alten Abstand wieder her (34:03). Dieses Tor hatte weitreichende Konsequenzen und warf die Löwen komplett aus der Bahn. Die Verunsicherung im EHC-Team war nun zu spüren und wie man das gerne macht, wenn man unsicher ist, versucht man Dinge zu tun, die man sonst nie tut. Dabei kamen einige Pässe und versuchte Zusammenspiele zum Vorschein, die wohl nicht mal auf der Playstation möglich sind und die Löwen waren komplett von der Rolle.

Riessersee nahm diese Einladungen dankend an und Florian Vollmer mit seinem zweiten Treffer des Spiels (52:51) und Martin Naenfeldt, der zweite im genialen Garmischer Schweden-Duo, sorgten für den Endstand (58:30). Bis zum 16.November pausiert die Oberliga nun dank des Deutschland-Cups und die Löwen werden versuchen, den Kopf frei zu kriegen, um dann im Heimspiel gegen Lindau gemeinsam mit dem neuen Kontingentspieler Bobby Chaumont wieder anzugreifen.

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