Für die Selber Wölfe klappt es auch auswärts wieder6:3-Sieg beim ERC Sonthofen

(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Auch wenn Charley Graaskamp und Andreas Geigenmüller von Trainer Thom für hervorragende Einzelleistungen gelobt wurden, war dieser Sieg einer geschlossenen Mannschaftsleistung zu verdanken. „Bis auf zwei Mal fünf Minuten haben wir sehr gut gespielt“, erklärte Henry Thom. Und er weiß: „Landshut am kommenden Freitag wird ein unheimlich schweres Spiel!“

Ruhiger Beginn in Sonthofen. Voit brachte in den ersten Minuten zwar einen Schuss auf das Tor von Deske, dieser hatte damit aber keine Probleme. Im Gegenzug scheiterte McDonald am Bulls-Schlussmann Steiger. Und gerade als die Wölfe besser ins Spiel kamen und sich ein Chancenübergewicht erspielten, waren es die Gastgeber, die in Minute 14 den ersten Treffer des Abends markierten. Nach einer etwas unübersichtlichen Situation vorm Wölfe-Tor gelang es Rau irgendwie, den Puck über die Torlinie zu stochern. Entmutigt war das Wolfsrudel nicht und nachdem Geigenmüller Graaskamp sauber bediente, netzte dieser unhaltbar für Steiger zum 1:1-Ausgleich ein. In der Folge hätten Moosberger, Graaskamp, dessen Schuss am Schoner des Keepers hängen blieb und Geigenmüller das Ergebnis noch höher schrauben können.

Das zweite Drittel begann, wie das erste aufgehört hatte. Die Wölfe kreierten Chancen, nur rein wollte nichts. Selbst als Geigenmüller in der 25. Minute die Strafbank drückte, konnte sich Sonthofen nicht gefährlich vor dem Wölfe-Tor festsetzen, im Gegenteil: Lüsch kam zu einem Konter, schloss mit einem Rückhandschuss ab und sah den Puck hinter der Linie. Diese Ansicht teilte der Unparteiische Robert Paule nicht. Zwar wurde heftig diskutiert, der Referee bleib aber bei seiner Entscheidung. In der 29. Minute fasste sich dann Förderlizenzspieler Nijenhuis ein Herz und machte es besser als vorher Sonthofens Slavetinsky, der knapp am rechten Pfosten vorbei zielte. Nijenhuis‘ Schuss schlug unhaltbar im Kasten der Gastgeber ein und stellte die erstmalige Wölfe-Führung an diesem Abend her. Das Spiel hatte nun etwas mehr Biss und auf beiden Seiten wurden Chancen von den Torhütern zunichte gemacht. Als Ondruschka die Notbremse zog, um eine Sonthofener Chance zu vereiteln, durften auch die Gastgeber jubeln. Kames zog im Powerplay trocken von der blauen Linie ab, Guth hielt den Schläger dazwischen – keine Chance für Deske. Ein bestens aufgelegter Graaskamp, der eine wirklich saubere Leistung zeigte, spielte mit Sonthofen bei angezeigter Strafe kurz Katz‘ und Maus und bediente McDonald, der mit seinem 34. Saisontor die Führung für das Wolfsrudel wieder her stellte. Nur 36 Sekunden später erhöhte Geigenmüller sehenswert zum 4:2-Pausenstand.

Mit einer Führung von zwei Toren spielte es sich natürlich leichter. Die Wölfe tauchen immer wieder brandgefährlich mit Kontern vor dem Kasten der Gastgeber auf, ließen aber gleichzeitig in der Defensive kaum etwas zu. Und wenn, dann stand da ja auch immer noch ein sehr gut haltender Deske zwischen den Pfosten. Eine Chance der Bulls – Voit zog aus spitzem Winkel ab – machte der Wölfe-Schlussmann zunichte. Dabei rutschte das Tor aus der Verankerung, Schiri Paule entschied auf absichtliches Verschieben durch den Torhüter. Deskes Proteste blieben erfolglos, seine Strafe von zwei Minuten saß Hördler ab. In Unterzahl konnte sich Lüsch sauber durchsetzen und ließ bei seinem Schuss durch die Schoner ERC-Keeper Steiger keine Chance. Zwar konnte Sonthofen in Person von Maaßen noch einmal Ergebniskosmetik betreiben, Kolb traf dann aber in der 60. Minute noch per Empty-Net Goal zum 6:3-Endstand aus Sicht der Wölfe.

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