Freitag erstes Wölfe-Derby: Schönheide gegen SelbDanach geht’s nach Deggendorf

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Am kommenden Wochenende wartet wieder ein Mammutprogramm auf den EHV Schönheide 09. Zunächst steigt am Freitag, 16. Oktober, um 19.30 Uhr das erste Wölfe-Derby der neuen Saison, wenn die oberfränkischen Wölfe aus dem 80 Kilometer entfernten Selb ihre Visitenkarte im Schönheider Wolfsbau abgeben. Am Sonntag, 18. Oktober geht die Reise dann zum Deggendorfer SC, wo der EHV 09 ab 18.30 Uhr auf den aktuellen Tabellenzweiten der Oberliga Süd trifft.

Der Verein für Eis- und Rollsport (VER) Selb setzt bei seinem Kader seit Jahren vor allem auf Kontinuität und gezielte Verstärkungen. Zwar hat man sich im Sommer von insgesamt sechs Spielern getrennt, doch bei den Neuverpflichtungen legte man eher das Augenmerk auf Qualität statt Quantität, wonach der Kader mit drei Neuzugängen aus der zweiten Bundesliga verstärkt wurde. Im Tor vertrauen die Oberfranken auf die Dienste des erfahrenen Marko Suvelo, welcher beispielsweise auch schon für die Zweitligisten Bietigheim, Crimmitschau und Bremerhaven aktiv war. Die Verteidigung um Christopher Schadewaldt, Nikolaus Meier, Tim Schneider und Timo Roos wurde im Sommer durch die beiden Neuzugänge Thomas Botzenhardt (Ravensburg) und Sebastian Eickmann (Riessersee) verstärkt. Im Sturm setzt Selbs Trainer Cory Holden nicht von ungefähr auf kanadische Topspieler. Neben Neuzugang Lanny Gare, welcher vom Zweitligisten Frankfurt nach Selb wechselte, stehen mit dem 40-jährigen Routinier Dan Heilmann, Jared Mudryk und Kyle Piwowarczyk drei weitere Kanadier im Aufgebot. Allerdings darf der EHV 09 nicht nur auf diese Spieler ein Auge haben, denn Selb ist offensiv in der Breite stark aufgestellt und hat mit Peter Hendrikson, David Hördler, Michel Maaßen, Achim Moosberger, Eric Neumann und Tom Pauker weitere Spieler, welche für jede Menge Torgefahr sorgen. Mit dieser Mischung aus sehr erfahrenen und jungen Spielern gehört Selb auch in dieser Spielzeit wieder zu den Topfavoriten in der Oberliga Süd, was das Wolfsrudel auch zum Auftakt der Hauptrunde mit vier Siegen in Folge gegen Bad Tölz (4:2), Landshut (4:1), Deggendorf (5:1) und Klostersee (8:0) und zwischenzeitlichem Tabellenplatz eins unter Beweis stellte. Am vergangenen Wochenende mussten die Selber allerdings die Tabellenführung abgeben und erste Federn lassen, setzte es doch zwei Niederlagen am Stück gegen Peiting (2:3 n.V.) und Regensburg (1:4). Umso schwerer wird aber auch die Aufgabe am Freitag für den EHV 09, denn Selb wird alles daran setzen, wieder in die Erfolgsspur zu kommen und ist daher der klare Favorit im ersten Duell der beiden Wolfsrudel in dieser Saison. Zudem haben sich aus der Porzellanstadt an die 500 Gästefans angekündigt, wonach der EHV-Anhang schon einiges mehr aufbringen muss, um stimmungstechnisch gegen die Selber Fans zu bestehen.

Aufgrund dessen, dass am Freitag noch mehr Zuschauer als vergangene Woche gegen Bayreuth zu erwarten sind, bitten die EHV-Verantwortlichen, sich möglichst frühzeitig auf den Weg in den Wolfsbau (Einlassbeginn: 18 Uhr) zu begeben, um ein längeres Warten an der Abendkasse zu vermeiden, damit auch jeder Fan pünktlich in der Eishalle sein kann. Die Fans des VER Selb werden gebeten, den unteren Parkplatz gleich rechts an der Zufahrtsstraße zum Eisstadion zu  nutzen. Der Einlass für unsere Gästefans ist zudem am unteren Stadioneingang (altes Kassenhäuschen).

Am Sonntag stehen die Wölfe dann vor einer weiteren schweren Herausforderung, denn die Reise führt den EHV 09 zum Deggendorfer SC, welcher aktuell den zweiten Tabellenplatz in der Oberliga Süd einnimmt. Der DSC wird von Jiri Otoupalik gecoacht, welchen die Schönheider noch sehr gut kennen, trainierte der 56-jährige Tscheche zu Oberliga Ost Zeiten fünf Jahre lang die Saale Bulls Halle und hat die Deggendorfer im Vorjahr und somit gleich in seiner ersten Spielzeit in die Playoffs geführt, wo allerdings in der ersten Runde gegen den späteren DEL2-Aufsteiger Freiburg Schluss war. In diesem Sommer wurde der Deggendorfer Kader dann ordentlich umgekrempelt, wonach man elf Spieler ziehen ließ und mit Andrew Schembri (Erding), Robin Slanina (Sonthofen), Radek Hubacek (Bracknell/GBR), den Brüdern Alexander und Sergej Janzen (Heilbronn), Andreas Gawlik, Simom Schießl (Regensburg/U19), Philipp Müller (Landshut/U18) und Jaroslav Koma (Chomutov) neun Neuzugänge an Land zog. Die Mischung scheint zu stimmen, denn bis auf die 1:5-Niederlage in Selb konnte der Deggendorfer SC alle anderen fünf Spiele in der noch jungen Saison gegen Weiden (2:1), Bayreuth (2:1), Peiting (5:4 n.V.), Sonthofen (5:3) und Klostersee (3:2) gewinnen und steht deshalb hinter Regensburg ganz oben in der Tabelle.


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