Fire will Siegesserie fortsetzenDeggendorfer SC

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Nach einer fulminanten Aufholjagd mit sieben Siegen am Stück, hievte sich Deggendorf zwischenzeitlich mit 22 Punkten auf Rang fünf der Oberliga Süd, allerdings haben vier weitere Teams ebenso viele Punkte auf dem Konto, Fire wiederum hat ein Spiel weniger als die Konkurrenz ausgetragen. Die Liga scheint sehr ausgeglichen, einzig und allein Schweinfurt scheint schon abgeschlagen. Fire möchte natürlich den Marsch nach oben fortsetzen, hat aber am morgigen Freitagabend (Spielbeginn 20 Uhr) mit den Tölzer Löwen eine Mannschaft vor dem Visier, die an guten Tagen eines der besten Teams der Liga ist. Allerdings scheint bei den Oberbayern derzeit etwas „Sand im Getriebe“ zu sein. Letztes Jahr noch Meister der Oberliga Süd, musste man in den letzten fünf Spielen drei Niederlagen hinnehmen. Laut Kapitän Urban ist die derzeitige Formschwäche allerdings nur eine Momentaufnahme, man müsse sich nur wieder auf die eigenen Stärken besinnen, dann werde es auch wieder bergauf gehen. Im Tölzer Lager konnte man den Weggang der Leistungsträger Lindlbauer, Ehliz und Pföderl nach Nürnberg nur schwer kompensieren, zudem laufen momentan Schlüsselspieler wie Christoph Fischhaber oder Yanick Dubě ihrer Form hinterher. Allerdings verfügen die Löwen immer noch über junge Spieler, die das Tölzer Eishockey-Gen in ihrem Blut haben. Überdies kann man sich mit Viona Harrer auf die einzige Torfrau der Oberliga verlassen. Sollten die Tölzer um Topscorer Strobl und Kottmair aber auch in Deggendorf leer ausgehen, droht ein Versinken im Mittelmaß.

Genau mit dem will man sich bei Deggendorf Fire nicht mehr zufrieden geben. Die nun schon sieben Siege andauernde Serie macht auch bei den Gegnern Eindruck. „Deggendorf zu unterschätzen, wäre fatal“, so ist im Forum der Tölzer zu lesen. Dieser Respekt ist das Ergebnis harter Arbeit. Auch während des Deutschland-Cups hielt Coach Uvira die Spannung hoch, galt es doch, den Rhythmus nicht zu verlieren. Bei einem Sponsorentermin am letzten Wochenende konnte man sich von der neu gewonnenen Lockerheit der Spieler und Verantwortlichen überzeugen. Die angeschlagenen Spieler konnten ihre Blessuren auskurieren und stehen wieder mit Eifer auf dem Eis. Damit hat Trainer Eduard Uvira wieder mehr Möglichkeiten und Optionen, aber der „Taktikfuchs“ wird sein Team ohnehin wieder bestens auf den Gegner einstellen. Offensiv lässt Fire sowieso nichts anbrennen, immerhin haben schon sechs Spieler zweistellig gescort. Aber nicht nur im Sturm verteilt sich die Verantwortung auf mehrere Schultern, auch die Verteidiger wissen, dass „das Runde in das Eckige“ muss. Unter anderem Vogl und Geiger ziehen zum Vergnügen der Zuschauer bei jeder sich bietenden Gelegenheit von der blauen Linie ab. Vor allem im Überzahlspiel lässt es Fire „klingeln“, bereits 18 Tore kann man hier vorweisen, das macht Deggendorf zum besten Überzahlteam der Liga. Da versteht es sich von selbst, dass sich die Tölzer Löwen von der Strafbank fernhalten müssen. Bislang gelang dies den Oberbayern nur bedingt, denn mit 283 Strafminuten stehen auch sie an der Spitze – allerdings in der Strafzeitenwertung. Für Fire steht also ein richtungsweisendes Match an, denn mit einem Sieg über die angeschlagenen Löwen aus Tölz könnte man sich an Platz 4 festbeißen. Zudem hat man noch eine Rechnung mit dem Gegner offen, brachte Tölz doch am 1. Spieltag Deggendorf eine empfindliche 2:6-Niederlage bei. Die Zuschauer dürfen sich auf jeden Fall auf ein rassiges Spiel freuen, das mit der Spielervorstellung der Kleinstschüler eingeläutet wird.


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