Fire startet mit einem Sieg in die Play-downsDeggendorfer SC

Fire startet mit einem Sieg in die Play-downsFire startet mit einem Sieg in die Play-downs
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Patrick Geiger war es vorbehalten, vor 640 Zuschauern den entscheidenen Treffer zu markieren, der am Ende den Sieg über die kampfstarken Blue Devils aus Weiden brachte. Die Begegnung begann mit 45-minütiger Verspätung, da Hauptschiedsrichter Seckler im Stau feststeckte. Zu Beginn des zweiten Drittels gab es noch einmal zehn Minuten Verzögerung, da erst ein größeres Loch im Eis geschlossen werden musste. Bereits am Sonntag (18.30 Uhr) hat Weiden die Chance zur Revanche.

Weiden begann forsch und war gleich zu Beginn hellwach. Man merkte Zellner & Co. an, dass sie an einen Auftaktsieg glaubten. Nach fünf Minuten musste Sandro Agricola, der im weiteren Verlauf seine Farben mit seinen Paraden im Spiel hielt, erstmals eingreifen. Eine Minute später warf er sich im letzten Moment auf den Puck, sonst hätte Weiden die Führung erzielen können. Auch als nach einem abgeblockten Benda-Schuss Weiden mustergültig konterte, verhinderte er Schlimmeres. Doch in der 16. Minute musste er sich doch geschlagen geben, Barry Noe hatte abgezogen. Fire fand das ganze Anfangsdrittel nicht ins Spiel und hatte eigentlich nur durch einen Konter von Jan Benda und Andrew Schembri eine Chance zum Ausgleich. Dafür war Weiden dem zweiten Treffer näher, aber der weit aus seinem Tor geeilte Sandro Agricola machte auch diese Möglichkeit der Gäste zunichte.

Im Mitteldrittel war Schembri in Unterzahl auf und davon, aber der Winkel wurde für ihn zu spitz. Weiden wollte nachlegen und um ein Haar hätte man die Führung ausgebaut. Doch Deggendorf in Person von Jan Benda fightete zurück. Nachdem er das gegnerische Tor umkurvt hatte, gelang ihm aus der Drehung heraus mit einem platzierten Schuss ins lange Eck der von den Fans lange ersehnte Ausgleich (33.). Spätestens jetzt war es ein ganz anderes Eishockeyspiel, denn Deggendorf, das schon vorher seine Nervösität ablegen konnte, nahm nun den Kampf an. Allerdings musste man sich wieder bei Agricola bedanken, der die Nerven behielt, als ein Weidener alleine auf ihn zusteuerte. Fire vergab aber ebenfalls durch S. Maier und Andrew Schembri, beide Mannschaften wollten die psychologische wichtige Führung erzielen. Fire vergab zwei Möglichkeiten zum Überzahlspiel, als man sich mit eigenen Unzulänglichkeiten um den verdienten Lohn brachte.

Das Schlussdrittel sollte also die Entscheidung bringen. Erst scheiterte Kamil Vavra aus nächster Entfernung, dann war der Jubel groß, als Patrick Geiger ein schnelles Passspiel über Denis Gulda und Manuel Wiederer abschloss. Fire wollte nun die Entscheidung herbeiführen, aber der gute Daniel Huber ließ sich nicht mehr bezwingen. Im Mittelpunkt stand mehr und mehr sein Gegenüber, ein Raunen ging durchs Stadion, als Weiden in der 55. Minute den Ausgleich auf dem Schläger hatte. Als Andrew Schembri zu allem Überfluss drei Minuten vor Schluss auf die Strafbank musste, hatte Fire noch einmal bange Sekunden zu überstehen. Der starke Andrasovsky visierte noch einmal die Latte an, aber mit Teufelskerl Sandro Agricola im Tor und dem nötigen Quäntchen Glück brachte Deggendorf den Sieg über die Zeit.

Interims-Coach Günther Eisenhut war dann auch sichtlich erleichtert über den positiven Start in die Serie. "Wir waren zu Beginn der Partie viel zu nervös, ich denke aber, der Sieg gibt uns Selbstvertrauen." Sein Trainerkollege Peter Hampl richtete den Blick indes schon wieder nach vorne und von einem Ende der Playdown-Serie gar am Dienstag will er nichts wissen. "Am Sonntag werden wir wieder voll angreifen. Ich bin überzeugt, dass die Entscheidung erst nächstes Wochenende fällt." Beide waren sich einig, dass die Verzögerung des Spielbeginns zwar ärgerlich, aber nicht ausschlaggebend war.

Nun liegt der Druck natürlich bei Weiden, denn wenn man auch den ersten Heimauftritt in der Abstiegsrunde vergeigt, dann hätte Deggendorf Fire am Dienstag einen Matchball. Fire will auch in Weiden mutig nach vorne spielen, denn gegen die Blue Devils wäre es geradezu fahrlässig, nur hinten drin zu stehen. Ein spannender Verlauf der Serie ist also garantiert.

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