Fire muss nun in andere Stadien ausweichenDeggendorfer SC: Interview mit Gerhard Geiger

Fire muss nun in andere Stadien ausweichenFire muss nun in andere Stadien ausweichen
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Herr Geiger, in Kürze beginnt der Abriss des Hallendaches durch die Fa. Karl. Trainer Jan Benda muss mit seiner Truppe in die umliegenden Eisstadien ausweichen. Ist der Trainingsbetrieb in dieser Zeit gesichert?

Geiger: Der sportliche Leiter war in der Vergangenheit unermüdlich unterwegs, um genügend Eiszeiten für das Training der 1. Mannschaft zu finden. Momentan sieht es so aus, dass uns wöchentlich eine Trainingseinheit in Regen und eine in Vilshofen zugesagt wurde. Wir bemühen uns noch um eine dritte und hoffen auf das Entgegenkommen der Stadtverwaltung Regen bzw. der Stadtwerke in Vilshofen. In Deggendorf trainieren wir momentan vier Mal. Sportlich wie finanziell wird die Auslagerung für den Verein eine sehr schwierige Zeit.

Der ausgelagerte Trainingsbetrieb und der notwendige Umzug für zwei "Heimspiele" nach Straubing sind natürlich ein Schlag in das finanzielle Kontor. Ist schon abzuschätzen, wie groß der Ausfall der Einnahmen sein wird?

Die zwei Heimspiele in Straubing bedeuten erhebliche finanzielle Einbußen durch weniger Zuschauerzuspruch und Wegfall der Gastronomie. Wir rechnen pro Spiel mit ca. 10.000 €. Zusätzlich durch die Trainingseinheiten in anderen Stadien kommen Busfahrten für die gesamten Mannschaften des DSC hinzu, hierbei sind die Gesamtkosten noch nicht genau zu ermitteln. Wir rechnen aber mit einer mittleren fünfstelligen Summe.

Mit Jan Benda wurde ein mit allen Wassern gewaschener Trainer verpflichtet. Seid ihr mit der Zusammenarbeit und der Kommunikation zufrieden?

Mit Jan Benda haben wir einen Trainer gefunden, wie wir ihn noch nie hatten. Fachlich und menschlich absolut in Ordnung. Was ich vor allem schätze, ist seine klare, freundliche und direkte Art. Für den DSC eine riesengroße Bereicherung.

In der Vorbereitung lief alles nach Plan, auch der Auftakt gegen Bad Tölz war verheißungsvoll. Doch schon zu diesem frühen Zeitpunkt gibt es eine kleine Krise. Warum passiert das ausgerechnet schon wieder in Deggendorf?

Wenn man nach Berlin oder Straubing schaut haben diese Mannschaften auch die gleichen Probleme Ich glaube nicht, dass dies "Deggendorf-typisch" ist. Im Sport ist alles möglich. Jan Benda sagte nach dem Spiel gegen Tölz bereits, dass das Ergebnis zu hoch ausgefallen ist. In den folgenden Spielen hat sich die Mannschaft durch viele unnötige Strafzeiten bzw. Sperren selbst geschadet. Leistungsträger in der Mannschaft haben jetzt die Verantwortung, das Team wieder in das richtige Fahrwasser zu bringen und Selbstvertrauen zu tanken. Wir sind zuversichtlich dass sich der Erfolg einstellen wird.

Dass der Kader funktioniert, konnten alle sehen. Aber Verletzungen und Sperren dürfen nicht allzu oft passieren, oder?

Verletzungen sind nicht kalkulierbar und passieren. Das Team hatte eine sehr gute Vorbereitung, die die Muskelverletzungen erheblich verringern. Bei den großen Strafen wird alles getan, um sie zu vermeiden. Wie man beim letzten Spiel gegen Peiting sehen konnte, steckt die Mannschaft nie auf und kämpft bis zum Schluss. Die Moral der Mannschaft ist trotz der Niederlagen sehr gut.

Kann man mit diesem Kader und der Doppelbelastung der Nachwuchsspieler über die Saison kommen?

Die Mehrzahl der jungen Spieler sollte erstmal reinschnuppern, waren eigentlich als vierte Reihe gedacht. Dass jetzt einige Spieler so viel Eiszeit bekommen ist einerseits für die Entwicklung gut, andererseits soll das natürlich nicht die Regel werden. Die verantwortlichen Trainer versuchen die Belastungen so zu dosieren, dass die jungen Spieler ihre Ruhephasen erhalten.

Stichwort Pavel Vostrak. Der tschechische Neuzugang polarisiert die Fangemeinde. Einerseits zeigte er gegen Bad Tölz, dass er ein Ausnahmespieler wäre, andererseits ist er oft krankgeschrieben. Am Vorabend des Freiburg-Spiels war er einsatzbereit, aber am nächsten Tag fiel er abermals wegen Verletzung aus. Kann sich der Verein weiterhin den möglichen Ausfall eines Kontingentspielers leisten oder suchen die Verantwortlichen bereits nach Möglichkeiten, um dieses „Missverständnis“ zu beenden?

Den dauerhaften Ausfall eines Kontingentspielers können wir uns natürlich nicht erlauben. Jeder einzelne Spieler ist wichtig für das Team, um Erfolg zu haben. Pavel ist zweifellos ein hervorragender Eishockeyspieler, der uns sicherlich weiterhelfen kann. Er hat eine hartnäckige Verletzung im Lendenwirbelbereich. Er selber denkt, dass er momentan nur 60 bis 70 Prozent seiner Leistung bringen kann. Mannschaftsarzt Dr. Heidt und das Amedos-Physioteam mit Yvonne Pletl tun alles, um ihn wieder fit zu bekommen.

Wird sich der Verein noch einmal um Verstärkungen bemühen, um die sportlichen Ziele zu erreichen?

Unser sportlicher Leiter Robert Jakob ist natürlich auch während der Saison nicht untätig und sondiert immer den Spielermarkt, um kurzfristig reagieren zu können. Durch die Sperrung des Eisstadions ist unser finanzieller Rahmen nicht groß. Unser Kader ist daher nicht allzu tief aufgestellt, aber wir vertrauen unserem Trainer und der Mannschaft. Sollte sich Handlungsbedarf ergeben, werden wir das intern besprechen und dementsprechend reagieren.


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