Fire mit couragierter LeistungDeggendorfer SC

Fire mit couragierter LeistungFire mit couragierter Leistung
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Knackpunkt des Spiels war sicher eine Spieldauerdisziplinarstrafe für Sturmführer Andrew Schembri, die selbst Gäste-Trainer Joseph „Peppi“ Heiß als zu hart einstufte. Deggendorf Fire steht allerdings mit leeren Händen da und muss nun am kommenden Wochenende gegen Regensburg und Klostersee punkten, um nicht den Anschluss in der Tabelle zu verlieren.

Gegen Peiting zeigte die Körpersprache von Beginn an, dass man die Schlappe von Erding wettmachen wollte. Fire startete engagiert und ließ das Peitinger Offensiv-Ensemble nicht zur Entfaltung kommen. Torchancen war anfangs auf beiden Seiten Mangelware, erst Jannik Herm nach Schembri Rückpass gab das Signal. Nico Wolfgramm war es vorbehalten, in der 14. Minute in Überzahl die Führung zu erzielen. Der spielfreudige Simon Maier hatte gut aufgelegt. Peiting blieb im Anfangsdrittel viel schuldig, der junge Nachwuchstorwart Michael Kronpaß ließ sich nicht überwinden. In der 20. Minute handelte sich Fire allerdings zwei Zeitstrafen ein, so dass das Mitteldrittel mit einer doppelten Unterzahl begann.

Hier ließ sich Peiting nicht zweimal bitten und markierte nach zwölf Sekunden den Ausgleich. In Unterzahl hatte Fire sogar die große Möglichkeit, selbst in Führung zu gehen, aber der sehr gute Simon Maier visierte den Pfosten an. Im direkten Gegenzug konnte Goalie Kronpaß einen Schuss abwehren, der Puck fiel Dominic Krabbat vor die Füße und schon stand es 1:2. Dann die spielentscheidende Szene: Andrew Schembri erwischt einen Peitinger Abwehrspieler an der Bande, der dann zu Boden geht. Sogar für den neutralen Zuschauer erscheint die Strafe zu hart, die der unsicher leitende Referee Mike ansorg ausspricht. Beppi Heiß spricht von einem Missgeschick, für Jan Benda wäre der Einsatz in der offensiven Zone der Gäste nicht unbedingt nötig gewesen. "Wir wollten in Regensburg vollzählig wieder angreifen, aber diese Strafe bremst uns natürlich aus. Es ist passiert, schade", so der Kommentar des Deggendorfer Coaches.

In den anschließenden fünfminütigen Unterzahl brach dann auch das Unheil über Fire herein. Mit drei Treffern während dieser Überzahl sorgte Peiting für eine Vorentscheidung. Wer nun unter den 349 Zuschauern gedacht hat, dass es nun ein munteres Scheibenschießen geben würde, wurde eines Besseren belehrt. Deggendorf spielte wieder mit und war um offensive Akzente bemüht. Die Moral der Benda-Truppe wurde in der 40. Minute auch mit dem Anschlusstreffer durch Stefan Ortolf belohnt.

Das erste Ausrufezeichen im Schlussdrittel setzte wieder Peiting. Manfred Eichberger wurschtelte sich durch und erhöhte auf 2:6. Doch Fire antwortete prompt, denn als in der 43. Minute ein Peitinger Spieler ausrutschte war Simon Maier zur Stelle und ließ Florian Hechenrieder im Gehäuse der Peitinger keine Chance. Danach bekam Patrick Geiger eine 10-minütige Disziplinarstrafe wegen unsportlichem Verhaltens aufgebrummt, er hatte sich allzu energisch gegen nicht geahndete Abseitsentscheidungen beschwert. Vor den Toren ging es auch turbulent zu. Erst Tauno Zobel für Peiting mit dem 3:7, danach ging Stefan Ortolf energisch nach und setzte Jannik Herm gekonnt in Szene, der mit einem tollen Rückhand-Schlenzer den vierten Fire-Treffer erzielte. Tor Nummer fünf entsprang wieder einem tollen kämpferischen Einsatz, diesmal bediente Simon Maier den mitgelaufenen Nico Wolfgramm. Fast wäre es noch einmal eng geworden, denn Nico Wolfgramm hatte eine Minute vor Schluss nach einem Break in Unterzahl sogar das 6:7 auf dem Schläger, nicht auszudenken, wenn der Puck ins Tor gegangen wäre.

So war Peppi Heiß „heilfroh“ über die Punkte, denn er sah in Deggendorf Fire das bissigere und leidenschaftlichere Team. Er monierte zu viel „Schönspielerei“ bei seiner Truppe. Jan Benda zog auf der Pressekonferenz den Hut vor seiner Truppe, vor allem die jungen Spieler hätten keine Angst gezeigt. Ein Sonderlob verteilte er an Michael Kronpaß, der sein erstens Spiel seit zwei Monaten absolviert hat. Angesprochen auf das Fehlen von Pavel Vostrak fand er deutliche Worte: „Ich sage offen und ehrlich, solche Leute brauche ich nicht. Der Teamgeist ist vollkommen in Ordnung, andere Spieler kommen geschwächt zu den Spielen und wollen der Mannschaft helfen.“ Für das nächste Wochenende hat man sich viel vorgenommen, wenn alle Mann an Bord sind, will man etwas Zählbares einfahren.


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