Fire lässt sich auch von Erding nicht stoppenDeggendorfer SC

Fire lässt sich auch von Erding nicht stoppenFire lässt sich auch von Erding nicht stoppen
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In einem Match, das gegen Ende an Dramatik wieder einmal nicht zu überbieten war, setzte sich Fire gegen die Erding Gladiators mit 5:4 nach Verlängerung durch. Somit ist man nun schon seit zwölf Spielen ungeschlagen und geht nun mit breiter Brust in das schwere Auswärtsspiel gegen den heimstarken Tabellenführer Peiting.

Trainer Uvira hatte in der Pressekonferenz eine ganz einfache Erklärung für den Sieg, denn „wenn man oben stehe, dann gewinne man eben solche Spiele.“ Er bescheinigte beiden Torhütern auch sehr gute Leistungen, nicht zu Unrecht, denn vor allem Fire-Goalie Sandro Agricola hielt den Sieg seiner Farben mit mehreren großartigen Saves fest. Wie beispielsweise in der fünften Minute, als Erding erstmals gefährlich vor seinem Gehäuse auftauchte, aber er beherzt zupackte. In der neunten Minute war aber auch er machtlos, als Jirik in Überzahl schon nach 19 Sekunden nur noch einzuschieben brauchte. In der Folgezeit war Fire zu weit weg vom Mann, fast wäre eine 2:1-Situation ins Auge gegangen. 13 Minuten waren gespielt, als Fire erstmals mit einem Mann mehr auf dem Eis war. Ein verunglückter Schlagschuss von Thomas Vogl landete dabei vor den Füßen von Nic Sochatsky, der aus der Drehung den guten P. Ashton überwinden konnte. Fire konnte sich bei Agricola bedanken, dass man nicht mit einem Rückstand in die Drittelpause ging, denn noch zweimal blieb der Goalie im Duell Mann gegen Mann Sieger.

Das zweite Drittel begann mit guten Chancen durch Möhle und Retzer, aber wieder ging Erding in Führung. Nach einem Bullygewinn nahm sich A. Schmelcher an der blauen Linie ein Herz und wurde mit seinem zweiten Saisontor belohnt. Zwei Minuten später glich Fire wieder aus, dem ging eine Energieleistung des starken Patrick Geiger voraus. Mit unbändigem Willen drang er in das Erdinger Drittel ein und im Zusammenspiel mit Schembri gelangte die Scheibe zu Sochatsky, der so zu seinem zweiten Tor kam. Den größten Auftritt des Abends sollte aber Brendan McLaughlin haben. In der 30. Minute schickte Schiri Stefan Franz innerhalb kürzester Zeit mit Hackl und Schembri zwei Fire-Spieler auf die Strafbank. Der Erdinger Anhang feierte schon voller Vorfreude, Fire kam aber in Person eben dieses Teufelskerls Mc Laughlin an den Puck. Und was macht er? Anstatt den Puck einfach wegzudreschen, um sich Zeit zu verschaffen, schlenzt er die Scheibe auf gut Glück Richtung Tor. Alle im Stadion dachten, den Puck aufzunehmen, wäre eine der leichtesten Übungen für den Torhüter, aber die Scheibe sprang so unglücklich vor ihm auf, dass sie zum Leidwesen der Erdinger hinter Ashton einschlug. Den Bruchteil einer Sekunde später entlud sich der frenetische Jubel von Fans und Spielern. Immerhin war es der erste Shorthander von Fire in dieser Saison und dann auch noch in einer 3:5-Unterzahlsituation. Erding wirkte danach etwas konsterniert, Fire wollte nachlegen und hatte auch dicke Chancen. Kurz vor Drittelende war aber wieder Agricola zur Stelle, als er mit der Fanghand eine Hundertprozentige von Erding entschärfte.

Im Schlussdrittel suchte Deggendorf die Entscheidung und schnürte die Gäste fast wie im Powerplay in deren Drittel ein. Einem Treffer, den Schembri über die Linie stocherte, versagte der Schiri noch die Anerkennung. Dann der große Auftritt von Nico Wolfgramm, der sich in Geiger-Manier durchsetzte und am Ende kam Schweiger aus dem Hinterhalt und netzte zum 4:2 ein. Da aber Fire am letzten Wochenende zweimal einen 2-Tore – Vorsprung verspielte, hatten nicht wenige Fans ein mulmiges Gefühl. Und zu ihrem Entsetzen stellte sich wirklich ein Deja-vu-Erlebnis ein. Erst erzielte Erding in Überzahl nach nur drei Sekunden den Anschlusstreffer und kurz vor Schluss markierte Jirik auch noch den Ausgleich. Bereits dreimal hintereinander konnte Deggendorf also einen derartigen Vorsprung nicht zu drei Punkten nutzen. Dass wenigstens der Extrapunkt mitgenommen wurde, verdankt man wieder einmal den kongenialen Kontingentspielern. Unwiderstehlich setzte sich Andrew Schembri durch und den Abpraller verwertete Brendan McLaughlin mit all seiner Kaltschnäuzigkeit.

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