Fire lässt Schweinfurt abblitzenDeggendorfer SC

Fire lässt Schweinfurt abblitzenFire lässt Schweinfurt abblitzen
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In einer umkämpften Begegnung zeigte Deggendorf Wille und Einsatz, was die Zuschauer im letztmals genutzten Straubinger Eisstadion mit Beifall honorierten. Letztlich musste allerdings noch gezittert werden, denn durch viele vergebene Torchancen – vor allem im Mitteldrittel – wurde der wichtige Dreier erst spät in trockene Tücher gebracht. Bereits am Sonntag gibt es die Revanche in Schweinfurt.

Deggendorf Fire wollte von Anfang an beweisen, dass der Sieg gegen Peiting keine Eintagsfliege war. Patrick Geiger und Jan Benda nahmen Martin Fous im Tor der Schweinfurter erstmals unter Beschuss, Rehthaler und Wolfgramm ließen ebenfalls erste Chancen ungenutzt. Schweinfurt kam überhaupt erst in der fünften Minute gefährlich vor das Fire-Tor und mit der zweiten Chance überhaupt gingen sie zwei Minuten später sogar in Führung. Der stärkste Schweinfurter – Igor Filobok – war sträflich frei und ließ Sandro Agricola keine Chance. Doch Deggendorf antwortete postwendend. Keine 40 Sekunden später war Andrew Schembri genauso frei vor dem gegnerischen Gehäuse und glich aus. Herm setzte ihn gekonnt in Szene. Der Torjubel war noch nicht verklungen, da erzielte Fire sogleich die Führung. Christian Retzer, sehr auffällig nach hinten arbeitend, erkämpfte sich den Puck hinter dem Tor und über Stefan Ortolf landete der Puck wieder bei ihm. Mit all seiner Routine schüttelte Retzer seine Gegenspieler ab und versenkte die Scheibe eiskalt zur 2:1-Führung. Die brenzligste Situation im ersten Drittel hatte man in einer doppelten Unterzahl zu überstehen, aber hier erwies sich Sandro Agricola als ein wahrer Turm in der Schlacht. Fire holte nach diesen kräfteraubenden Sekunden kurz Luft und war dann wieder Herr im Haus

Auch im Mitteldrittel war Fire gleich wieder im Vorwärtsgang. Aus dem bis dato schönsten Spielzug des Spiels resultierte auch das 3:1. Über Patrick Geiger und Nico Wolfgramm landete der Puck bei Simon Maier, der Fous im Tor der Mighty Dogs alt aussehen ließ. Vom Bully weg standen bereits wieder zwei Großchancen für Deggendorf zu Buche. Fire störte den Gegner früh und ließ keinen geordneten Spielaufbau zu. Stefan Ortolf hatte die Vorentscheidung auf dem Schläger, doch wurde er in letzter Sekunde so stark bedrängt, dass er die Scheibe nicht an Martin Fous vorbeibrachte. Effizienter waren da die Schweinfurter, mit der ersten echten Torchance im zweiten Drittel, erzielte Filobok den Anschlusstreffer zum 3:2. Einzig und allein die Chancenverwertung verhinderte nach zwei Dritteln eine deutlichere Führung für Deggendorf Fire.

In den Schlussabschnitt ging man in Unterzahl und musste dabei eine knifflige Szene überstehen. Der Puck lag hinter dem geschlagenen Sandro Agricola vor der Torlinie, aber mit vereinten Kräften konnte man einen Schweinfurter am Ausgleich hindern. Dann nahm Deggendorf Fire wieder das Heft in die Hand, Kamil Vavra mit Gewalt und Andrew Schembri scheiterten jedoch knapp. Als Manuel Wiederer eine tolle Hereingabe von Patrick Geiger richtig Tor ablenkte, war Fortuna auf Seiten von Martin Fous. Das zu diesem Zeitpunkt erlösende 4:2 entsprang in der 41. Minute einer Energieleistung von Jannik Herm. Andrew Schembri war in der Mitte zur Stelle und der Puck trudelte förmlich in Zeitlupe über die Linie. Es folgten wütende Angriffe der Schweinfurter, dem vermeintlichen Anschlusstreffer versagte Schiedsrichter Niejodek allerdings die Anerkennung (56.). Als man in der 58. Minute plötzlich in Unterzahl war half auch die moralische Unterstützung der Fans nichts, Vitali Stähle brachte Schweinfurt noch einmal heran. Doch auch die Hereinnahme eines weiteren Feldspielers brachte den Mighty Dogs nichts mehr ein, es blieb beim wichtigen Dreier für Deggendorf.

Mit diesem Sieg zog man nach Punkten mit den Schweinfurtern gleich, allerdings hat man ein Spiel weniger ausgetragen. Am Sonntag bietet sich gegen denselben Gegner die Chance, diesen in der Tabelle zu distanzieren. Mit mehr Effizienz und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, kann Deggendorf Fire von der langen Auswärtsfahrt nach Schweinfurt sicher auch Punkte mitnehmen. Ebenso soll am Sonntag mit der Eisbereitung in Deggendorf begonnen werden und bereits am Mittwoch könnte Jan Benda bei optimalem Verlauf seine Mannen wieder auf eigenem Eis zum Training bitten.

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