Fire lässt im Derby die Punkte liegenDeggendorfer SC

Fire lässt im Derby die Punkte liegenFire lässt im Derby die Punkte liegen
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Gästetrainer Rob Leask war voll des Lobes über die Mannschaftsleistung, während sein Pendant Jan Benda sich nicht von seinem Team enttäuscht zeigte, wohl aber von der Darbietung einzelner Spieler. Benda sah aber auch Paralellen zum Tölz-Spiel, vor Wochenfrist war man das bissigere Team, heute habe der Gegner sehr gut gespielt und man habe gegen einen starken EV Regensburg verloren. Ausgerechnet zwei Ex-Deggendorfer hatten großen Anteil an der 1:4-Niederlage von Fire. Nic Sochatsky erzielte einen Treffer und gab eine Vorlage, Martin Cinibulk im Tor der Regensburger brachte mit seinen Paraden die Deggendorfer Angreifer schier zur Verzweiflung.

Es war noch keine Minute gespielt, da sahen die 1238 Zuschauer Deggendorf schon in doppelter Unterzahl. Patrick Geiger und Stefan Ortolf wurden vom nicht immer souveränen Schiedsrichter Göran Noeller in die Kühlbox geschickt. Spätestens als Sandro Agricola mit großartigem Save rettete und Nic Sochatsky gegen seinen ehemaligen Mannschaftskollegen zu sehr nachstocherte, war Feuer unter dem Dach. Dafür sorgte auch der stimmgewaltige Anhang auf beiden Seiten. Regensburg suchte sein Heil im Angriff und hatte damit auch Erfolg, als Welter in der 4. Minute vom Bully weg die Regensburger Führung markierte. Es dauerte nicht lange bis zur ersten Fire-Chance. Zuerst hielt Pavel Vostrak den Schläger in einen Querpass und in der gleichen Szene scheiterte Jannik Herm am liegenden Martin Cinibulk. Regensburg agierte mit einer Nadelstich-Taktik und hätte damit fast die Führung ausgebaut, aber Sandro Agricola verhinderte Schlimmeres. Auf der Gegenseite fanden Herm, Ortolf und Vostrak in Martin Cinibulk ihren Meister. Auch in Überzahl wurden beste Schusschancen herausgearbeitet, aber immer wieder war ein Regensburger Bein oder Schläger dazwischen. Zu allem Überfluss war Stefan Ortolf zweimal von zurückspringenden Pucks zu sehr überrascht und konnte die sich ihm bietenden Chancen nicht verwerten, auch Schembri fälschte gekonnt ab, aber Cinibulk ließ im ersten Drittel kein Gegentor zu.

Im Mitteldrittel wieder das gleiche Bild, aber Fire war an diesem Abend vor dem Tor nicht effektiv genug. Nur in der 28. Minute keimte Hoffnung auf. Erst landete ein abgefälschter Schuss der Regensburger am Pfosten, der Befreiungsschlag landete genau bei dem von der Strafbank kommenden Andrew Schembri, der Jannik Herm den Ausgleichstreffer mustergültig auflegte. Doch Fire dezimierte sich selbst, Patrick Geiger und Andrew Schembri mussten kurz nacheinander eine Strafe absitzen. Diese Einladung ließ sich Regensburg nicht entgehen, nach einer unübersichtlichen Situation vor dem Fire-Tor trudelte der Puck über die Linie, Brandon Nunn wurde als Torschütze angegeben. Die vielen Strafen auf beiden Seiten gefielen auch Jan Benda nicht. „Die ersten zwei Drittel haben wir kaum 5 gegen 5 gespielt, das brachte uns aus dem Konzept“, so der Fire-Coach und ergänzte: „Heute hat kein einziger Verteidiger eine Strafe bekommen. Stets waren es Stürmerfouls, da muss man besser aufpassen und klüger spielen.“ Beinahe wäre aber der Ausgleich gefallen, als Andrew Schembri wieder von der Strafbank kam, aber diesmal war Cinibulk auf dem Posten. Dafür entsprang der Treffer zum 1:3 in der 34. Minute einer solchen Konstellation, allerdings mit Folgen für Deggendorf Fire. Ausgerechnet Nic Sochatsky traf gegen die alten Mitspieler, diesmal kam er von der Strafbank und ließ Sandro Agricola keine Abwehrchance. Fire versuchte in den letzten Minuten alles, aber entweder Cinibulk oder der Pfosten in eigener Überzahl standen einem Tor im Wege.

Die zahlreichen Deggendorfer Fans glaubten weiter an ihr Team, doch wurde diesem in der 43. Minute endgültig der Zahn gezogen. Augelöst durch einen Fehlpass im Mittelfeld, entwickelte sich eine Fehlerkette und irgendwie fand der Puck den Weg ins Tor. Artur Tegkaev war es, der Fire den Mut raubte. Von diesem Treffer erholte sich Deggendorf nicht mehr und war nun sichtlich geschockt. Zu allem Überfluss handelte sich Simon Maier in der 51. Minute auch noch eine Spieldauer-Disziplinarstrafe ein und wird so beim schweren Auswärtsspiel am Sonntag in Weiden fehlen. Deggendorf ergab sich seinem Schicksal und Regensburg verwaltete den Vorsprung geschickt.

Fire-Coach Benda analysierte treffend: „Die Euphorie des Auftakterfolges ist erstmal weg und wir fangen wieder bei Null an. Wenn wir so spielen – ohne Konstanz – dann wird es auch gegen die nächsten Gegner schwer. Jeder Gegner ist zu Saisonbeginn hochmotiviert, das ist fast wie in den Playoffs, jeder ist froh, dass es losgeht.“

Es bleibt jedoch kaum Zeit zum Verschnaufen. Schon am Sonntag gastiert man bei den Blue Devils in Weiden und am Mittwoch kommen die ambitionierten Wölfe aus Freiburg. Vielleicht war die Niederlage gegen Regensburg aber auch ein Dämpfer zur rechten Zeit.

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