Fire kann doch noch gewinnenDeggendorfer SC

Fire kann doch noch gewinnenFire kann doch noch gewinnen
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Die 594 Zuschauer, die trotz oder gerade wegen des Vorberichts in das Stadion kamen, waren nach Spielschluss begeistert, den mit einer kompakten Mannschaftsleistung entzauberte ihre Mannschaft den Tabellenführer. Genau richtig lag auf der Pressekonferenz Stadionsprecher Ortmeier mit seine Aussage: "Wer heute nicht im Stadion war, der hat was versäumt!"

Schon vor Anpfiff skandierte der Fanblock „Wir wollen Deggendorf siegen sehen“, nach 60 umkämpften Minuten hatte die Mannschaft diesen Wunsch erfüllt. Die Mannschaft zeigte an diesem Abend ihren ganz eigenen „Deggendorfer Weg“, nämlich selbstbewusste Körpersprache und kompromisslose Härte gegen den Gegner in fairen Rahmen. Dies sah Gästetrainer Heiß als auch Grund für die Niederlage. Seine Mannschaft sei nicht bereit gewesen, den Kampf anzunehmen. Die Laufbereitschaft sei da gewesen, aber der Kampf fehlte. Heiß verwies aber auf die personelle Situation der letzten Spiele, einige seiner Spieler seien nach Verletzungen noch nicht hundertprozentig fit, andere wären dagegen ob der Belastung etwas müde. Dies soll aber den Erfolg von Fire nicht schmälern, Coach Uvira war glücklich über den Sieg und bescheinigte seinen Jungs ein sehr gutes Spiel. „Wenn man sieht, dass wir bei sechs Alleingängen am Torwart scheiterten, dann haben wir verdient gewonnen“, so der Fire-Coach.

Fire begannn forsch und hatte auch die ersten Chancen, u. a. durch Youngster Polonius, der seine Sache mehr als gut machte. Nach einem Alleingang von Möhle musste Goalie Hechenrieder im Peitinger Tor erstmals sein ganzes Können aufbieten, es sollte nicht das letzte Mal sein. Fire war am Drücker, doch Möhle nach feinem Pass und Wolfgramm nach geschickter Körpertäuschung blieb der Führungstreffer verwehrt. Als sich Deggendorf in der 15. Minute eine doppelte Überzahlsituation bot, war der Bann gebrochen. Thomas Vogl zog unnachahmlich von der blauen Linie ab, die Verwirrung nach dem Abpraller nutzte Brendan McLaughlin, der genau dort stand, wo ein guter Stürmer stehen muss und den Puck zur Führung versenkte. Das 2:0 war ein Ebenbild des Führungstreffers. Wieder bereitete Thomas Vogl mit einem „Hammer“ vor und diesmal war Stephan Stiebinger der Nutznießer, er musste die Scheibe nur noch über die Linie schieben.

Im Mitteldrittel konnte Fire eine Strafzeit unbeschadet überstehen, jedoch konnte Tobias Biersack in der 25. Minute fast wie aus dem Nichts verkürzen. Fire zeigte sich jedoch unbeeindruckt, Stiebinger „stibitzte“ einem Gegner die Scheibe, aber auch er fand im besten Peitinger auf dem Eis – Florian Hechenrieder – seinen Meister. Im weiteren Verlauf dominierten die Abwehrreihen, die besten Chancen fand aber dennoch Fire vor. McLaughlins Schuss aus kürzester Distanz ging genau in die Fanghand Hechenrieders und auch Schembri bzw. Sochatsky konnten den alten Abstand nicht wieder herstellen.

Wer nun im Schlussdrittel gedacht hatte, Fire würde einbrechen, wurde eines Besseren belehrt. Gleich zu Beginn hatte man eine heikle Phase zu überstehen, denn 30 Sekunden lang bot sich Peiting eine zweifache Überzahl, aber mit viel Kampf und Einsatz konnte man auch dies überstehen. Natürlich unter Mithilfe von Torhüter Agricola, der den sicher scheinenden Ausgleich mit einem „Teufelsreflex“ verhinderte. Als der jeoch in der 49. Minute fiel, war auch er machtlos, Andreas Pufal verwertete einen Abpraller am langen Pfosten. Doch Fire gab die richtige Antwort, wieder in Überzahl. Der umtriebige Schembri beharkte sich hinter dem Tor mit einem Gegenspieler, Hechenrieder orientierte sich zur anderen Seite, die Scheibe jedoch sprang nach einem Pressschlag Nic Sochatsky vor die Füße und der schob den Puck zur umjubelten Führung ein. Da im weiteren Verlauf McLaughlin und Dominik Retzer alleine vor Hechenrieder scheiterten, geht der Sieg vollauf in Ordnung.

Fire-Coach Uvira betonte auf der Pressekonferenz nochmals, dass der Kampf um die Play-off-Plätze noch sehr hart werde. Nach dem Spiel in Schweinfurt war er selbst stinksauer über die verschenkten Punkte und auch am Sonntag in Erding werde es wieder ein hartes Stück Arbeit, „denn jedes Spiel sei anders“.

Während der Pressekonferenz fand er auch deutliche Worte gegenüber einigen Fans im Forum und übte harsche Kritik an manchen Einträgen. „Diese Woche habe ich ein bisschen im Forum mitgelesen. Ich muss sagen, ich würde mich schämen, einen Spieler als McBayernliga oder McLachnummer zu bezeichnen. Jeder Spieler hat mal ein Tief in einer Saison, aber trotzdem geben sie auf dem Eis immer alles. Diese Personen sollten sich eigentlich nicht hinter irgendwelchen Pseudonymen verstecken, sondern mit ihrem richtigen Namen. Heute war im Stadion aber wieder eine tolle Unterstützung“, so der Fire-Coach.

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