Fire holt mit toller Moral Punkt gegen RegensburgDeggendorfer SC

Fire holt mit toller Moral Punkt gegen RegensburgFire holt mit toller Moral Punkt gegen Regensburg
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Der mehr als verdiente Punkt kann für Deggendorf in der Endabrechnung noch sehr wichtig werden. Vor 957 Zuschauern hatte Fire die favorisierten Gäste am Rande einer Niederlage und verzeichnete ein Plus an Chancen, aber Regensburg war im Torabschluss effektiver.

Gäste-Coach Alexej Sulak zeigte sich auf der Pressekonferenz erleichtert, denn nach einer Pause wisse man nie, wo man stehe. Außerdem sei Peanltyschießen auch immer eine Lotterie. Er haderte jedoch mit seiner Mannschaft, denn zum Schluss dürfe man den Ausgleich nicht mehr bekommen. Sein Gegenüber Edi Uvira zeigte sich zufrieden mit der Leistung und der Einstellung, die seine Spieler an den Tag legten. "Wir haben uns nie aufgegeben und haben eine tolle Moral gezeigt", so das Resümee des Chefanweisers. Die Mannschaft zeigte sich auch sichtlich unbeeindruckt von der Suspendierung Brendan McLaughlins, der für dieses Spiel nicht berücksichtigt wurde. Auf Nachfrage teilte Eduard Uvira mit, dass dies eine interne Sache sei und er diesen Vorgang nicht weiter kommentieren möchte.

Sportlich begannen beide Teams forsch und nach 15 Sekunden hatte jedes Team eine Chance zu verzeichnen. Beide Torhüter konnten sich früh auszeichnen, so verhinderte Sandro Agricola mit einer Glanztat früh einen Rückstand. Pech hatte der gut aufgelegte Nic Sochatsky mit einem Pfostentreffer. Der erste Treffer fiel jedoch auf der Gegenseite. In Überzahl hielt Martin Piecha einfach mal drauf und an Freund und Feind vorbei, fand der Puck den Weg in das Tor. Doch Fire zeigte sich unbeeindruckt und nutzte einen krassen Fehler im Regensburger Spielaufbau zum Ausgleich. Benni Frank legte auf Dominik Retzer ab und der behielt vor Martin Cinibulk die Nerven. Doch noch vor der ersten Drittelsirene gelang Regensburg die erneute Führung. Eine nicht gepfiffenes Abseits verhalf Martin Ancicka zu seinem zwölften Saisontor. Bemerkenswert, dass sogar Gäste-Coach Sulak die Scheidsrichterleistung in diesem Zusammenhang kritisierte. „Es sei schwierig für alle Spieler, sich auf die Schiedsrichter einzustellen, wenn diese keine Linie hätten“, so Sulak.

Im Mittelabschnitt war anfangs Fire am Drücker, Stephan Stiebinger vergab aussichtsreich. Als Thomas Vogl einen Fehlpass fabrizierte, waren drei Regensburger zu verspielt und Sandro Agricola blieb Sieger. In dieser Phase wurde die Partie von beiden Seiten sehr intensiv geführt, die Torhüter standen dabei im Mittelpunkt. Agricola mit dem Schoner und Cinibulk gegen Stiebinger konnten sich auszeichnen. Machtlos war der Fire-Torhüter allerdings in der 34. Minute, als Marcel Brandt das Tor umkurvte und der Puck so unglücklich hinter Agricola liegenblieb, dass Philipp Michl nur noch lässig einzuschieben brauchte. Doch Deggendorf zeigte Moral und kam über den Kampf in das Spiel zurück. Dicke Chancen nach einem Wiederer-Solo und zweimal durch Daniel Möhle wurden noch vergeben, ehe eine Koproduktion von Andrew Schembri und Nic Sochatsky den Anschlusstreffer bedeutete. Fire setzte nun nach und wollte den Ausgleich. Wieder waren die beiden selben Spieler beteiligt, denn mit einer tollen Körpertäuschung an der Bande verlud Andrew Schembri seinen Gegner und mit einem feinen Pass setzte er wieder Nic Sochatsky in Szene, der so zu seinem zweiten Treffer des Abends kam.

Auch das letzte Drittel begann mit einer Chance für Fire, als Petr Fical mit einer Rettungstat den Puck an die eigene Latte lenkte. Besser machte es John Sicinski, der in der 44. Minute aus der Drehung - und noch dazu aus spitzem Winkel - die Scheibe Richtung Tor lupfte und diese äußerst glücklich den Weg ins Tor fand. Im weiteren Spielverlauf gab es einen harten Check von Andrew Schembri an der Regensburger Neuerwerbung Jiri Suchy. Schiri Stefan Franz zeigte anfangs keine Strafe an, aber nach stürmischen Protesten Regensburger Spieler und nach Rücksprache mit dem nicht sicher wirkenden Linesman, gab er zum Entsetzen der Heimfans eine Spieldauer-Disziplinarstrafe wegen Stock-Checks. Die fünfminütige Unterzahl brachte Fire mit großem Einsatz über die Zeit, aber viel schwerer wiegt die automatische Sperre Schembris beim kommenden Auswärtsspiel in Freiburg. Nur die wenigsten Zuschauer rechneten dann noch mit dem Ausgleich, doch sie hatten die Rechnung ohne Patrick Geiger gemacht. In seiner unnachahmlichen Art nutzte er in der 59. Minute eine freiliegende Scheibe und hämmerte den Puck an Goalie Cinibulk vorbei zum umjubelten Ausgleich ins Tor. Es musste allerdings ein Wahnsinnsreflex von Agricola her, der nur 30 Sekunden vor der Schlusssirene den sicher scheinenden Siegtreffer von Regensburg verhinderte. Auch in der Overtime verzweifelten Fical & Co. am Zerberus im Kasten von Deggendorf Fire. Die Entscheidung musste also im Penaltyschießen fallen, in der Regensburg das glücklichere Ende für sich hatte.

Fire-Coach Uvira sah eine große Steigerung gegenüber dem Weiden-Spiel, der redlich verdiente Punkt könne noch Gold wert sein. Angesprochen auf das Auswärtsspiel in Freiburg, meinte Uvira, „dass es nicht einfach wird und man keine Punkte herschenkt. Ob es dabei ein schönes Eishockey wird, ist egal, Hauptsache am Ende gibt es Punkte.“ Der ärgste Verfolger Weiden muss am Sonntag nach Regensburg zum Derby, kann aber keine Geschenke erwarten. Mit einer couragierten Leistung wie gegen Regensburg, sollte für Deggendorf aber auch gegen Freiburg etwas zu holen sein.


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