Fire hält Tölzer Löwen erfolgreich in SchachDeggendorfer SC

Fire hält Tölzer Löwen erfolgreich in SchachFire hält Tölzer Löwen erfolgreich in Schach
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Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragten Goalie Louis-Vincent Albrecht und Christian Retzer heraus. Albrecht hielt mit seinen Paraden sein Team im Spiel, während Christian Retzer an vier Toren beteiligt war. Stehende Ovationen der rund 750 begeisterten Zuschauer waren der Lohn für einen leidenschaftlichen Auftritt von Fire vor eigenem Publikum.

Mit Neuzugang Keven Frank, der erkennen ließ, dass auch er eine Verstärkung ist, ging Fire forsch in die Partie, die mit einer Unterzahlsituation begann. Aber Fire agiert in solchen Situationen inzwischen abgeklärter und auch in Unterzahl ist man gefährlich. Genau wie Tölz, das fast durch einen Shorthander in Führung gegangen wäre. Jan Benda und Andrew Schembri, die prächtig miteinander harmonierten, versuchten es im Zusammenspiel, waren allerdings glücklos. Fast hätte Manuel Wiederer die Führung erzielt, als er einem Tölzer Spieler den Puck abluchste, es war aber Martin Rehthaler vorbehalten, den 100. Saisontreffer von Deggendorf Fire zu erzielen. Fire war nun beflügelt und schon zwei Minuten später profitierte ein erstarkter Kamil Vavra vom Duo Benda/Schembri, als er die Scheibe gekonnt an Torhüter Wölfl vorbei im Tor unterbrachte. Fire gnadenlos effektiv, aber auch Tölz hatte bis dahin gute Chancen, doch Albrecht im Fire-Tor hielt seinen Kasten sauber. In der zwölften Minute war aber auch er geschlagen, Thomas Schenkel hatte getroffen. Tölz machte nun Druck, aber das Tor machte Deggendorf, besser gesagt die Youngster. Ein Tölzer Spieler vertändelt den Puck an der blauen Linie, Manuel Wiederer bedient Jonas Franz mustergültig und der kann so seinen ersten Treffer in der Oberliga bejubeln. Mit einer 3:1-Führung ging es auch zum Pausentee.

Im Mitteldrittel wäre zu Beginn fast der nächste Fire-Treffer gefallen, aber Löwen-Keeper Wölfl rettet mit einem tollen Save gegen den einschussbereiten Andrew Schembri. So kam Tölz zum Anschlusstreffer, als Sedlmayr auf Vorlage von Klaus Kathan abschloss (24.). Dies war wie ein Weckruf für die "Buam", denn in ihrer stärksten Phase schnürten sie Deggendorf bei 5 gegen 5 regelrecht in deren Drittel ein. Eine Reihe guter Chancen ließ Tölz hier liegen, mit Glück und Geschick und einem starken Albrecht im Tor meisterte Fire diese Drangperiode der Gäste. Benda, Gulda & Co. befreiten sich jedoch langsam aus der Umklammerung und kreierten ihrerseits wieder gefährliche Aktionen. Tölz blieb aber am Drücker und dies wurde mit dem Ausgleich in der 35. Minute belohnt. Nun war guter Rat teuer und einmal mehr war es Kapitän Andrew Schembri, der vor den Augen seiner Brüder zur Höchstform auflief. In seiner unnachahmlichen Art entwischte er seinem Gegenspieler und hatte das Auge für den mitgelaufenen Manuel Wiederer, der eiskalt zur erneuten Führung abschloss (38.). Beide Trainer sahen unisono in diesem Tor auch den Knackpunkt des Spiels und Florian Funk war sichtlich sauer: „Wenn man lasch in die Zweikämpfe geht, kann man so ein Spiel nicht gewinnen. Im 2. Drittel haben wir gut gespielt, aber dann muss die Scheibe auch mal über die Linie. Wir haben uns für das letzte Drittel einiges vorgenommen und dann machen wir nach ein paar Sekunden wieder den gleichen Fehler.“

Die angesprochene Szene führte zum 5:3, als Christian Retzer die Abwehr düpierte und schon nach 22 Sekunden im Schlussabschnitt die Führung ausbaute. Die Tölzer waren kurz im Schockzustand, besannen sich aber sofort wieder auf ihre Stärken. Doch „Teufelskerl“ Albrecht ließ mit seinen Paraden die Gäste verzweifeln und wenn er einmal geschlagen war, dann war die Fire-Abwehr zur Stelle oder Tölz schaffte das Kunststück, das leere Tor nicht zu treffen. So dauerte es bis zur 56. Minute, ehe Thomas Schenkel es noch einmal spannend machte. Aber nicht einmal eine Minute später wischte Andreas Maier mit seinem Tor in Überzahl alle Zweifel bei Seite. Mit der schnellen Antwort machte man den Sack zu und Stefan Ortolf setzte in der 59. Minute mit dem siebten Fire-Treffer an diesem Abend dem Ganzen noch das Sahnehäubchen auf.

Jan Benda war dann auch voll des Lobes über sein Team. „Alle haben gut gespielt. Im zweiten Drittel haben wir aber auch das Glück auf unserer Seite gehabt. Tölz musste in den letzten 20 Minuten das Spiel machen uns wir haben auf unsere Breaks gewartet.“ Nun wartet allerdings eine hohe Hürde, denn am Sonntag geht es nach Selb. Benda hebt den Tabellenführer auf das Favoritenschild. „Sie sind Tabellenführer, zu Hause eine Macht. Aber jedes Spiel beginnt bei Null, darum werfen wir nicht schon vorher die Flinte ins Korn.“ Verzichten muss er dabei auf Sandro Agricola, den eine Grippe plagt und auf die Youngster Peter Stern und Dominik Schindlbeck. Simon Maier ist ebenfalls noch fraglich. Während bei Selb wieder einmal die Paradereihe das Spiel in Regensburg entschieden hat, trugen sich bei Deggendorf Fire beim Sieg über die Tölzer Löwen 11 (!) verschiedene Spieler in die Scorerliste ein. Diese Unberechenbarkeit könnte durchaus ein Vorteil sein.


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