Fire geht mit viel Selbstvertrauen in das WochenendeDeggendorfer SC

Fire geht mit viel Selbstvertrauen in das WochenendeFire geht mit viel Selbstvertrauen in das Wochenende
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Fire-Coach Jan Benda will mit seiner Mannschaft punkten, sieht aber die Schwere der beiden Aufgaben. „Dieses Wochenende wird genauso schwer. Die letzten Ergebnisse haben gezeigt, dass jeder jeden schlagen kann. Wir denken nur von Spiel zu Spiel“, tritt er ein wenig auf die Euphoriebremse. Denn auch die anderen Teams punkten immer wieder und es ist zu erwarten, dass sich der Kampf um die begehrten Playoff-Plätze weiter zuspitzen wird.

Die Chance beim EV Füssen, in den Playoffs dabei zu sein, wird eigentlich nur durch die Heimstärke aufrechterhalten. Auswärts bringt die Truppe von Marcus Bleicher kein Bein mehr auf den Boden. Nachdem die ersten drei Auswärtspartien der Saison gewonnen wurden, ging man in den nächsten 14 Spielen in der Ferne nur noch einmal als Sieger vom Eis. Dabei schaffte man es jedoch, den Selber Wölfen die erste Heimniederlage überhaupt beizubringen. Bei den anderen dreizehn Spielen war man ein gern gesehener Gast, denn man überließ die Punkte der Heimmannschaft, zum Teil mit deftigen Pleiten. Auch in den Heimspielen wechseln sich Licht und Schatten ab, zuletzt gab es zwei Siege gegen Schweinfurt und Bayreuth, zuvor aber zwei Niederlagen. Dem Gesetz der Serie folgend, wäre nun eine Niederlage an der Reihe. Doch auf solche Omen gibt man bei Fire nichts, man will die eigene Stärke in die Waagschale werfen, um weiter „in der Spur“ zu bleiben. Die Allgäuer beeindrucken mit der zweitbesten Offensive (129 Treffer), die Füssener Goalies haben aber auch schon 128 Mal hinter sich greifen müssen. Im Angriff ist auf Topscorer Sascha Golts Verlass (20 Tore/30 Assists), ihm stehen Andrej Naumann (45 P.) und Tim Richter (41 P.) nicht viel nach. Nach dem Ausfall des Top-Verteidigers Nerijus Alisauskas ist allerdings die anfällige Abwehr das Sorgenkind der Allgäuer. Die Verantwortung liegt nun noch mehr bei John Gordon und Hubert Schöpf. Um die Defensive zu stabilisieren, wurden mit dem Tschechen Ladislav Hruska und Thomas Schmid zwei junge Defender verpflichtet. Bei einem Erfolg spürt man in Füssen den Atem des Verfolgers noch mehr im Nacken, man wird Deggendorf Fire also alles abverlangen.

Die Bayreuth Tigers gingen am letzten Wochenende gänzlich leer aus und vielen auf den fünften Platz zurück. Im Kampf um einen der ersten vier Plätze, die das Heimrecht in den Playoffs bedeuten würden, dürfen sich die Wagnerstädter keine weitere Ausrutscher erlauben. Nach einem furiosen Saisonbeginn scheint dem EHC Bayreuth im Saisonendspurt ein wenig die Luft auszugehen. Dies ist nicht nur der laufintensiven, kampfbetonten Spielweise geschuldet, sondern auch dem Ausfall wichtiger Spieler. Zuletzt spielte man ohne Fünf, Führungsspieler wie der kürzlich eingebürgerte Jozef Potac können nur schwer ersetzt werden. Dem Bayernliga-Aufsteiger merkt man die hohe Belastung der letzten Wochen deutlich an, im Umfeld der Tigers heißt es, sich in den nächsten Wochen durchzukämpfen zu wollen, bis wieder alle Mann an Bord sind. Dabei zeigte Bayreuth bisher eine hervorragende Saisonleistung. Großen Anteil daran haben Andreas Geigenmüller (26 Tore/25 Assists), Michal Bartosch und Ivan Kolozvary, die jederzeit ein Spiel alleine entscheiden können. In der Abwehr räumen Potac und Sevo auf, der kurzfristig verpflichtete Lette Toms Tilla - ehemaliger Mannschaftskollege von Kamil Vavra bei den Danbury Whalers – konnte jedoch noch keine Akzente setzen. Dass die Wassmiller-Truppe ein unangenehmer Gegner sein kann, bekam Deggendorf Fire bereits bei der 4:5-Niederlage Mitte Dezember zu spüren.

Nur glückliche Gesichter gab es unter der Woche bei Fire, vor allem der Coup in Selb sollte noch einmal Kräfte freisetzen. „Natürlich, nach so einem Spiel wie in Selb, ist die Bereitschaft und die Motivation der Spieler sehr hoch“, weiß Benda, „man kann sehen, dass alle Spieler großen Spaß am Eishockey haben und sich zu hundert Prozent für das Team opfern. Das ist der Grundstein zum Erfolg. Wir haben eine gelungene Mischung aus älteren und jungen Spielern, die sich gegenseitig puschen.“ Benda sieht die Entwicklung mit Wohlwollen: „Wir starteten im Endeffekt vom letzten Platz mit riesigen Problemen in der Mannschaft, zudem standen wir wochenlang ohne eigene Halle da. Jetzt haben wir 45 Punkte, im Team stehen mehrere Spieler unter 20 Jahren. Für meine Spieler freut mich am meisten, dass die Zuschauer mehr und mehr in die Halle kommen und ihre Leistung honorieren.“ Für die beiden Vergleiche am Wochenende sieht er die Favoritenrolle beim Gegner, denn „Füssen hat in letzter Zeit sehr gut gespielt und auch in Selb gewonnen. Bayreuth hat ein starkes Team, ist im Sturm sehr gefährlich und hat einen Play-off-Platz fast schon sicher. Beide Spiele werden sehr spannend, das wird ein Kampf bis zur letzten Minute.“ Sicherlich nicht nachteilig für Fire, das mit einer überragenden Kondition die letzten Spiele im Schlussdrittel für sich entscheiden konnte.

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