Fire erlebt gegen Bayreuth Heim-DebakelDeggendorfer SC

Fire erlebt gegen Bayreuth Heim-DebakelFire erlebt gegen Bayreuth Heim-Debakel
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Nach der Niederlage am Freitag gegen Füssen muss Fire nach fünf Siegen am Stück nun mit einem Null-Punkte-Wochenende vorlieb nehmen und ist durch den Regensburger Sieg über Weiden wieder auf Platz zehn der Tabelle zurück gerutscht. Fire war gegenüber dem letzten Heimspiel gegen Bad Tölz nicht wiederzuerkennen und war gegen die wie aus einem Guss spielenden Gäste teilweise überfordert. Bei Bayreuth war Andreas Geigenmüller der Mann des Tages, mit vier Toren und zwei Assists erledigte er Deggendorf quasi im Alleingang.

Dabei fing alles so gut an, als Andrew Schembri und Jan Benda nachsetzten und Bayreuth zu einem Scheibenverlust zwangen. Stefan Ortolf nahm die Scheibe mit und ließ Julian Bädermann in der vierten Minute im Tigers-Tor keine Chance. Doch schon die erste Überzahlsituation nutzte Bayreuth aus. Fire bekommt die Scheibe nicht aus dem Drittel und Andreas Geigenmüller, dem an diesen Abend alles gelang, erzielte den Ausgleich (7.). Fast wäre Deggendorf schon in der 10. Minute in Rückstand geraten, aber die Scheibe trudelte vor der Linie entlang, bis ein Verteidiger im letzten Moment klären konnte. Aber die klaren, zielstrebigen Angriffe von Bayreuth ließen schon vermuten, dass es eine schwere Aufgabe für Fire werden würde. Als dann in der zwölften Minute zwei Deggendorfer auf der Strafbank saßen, ließ sich Bayreuth diese Chance nicht entgehen, Toms Tilla erzielte die erstmalige Führung für die Gäste. Chancen gab es noch auf beiden Seiten. Kolozvary visierte nach schöner Körpertäuschung die Latte an, auf der anderen Seite scheiterten die Fire-Stürmer Schembri und Vavra allein vor Bädermann.

Im Mitteldrittel dauerte es nur 39 Sekunden, da landete der Puck vom Bully weg bei Kolozvary, der nur noch Agricola vor sich hatte und Sieger blieb. Fire war nun einige Minuten am Drücker, aber trotz einiger Chancen blieb das Tor vernagelt. Besser machten es die Tigers, die mit einem Doppelschlag für Ernüchterung im weiten Rund sorgten. Zuerst traf Thielsch aus ganz spitzem Winkel und beim 5:1 in der 32. Minute fälschte Geigenmüller vor dem Tor einfach mal ab. In der 33. Minute der Aufreger des Drittels, als jeder im Stadion ein Beinstellen sah, der Schiedsrichter zum Entsetzen der Deggendorfer Anhänger aber Simon Maier wegen angeblicher Schwalbe eine Strafe aufbrummte. Kurz vor dem Ende des Drittels wenigstens noch Ergebniskosmetik, als Patrick Geiger von der blauen Linie abzog und den zweiten und letzten Fire-Treffer des Abends erzielte.

Auch im Schlussabschnitt war der Torhunger der Gäste nicht gestillt. Zwar scheiterte Dominik Retzer gleich zu Beginn an der Latte und Manuel Wiederer fand ebenfalls in Bädermann seinen Meister, aber Fire war nicht in der Lage, den Angriffswirbel der Oberfranken zu stoppen. Die schraubten innerhalb von nicht einmal vier Minuten das Ergebnis auf 2:9 aus Fire-Sicht in die Höhe und spielten sich dabei in einen kleinen Rausch. Beide Fire-Torhüter waren nicht zu beneiden, gegen wie entfesselt aufspielende Bayreuther standen sie auf verlorenem Posten.

Gäste-Coach Sergej Wassmiller war dann auch vollends zufrieden mit seinem Team. „Wir waren auf Wiedergutmachung aus, denn letztes Wochenende holten wir erstmals in dieser Saison keine Punkte. Außerdem hatten wir auch mit Verletzungen zu kämpfen.“ Fire-Trainer Jan Benda war sichtlich angeschlagen, „am Freitag haben wir sechs und heute neun Tore bekommen, das ist nicht unser Anspruch, das muss man erst mal verdauen. Wir müssen wieder von Spiel zu Spiel schauen.“ Die nächste Gelegenheit gibt es am Freitag in Peiting, ehe am Sonntag der Showdown gegen Erding folgt. Allerdings bedarf es einer großen Leistungssteigerung, wenn man in beiden Spielen nicht leer ausgehen will.


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