EVR gibt 4:0-Führung aus der Hand6:7 nach Verlängerung gegen Bayreuth

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4863 Zuschauer in der ausverkauften Donau-Arena mussten ihr Kommen nicht bereuen und bereits nach 23 Sekunden erzielte Billy Trew das 1:0 für den EVR. Erneut Trew erhöhte in der zehnten Minute auf 2:0 und als Jeff Smith sogar der dritte Streich gelang, verwandelte sich die Donau-Arena in ein Tollhaus (16.).

Auch im zweiten Abschnitt lief es zunächst gut für die Regensburger. Yannick Drews erhöhte auf 4:0 (22.). Danach waren aber auch die Bayreuther erfolgreich. Christopher Kasten (23.) und Ivan Kolozvary (25.) brachten die Gäste zurück ins Spiel. Als kurz vor der Drittelsirene Billy Trew seinen dritten Treffer markierte, war der Regensburger Sieg zum Greifen nahe (40.).

Im Schlussabschnitt waren zunächst einmal wieder die Gäste an der Reihe. Jozef Potac sorgte für das 3:5 (42.). Bei den Regensburgern stockte jetzt das Spiel, weil nun auch noch Peter Flache mit einer Verletzung ausfiel. Der nimmermüde Billy Trew hatte aber trotzdem noch nicht genug und netzte im Anschluss zum vierten Mal ein (44.). Zwar gelang Stefan Reiter in der 58. Minute noch das 4:6, doch an eine Verlängerung dachte zu diesem Zeitpunkt noch keiner. Dann kam die spielentscheidende Szene. Nikola Gajovsky agiert im Zweikampf mit Christopher Kasten. Dieser kommt zu Fall und prallt unglücklich gegen die Bande. Hauptschiedsrichter Rainer Köttstorfer verhängte daraufhin eine Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Gajovsky und die Bayreuther ließen sich diese Chance nicht entgehen. Ivan Kolozvary und Andreas Geigenmüller retteten ihr Team in die Verlängerung (beide 60.).

Da hätten die Bayreuther eigentlich den Sack zumachen müssen, doch die Regensburger überstanden die beinahe vierminütige Unterzahl. Allerdings haderten die Gastgeber mit der Leistung des Unparteiischen. Zunächst einmal entging dem Schiedsrichter ein Stockschlag gegen EVR-Kapitän Billy Trew. Dieser verließ auf allen Vieren das Eis, konnte später aber weiterspielen. Kurz darauf wurde Tomas Gulda mit einem Crosscheck gegen das Plexiglas befördert, doch auch hier blieb der Arm von Köttstorfer unten. Der sonst eher ruhige EVR-Trainer Doug Irwin verlor jetzt die Fassung und verstand die Welt nicht mehr. Schließlich ahndete Köttstorfer während der gesamten 70 Minuten des Spiels kein einziges Foul der Bayreuther mit einer Strafzeit. Lediglich zwei Strafen wegen Spielverzögerung erkannte der Unparteiische.  So kam es, wie es kommen musste. Ivan Kolozvary machte in der 71. Minute den Sieg der Bayreuther perfekt, als er einen Schlenzer zum 7:6 abfälschte. Zuvor hatte Vitali Stähle einen Penalty für Regensburg nicht verwandelt.

Am Sonntag müssen die personell ohnehin schon gebeutelten Regensburger auf Topscorer Nikola Gajovsky verzichten und auch der Einsatz von Peter Flache scheint fraglich. Mit einer Rückkehr in die Serie rechnen deshalb wohl nur die kühnsten Optimisten.

Tore: 1:0 (0:23) William Trew (Nikola Gajovsky, Mark Dunlop), 2:0 (9:07) William Trew (Nikola Gajovsky, Peter Flache), 3:0 (10:00) Jeffrey Smith (Mark Dunlop, Yannick Drews), 4:0 (21:12) Jeffrey Smith (Vitali Stähle, Nikola Gajovsky), 4:1 (23:08) Christopher Kasten (Ivan Kolozvary, Fedor Kolupaylo/5-4), 4:2 (24:53) Ivan Kolozvary (Jozef Potac, Lukas Stettmer), 5:2 (39:45) William Trew (Lukas Heger, Nikola Gajovsky), 5:3 (41:42) Jozef Potac (Ivan Kolozvary, Fedor Kolupaylo), 6:3 (43:24) William Trew (Nikola Gajovsky, Lukas Heger), 6:4 (57:22) Stefan Reiter (Michael Kuhn, Daniel Sevo), 6:5 (59:02) Ivan Kolozvary (Andreas Geigenmüller, Marcus Marsall/5-4), 6:6 (59:41) Sebastian Busch (Jozef Potac, Andreas Geigenmüller/5-4), 6:7 (70:13) Fedor Kolupaylo (Jan Pavlu, Ivan Kolozvary). Strafen: Regensburg 8 + 5 + Spieldauer (Nikola Gajovsky), Bayreuth 4. Zuschauer: 4862.

Michael Pohl

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