EVR gewinnt spannendes Derby gegen LandshutVerlängerungssieg für Regensburg

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Diesmal waren die Niederbayern allerdings hochmotiviert und machten dem traditionellen und doch schon wieder gefährdeten Eishockeystandort alle Ehre. So entwickelte sich ein Derby wie zu besten Zeiten und die Zuschauer mussten ihr Kommen sicherlich nicht bereuen. Am Ende stand ein 3:2-Sieg nach Verlängerung für den EVR.

In der Anfangsphase waren die Gäste das bessere Team und belohnten sich durch den Treffer von Kyle Doyle mit dem 1:0 (8.). Mit einer feinen Einzelleistung ließ der in die Kritik geratene Routinier dem souveränen Daniel Fießinger im EVR-Gehäuse keine Chance. Die Regensburger schienen durch dieses Tor aus ihrer Lethargie zu erwachen und hatten Pech, dass Hauptschiedsrichter Mischa Apel nicht immer Herr der Lage war und sich mit seinen Entscheidungen den Unmut des Publikums zuzog. 

Dennoch ließen sich die Regensburger nicht beirren und bereits nach 17 Sekunden im zweiten Drittel konnten sie den Ausgleich erzielen. Dieses Tor fiel allerdings unter gütiger Mithilfe von Landshuts Goalie Max Englbrecht, der einen Befreiungsschlag von EVR-Verteidiger Tomas Gulda durch die Schoner gleiten ließ (21.). Im Anschluss ging es hin und her und beide Teams kämpften um jeden Zentimeter Eis. Das Publikum sah Oberliga-Eishockey der Spitzenklasse und die Regensburger nahmen immer öfter das Heft in die Hand.

Ein spannender Schlussabschnitt stand auf dem Programm. Die Gäste hatten zu Drittelbeginn gleich doppelt Glück, denn erst landete ein Schlagschuss von Peter Flache an der Latte und dann traf auch Marco Habermann nur den Pfosten. Der erste gefährliche Angriff der Gäste führte auf der anderen Seite jedoch umgehend zum Torerfolg. Roman Tvrdon musste den Puck nach einem schönen Querpass von Max Hofbauer nur noch im leeren Gehäuse unterbringen (50.). Die Regensburger steckten jedoch nicht auf und forcierten noch einmal das Tempo. Dennoch schien die nötige Durchschlagskraft im Angriff heute zu fehlen und auch das Überzahlspiel geriet immer wieder ins Stocken. So probierte es der feine Techniker Nikola Gajovsky einmal mit der rüden Methode und holte zu einem seiner seltenen Schlagschüsse aus. Dieser fand dann auch den Weg ins Tor und der Jubel in der Donau Arena kannte keine Grenzen mehr (57.). Ein weiterer Treffer war den Regensburger jedoch nicht vergönnt, was angesichts der starken Landshuter Leistung auch nicht verdient gewesen wäre. Den Zusatzpunkt in der Verlängerung sicherten sich die Hausherren aber trotzdem. Peter Flache nutzte ein Zuspiel von Vitali Stähle zum 3:2 (61) und beendete damit ein klasse Derby.

Bleibt zu hoffen, dass dieses Aufeinandertreffen zwischen Regensburg und Landshut nicht das letzte seiner Art war. In den nächsten Wochen wird sich entscheiden, ob der Eishockeystandort Landshut aufgrund der finanziellen Schieflage des Vereins erhalten bleibt. Gerade aufgrund der erfolgreichen Nachwuchsarbeit wäre den Landshuter eine Rettung in letzter Sekunde zu gönnen.

Michael Pohl

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