EVF dreht 1:4-Rückstand in 6:4-SiegFüssen gewinnt in Weiden

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Wieder mit Quirin Stocker, dafür neben den Langzeitverletzten Landerer, Klein, Keller und Simon diesmal auch noch ohne Eichberger und Guth sowie die Förderlizenzspieler. Füssens Trainer Andreas Becherer war erneut zu Umstellungen gezwungen. Weiden legte ein gutes Startdrittel hin und zeigte, dass man die Playoff-Teilnahme noch keinesfalls abgeschrieben hat. Bereits die erste Strafzeit gegen den EVF nutzten die Blue Devils durch Verteidiger Ralf Herbst zur Führung. Herbert Geisberger legte etwas glücklich zum 2:0 nach. Füssen spielte gut mit, konnte sich offensiv aber fast nicht in Szene setzen.

Das änderte sich im zweiten Abschnitt. Samuel Payeur hatte schnell den Anschlusstreffer auf dem Schläger, diesen besorgte etwas später Tobias Meier nach einem Konterangriff. Jetzt hatten die Ostallgäuer mehr vom Spiel und ein deutliches Chancenübergewicht, erneut Meier hatte nach einem Alleingang die Möglichkeit zum Ausgleich. Diesen besorgte vermeintlich Samuel Payeur 32 Sekunden vor Drittelende, doch der Füssener Jubel war verfrüht. Abseits des Spielgeschehens war ein sechster EVF-Akteur auf das Eis gelaufen. Statt Tor für Füssen Strafzeit, und weil sich Sam Payeur darüber beschwerte sogar doppelte Unterzahl.

Denkbar ungünstiger Start also für den EVF ins letzte Drittel, und prompt zeigte Weiden, warum man in der Meisterrunde die beste Powerplay-Quote aufweist. Innerhalb einer guten Minute nutzten Herbert Geisberger und Tomas Rubes die Situation zu zwei Treffern. 4:1, das Spiel schien gelaufen, zumal im Anschluss von Füssen auch nicht mehr der Druck von Ende des zweiten Abschnitts aufgebaut werden konnte. Als noch gut zehn Minuten zu spielen waren nahm Andi Becherer eine Auszeit und im Anschluss daran Benedikt Hötzinger zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Diese Maßnahme zeigte Wirkung. 29 Sekunden dauerte es, bis Eric Nadeau zum 4:2 abstauben konnte. Weiden wackelte, wieder nur acht Sekunden später kassierten jetzt die Blue Devils zwei Strafzeiten gleichzeitig. Und das nutzten diesmal die Füssener. Samuel Payeur schoss zum 4:3 ein, ehe eine halbe Minute später Maximilian Dropmann auch das zweite Powerplay zum vielumjubelten Ausgleich verwertete. Damit aber des schwarz-gelben Wahnsinns nicht genug. Eine weitere Zeigerumdrehung später fälschte Dejan Vogl einen Velebny-Schuss raffiniert zur erstmaligen EVF-Führung ab, und keine Minute später, diesmal wieder im Powerplay, fiel durch eine ähnliche Situation erneut durch Vogl das 4:6. Der EVF hatte das Spiel innerhalb kürzester Zeit gedreht.

In der Schlussphase hielten die Füssener das eigene Tor sauber, hätten bei zwei Kontern sowie gezogenem gegnerischen Torhüter sogar noch einen siebten Treffer machen können. Am Ende zeigte der Eissportverein, dass mit ihm bis zum Schluss zu rechnen ist, und beendete seine Serie von bis dahin fünf Niederlagen in Folge in beeindruckender Weise.

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