EV Lindau Islanders wollen wieder vorlegenSerie um den Klassenerhalt gegen Schönheide

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Play-offs sind die schönste Zeit des Jahres im Eishockey – alles oder nichts, Spiel für Spiel. Deshalb haben die Lindauer die Enttäuschung der Niederlage vom Sonntag schon auf der Rückfahrt weggesteckt. „Wir sind sauer, dass wir verloren haben“, sagt Trainer Dustin Whitecotton. „Das wollen wir sofort korrigieren“. Niederlagen schnell abhaken, Siege nicht zu lange feiern. Denn in den Play--offs geht es nur am das hier und jetzt.

„Schönheide ist der erwartet starke Gegner. Wir wussten vorher, dass es eine lange Serie werden wird und das ist eingetreten. Jetzt entscheidet, wer den größeren Willen hat. Es geht um ganz harte Arbeit und nicht um schönes spielen“, sagt EVL-Präsident Marc Hindelang.

Angesichts der Verletztenmisere steht bei den Lindauern sowieso nichts Anderes zur Debatte, als zusammen zu rücken und mit erhöhtem Einsatz die drohenden Ausfälle von Marco Miller, Michal Mlynek, Philipp Haug und Alex Katjuschenko zu kompensieren. Hilfreich dabei wäre, wenn das Powerplay wie in den ersten beiden Spielen funktionieren würde und das Unterzahlspiel noch widerstandfähiger wäre. Hier liegen beide Mannschaften gleich auf, entschieden die beiden Spiele jeweils mit effizientem Überzahlspiel für sich. „Ich mache mir insgesamt keine Sorgen. Wir haben genug Qualität in der Mannschaft, um zu bestehen, wenn wir alles abrufen“, sagt Whitecotton.

Ein Sieg ist für die Islanders am Freitag wichtig, um nicht mit dem Rücken zur Wand zu geraten – denn Schönheide wird natürlich mit aller Macht versuchen, mit einem Vorsprung ins Heimspiel am Sonntag zu gehen, um die Serie dann eventuell zu beenden. Sportlich wären die Sachsen mit dem Erreichen des Halbfinals für die Oberliga Süd dann zwar qualifiziert. Ob sie in diesem Fall trotzdem in der Liga antreten dürfen, hängt von der Erfüllung vor allem eines Punktes ab: Den rechtzeitigen Abschluss des laufenden Insolvenzverfahrens. Wird dies nicht in eine Planinsolvenz umgewandelt, erlauben die Durchführungsbestimmungen des Deutschen Eishockey-Bundes die Teilnahme der Wölfe an der kommenden Saison erst gar nicht. „Das sind Szenarien, die mit uns aktuell gar nichts zu tun haben. Wir wollen uns sportlich für die Oberliga qualifizieren und nicht als Nachrücker. Zudem sind wir auch gar nicht Nachrücker Nummer eins, sondern Höchstadt und Waldkraiburg stehen hier vor uns. Die sind auch noch nicht durch“, sagt EVL-Vorsitzender Bernd Wucher. „Es wäre ja ein Wahnsinn auf so etwas zu spekulieren. Die Entscheidung fällt auf dem Eis, aber auch auf den Rängen.“

Hier erhoffen sich die Islanders die Unterstützung der Lindauer Eishockey-Freunde und auch ein Statement, wie heiß Lindau auf ein weiteres Jahr Oberliga ist. So kommt aus Österreich Unterstützung durch das Hörbranzer Faschingsprinzenpaar, das den Fasching verlängert und mit einem Drittelpausen- Auftritt mit ihrer Tanzgruppe mit einem Stück aus „Moulin Rouge“ der Arena einheizen wird. Ab 17.30 Uhr und auch nach dem  Spiel ist auch wieder Happy Hour im Eisstüble. Damit alle gemeinsam dafür sorgen können, dass am Freitag eben nicht das letzte Heimspiel der Saison in der Eissportarena stattfindet. Stünde es nach dem Wochenende übrigens 2:2 in der Serie, würde es am kommenden Dienstag (19.30 Uhr) zu einem alles entscheidenden fünften Spiel in der Eissportarena Lindau kommen. Dann würde das Drama also weitergehen. Aber so sind die Play-offs: alles wird in die nächsten fünf Tage hineingesteckt. Zwei, maximal drei Spiele die allen Beteiligten das Maximum abfordern werden.

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