EV Lindau Islanders wollen finale EntscheidungBayern-Finale gegen Waldkraiburg

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„Soweit soll es aber nicht kommen. Wir denken erst einmal nur an Freitag. Auf diesem Spiel liegt unsere volle Konzentration“, sagt EVL-Trainer Dustin Whitecotton und lässt keinen Zweifel daran, dass seine Mannschaft kein Problem damit hätte, den möglichen Titel auswärts zu feiern. Zwar wäre für die Vereinskasse ein weiteres Heimspiel am Sonntag in der Eissportarena sicher ein Segen, „aber so denken wir nicht. Wir wollen Meister werden und nicht dem Gegner Hoffnung und die Chance auf eine Wende geben.“

Denn es wird schwer genug für die Islanders, in Waldkraiburg zu bestehen, da die Löwen vor allem die 1:5-Heimpleite im ersten Finale mächtig geärgert hat. „Das war kein Play-off-Eishockey von uns“, sagte Trainer Rainer Zerwesz nach dem Spiel, das die Islanders vor allem im ersten Drittel (3:0) dominierten. Es ist zu erwarten, dass der EHC, der wieder auf Torjäger Michael Trox bauen kann, gerade zuhause noch einmal einen starken Auftritt hinlegen will, um die Fans zu entschädigen und sich zu rehabilitieren. Vor allem, da neben dem Trainer auch einige erfahrene Akteure nach der Saison die Schlittschuhe an den Nagel hängen oder wie Torhüter Björn Linda (Hannover Scorpions) den Verein verlassen werden. Mit einem „Sweep“, also einer glatten Finalniederlage in drei Spielen, davon auch noch zwei zuhause, wird sich kein Waldkraiburger verabschieden wollen.

Auf der anderen Seite sind die Islanders gerade mächtig in Fahrt gekommen und haben zuletzt vor allem eine große Effizienz beim Verwerten ihrer Chancen gezeigt, gepaart mit einer bombenfesten Defensive. Gegen ein offensivstarkes Team wie Waldkraiburg in zwei Spielen nur ein Gegentor zuzulassen – und das in doppelter Unterzahl – ist ein absolutes Qualitätsmerkmal. Was die Lindauer Abwehr nicht abgeräumt hat, wurde bisher eine Beute des starken EVL-Goalies Korbinian Sertl. Im Finale so wie letzten Sonntag zu Null zu spielen, ist eine besondere Leistung.

Das Selbstvertrauen der Lindauer ist also groß und auch der psychologische Vorteil ist auf Seiten Inselstädter. Denn der EHC Waldkraiburg muss unbedingt gewinnen – und das dreimal in Folge, sonst ist der Titelverteidiger im Duell der Bayrischen Meister von 2016 und 2015 entthront und die Saison zu Ende. Man weiß, dass dies Kräfte freisetzen kann. Gleichzeitig haben die Islanders bewiesen, dass sie in Sachen Willenskraft immer wieder Paroli bieten konnten und es sogar schafften, noch etwas mehr zu investieren.

„Allerdings weiß man auch, dass der dritte Sieg in einer Play-Off Serie immer der Schwierigste ist“, sagt Whitecotton. Beim Auswärtsspiel in Waldkraiburg dürfen sich die Islanders aber wieder über zahlreiche Unterstützung freuen, denn der Fanclub Bodensee-Fighters hat bereits zwei Busse gechartert. Anmelde-möglichkeiten gibt es über die Facebook Seite des Klubs, aber auch über die des EVL. Dazu gibt es weitere Informationen unter anderem auch zu Live-Ticker und Live-Radio auf evlindau.com. Hier ist dann auch zu erfahren, ob es am Sonntag noch einmal ein Heimspiel für die Islanders gibt, oder vielleicht doch schon die Meisterschaft gefeiert werden darf.

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