EV Lindau Islanders verkaufen sich in Ravensburg teuer2:4-Niederlage gegen den Zweitligisten

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Natürlich sah man einen Unterschied zwischen dem Zweit- und dem Drittligisten, zumal Ravensburg eine Woche vor Saisonstart steht und die Lindauer am Anfang der Vorbereitung. Aber der war erwartet worden und enger, als gedacht. Sicherlich ist es etwas früh, Rückschlüsse auf die Oberliga Süd Saison zu ziehen, aber ein paar Dinge fielen im Vergleich zur vergangenen Saison schon aus.

So scheinen die Islanders vor allem wesentlich tiefer besetzt zu sein, als in der vergangenen Saison. Dies beginnt schon im Tor, wo Hennig Schroth und Nils Velm, die sich die 60 Minuten Spielzeit teilten, starke Leistungen zeigten und sich gegenseitig offenbar zu Höchstleistungen antreiben. Vor den beiden stellten die Lindauer eine solide Abwehrreihe, die gegen die Profis aus Oberschwaben voll gefordert wurde und sich tapfer zur Wehr setzte. Trainer Dustin Whitecotton spielte die ganze Partie mit vier Blöcken durch und scheint auch in der Offensive schon eine gute Mixtur gefunden zu haben und auch eine gute Struktur. Die vier Sturmreihen agierten ausgeglichen, keine Formation fiel ab. Vor allem das Umschaltspiel klappte schon sehr gut. Auch dabei fiel auf: Die neuen, verjüngten Islanders sind schneller und haben einen guten Zug zum Tor. So kamen auch die beiden Treffer der Gäste durch Simon Klingler (3.) zum 0:1 und Florian Lüsch (11.) zum 2:2 Ausgleich zustande: Gedankenschnelligkeit und Entschlossenheit.

Auf diese Art und Weise hielten die Lindauer bis weit ins das zweite Drittel gut mit, ehe sich dann das Trainingslager der Vorwoche bemerkbar machte. ’Wir haben hart und intensiv gearbeitet“, berichtete Whitecotton. Deshalb seien im Lauf der Partie die Beine immer schwerer geworden und die Überlegenheit des DEL2- Vertreters größer. Nach einer wilden Auftaktphase zu Spielbeginn mit fünf Toren in den ersten zehn Minuten gelang den Towerstars aber nur noch ein Treffer vier Minuten vor dem Ende zum 4:2 Endstand. Ein Ergebnis und ein Auftritt mit dem man im Lindauer Lager vollkommen zufrieden war. Auch die 250 mitgereisten Fans unter den 1288 Zuschauern waren mit der Leistung ihrer Islanders einverstanden und können sich nun auf die nächste Stufe der Vorbereitung freuen.

Noch können die Lindauer Cracks zwar nicht auf heimischem Eis loslegen. Auch wenn die Eissportarena von zahlreichen Ehrenamtlichen, die ihr Herz für den Verein zeigten, beim Einwintern schon für die Eisbereitung vorbereitet wurde. Nach dem Vorbereitungsspiel in Sonthofen am Freitag geht es aber dann aber am Sonntag (18 Uhr) im Derby gegen die Memmingen Indians in den ersten Test zuhause. Der Eintritt für dieses Spiel ist in der Dauerkarte mit inbegriffen — der Verkauf der Saisontickets läuft weiterhin bis Ende September.


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