EV Lindau Islanders treffen zweimal auf die Blue DevilsNarrentag beim Heimspiel am 7. Februar gegen Weiden

(Foto: Betty Ockert/EV Lindau Islanders) (BETTYOCKERT)(Foto: Betty Ockert/EV Lindau Islanders) (BETTYOCKERT)
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Nach dem Motto „Die Narren sind los, ärgern wir die Devils“ hoffen die EV Lindau Islanders auf viel Unterstützung für dieses so wichtige Partie der Meisterrunde in der Oberliga Süd. „Um gegen die momentan stark aufspielenden Devils auf dem Eis bestehen zu können, sind wir für jede Unterstützung auf Fanseite dankbar“, sagt Sascha Paul, Sportlicher Leiter der EV Lindau Islanders. „Umso schöner ist es, wenn ein paar Narren die Fans hierbei unterstützen und zusätzlich für Stimmung sorgen.“ Kräftig anheizen in der Eissportarena im Eichwald wird in jedem Fall der Trommlerzug Lindau-Aeschach, der vor dem Spiel und während der Drittelpausen in der Eissportarena auftreten wird. Gerade wegen seiner grandiosen Shows hatten die Basketballer des FC Bayern vor zwei Jahren für ihre Playoff-Serie den Trommlerzug gebucht.

Doch nicht nur auf den Rängen, vor allem auf dem Eis wird ein heißer Tanz erwartet. Waren die bisherigen beiden Begegnungen während der Hauptrunde gegen Weiden doch stets knappe Angelegenheiten. Das Hinspiel in der Oberpfalz, welches von Philipp Haug als Interimscoach geleitet wurde, verloren die Islanders erst auf der Zielgeraden. Einem 0:4-Rückstand folgte eine furiose Aufholjagd, kurz vor Ende der regulären glichen die Gäste vom Bodensee zum 4:4 aus. In der Overtime holten die Devils dann den Zusatzpunkt. Damals im Oktober war es der Auftakt für sehr erfolgreiche Wochen unter dem neuen Headcoach Franz Sturm. Doch auch das Rückspiel Ende November in Lindau stand auf des Messers Schneide, erst nach großem Kampf konnten es die Islanders mit 4:2 für sich entscheiden. Mit einem Sieg gegen den direkten Konkurrenten um Platz 8 könnten sich die Lindauer im so engen Kampf um die Playoffs ein wenig Luft verschaffen. Dies Brisanz des Spiels ist deshalb noch ein weiterer Grund, um am Freitag ins Stadion zu kommen. „Das ist ein entscheidendes Wochenende für unsere Mannschaft. Wenn wir hier nicht punkten, wird es ganz, ganz schwierig, die Mission Playoffs noch zu realisieren. Es wird spannend sein zu sehen, ob es den überwiegend jungen Spielern gelingen wird, Weiden mit Power-Eishockey in die Knie zu zwingen. Alle müssen an einen Strang ziehen und den Willen zeigen, damit wir eine maximale Ausbeute an Punkten holen“, formuliert Bernd Wucher, Erster Vorsitzender der EV Lindau Islanders, die Erwartungen der Vorstandschaft an das doppelte Aufeinandertreffen gegen die Blue Devils. Das zweite Spiel des Wochenendes beginnt am Sonntag, 9. Februar, um 18.30 Uhr bei den Oberpfälzern.

Die hatten Anfang Januar die Teilnahme an der Meisterrunde erst am letzten Spieltag der Hauptrunde perfekt machen und als Tabellenzehnter im allerletzten Moment den ERC Bulls Sonthofen hinter sich lassen können. Seitdem läuft es für die Weidener deutlich besser. Heimspielsiege wie jüngst gegen die Oberliga-Topteams aus  Rosenheim (5:2) und Deggendorf (4:3) ließen aufhorchen und standen Niederlagen, etwa gegen Selb (1:5), Regensburg (2:11), Riessersee (4:5) oder zuletzt gegen Peiting (2:5), gegenüber. Topscorer bei den Oberpfälzern ist unangefochten Tomas Rubes, der bislang 27 Tore und 34 Vorlagen beisteuerte. Als der Klassenerhalt in trockenen Tüchern war, wurde der Vertrag mit Blue-Devils-Headcoach Ken Latta postwendend um ein weiteres Jahr verlängert und zudem der Kader punktuell verstärkt. Neu an Bord in Weiden ist der tschechische Kontingentstürmer und Ex-Jugendnationalspieler Tomas Knotek (30), der zuvor bei den Eispiraten Crimmitschau (DEL2) einen Tryout-Vertrag bekommen hatte. Ebenfalls neu verpflichtet wurde das Verteidiger-Talent Filip Hadamczik (19), den es von der Red-Bull-Salzburg-Eishockeyakademie in die Oberpfalz zog.

In Lindau reagiert man auf die personellen Verstärkungen des nächsten Gegners und direkten Konkurrenten im Kampf um die Play-off-Teilnahme gelassen. „Natürlich haben wir den Transfermarkt auf der Suche nach Neuverpflichtungen im Sturm und der Verteidigung beobachtet und hatten hierzu auch Kandidaten zum Probetraining eingeladen. Doch hat sich daraus für den EV Lindau mit seinen finanziellen Möglichkeiten leider nichts ergeben, um am Kader nochmals etwas zu verändern“, sagt Bernd Wucher. Zumal man der jungen Mannschaft vonseiten der Vorstandschaft, mit Blick auf die „Mission Playoffs“, bereits vor Beginn der Meisterrunde das absolute Vertrauen ausgesprochen habe und darüber hinaus mit Nachverpflichtungen keine zusätzliche Unruhe in den bestehenden Kader hineinbringen wollte. „Unsere Spieler hatten in der Hauptrunde tolle Leistungen gezeigt. Wir haben ein Perspektiventeam, das tolles Potenzial hat“, so Wucher. Daran ändere auch die langfristige Verletzung von Jan Hammerbauer nicht. „Die Nachbesetzung wollen wir über das Kollektiv kompensieren.“


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