EV Lindau Islanders starten mit Derby in Sonthofen in die OberligaHeimauftakt gegen Weiden

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Es ist ein schnelles Wiedersehen zischen den alten Rivalen, denn im Rahmen der Saisonvorbereitung traten die Islanders schon einmal im Allgäu an und wurden dabei mit 1:5 ziemlich auseinandergenommen. ’Das war zwei Drittel lang ein schlechter Auftritt von uns, danach wurde es aber etwas besser“, sagt EVL-Trainer Dustin Whitecotton über den misslungenen Test. Auf der anderen Seite weiß man aber auch, dass gerade die Vorbereitungsspiele nicht überbewertet werden dürfen. Bestes Beispiel dafür: Das 12:0 gegen die Eisbären Heilbronn bei der Generalprobe letzten Sonntag in der Eissportarena, das gegen einen stark ersatzgeschwächten Regionalligisten zustande kam, aber wenigstens gut für das Selbstvertrauen der Stürmer war.

’Es geht nicht um die Ergebnisse, sondern darum, dass sich die Automatismen einspielen“, sagt der Kanadier. Inwieweit dies schon beim ersten Spiel schon zur Gänze erreicht sein kann ist offen, ’denn so richtig weiß ja am ersten Spieltag keiner, wo er steht“, sagt der sportliche Leiter der Islanders, Bernd Wucher. Dies sei bei den Lindauern umso mehr der Fall, da die Mannschaft aufgrund der erheblichen Probleme bei der Eisbereitung nur unter erschwerten Bedingungen trainieren konnte. Aufgrund von Arbeiten an der Kälteanlage musste zum Beispiel das Training am Dienstag sogar ausfallen.

Soweit es möglich war, stand das Finetuning im Mittelpunkt der letzten Trainingseinheiten. Gerade in Überzahl hatten die Lindauer Nachholbedarf, kassierten sie doch in der Vorbereitung einige Tore. ’Hier sollte ja das erzielen von Treffen und nicht das Verhindern von Gegentoren im Mittelpunkt stehen“, witzelte Whitecotton — also sei beides entsprechend geübt worden.

Mit der Grundstruktur seiner Mannschaft ist der Trainer zufrieden. Der neue, temporeiche, aggressive Stil erfordert sicherlich im Umschalten von Angriff auf Abwehr noch mehr Abstimmung, ist für die Zuschauer aber attraktiv anzusehen. Erfreulich ist dabei unter anderem die gute Frühform von Youngster Tim Brunnhuber, die mit der Einladung zum nächsten Test der U20-Nationalmannschaft bei Red Bull Salzburg honoriert wurde. Auch der ebenfalls erst 18 Jahre junge Torhüter Nils Velm machte mit guten Leistungen auf sich aufmerksam.

Tragen müssen werden das Lindauer Spiel aber erfahrenere Cracks, einerseits die Spieler, die seit Jahren das Gerüst der Islanders bilden, andererseits natürlich das Import Duo Dylan Quaile und Charlie Adams. Quaile hat sich bereits als Quarterback in der EVL- Defensive hervorgetan, Adams dagegen noch leichte Abstimmungsprobleme mit seinen neuen Nebenleuten. ’Da mache ich mir aber keine Sorgen“, sagt EVL- Präsident Marc Hindelang. ’Die Nordamerikaner sind Wettkampftypen und legen eine Schippe drauf, sobald es ernst wird.“

Dies wird auch nötig sein, denn Adams trifft gleich im amerikanisch/kanadischen Duell auf ERC- Topscorer Chris Stanley. Der 37jährige mit DEL2- Erfahrung zeigte sich vergangene Saison mit 67 Punkten (34 Tore) in 56 Spielen als absoluter Leader und traf auch im Vorbereitungsspiel gegen den EVL. Stanley und der während der Saison aus der DEL2 zu den Bulls gewechselte Fabio Carciola (15 Punkte in 21 Spielen) waren neben dem überragenden Torhüter Patrick Glatzel (er kam im Dezember aus Schönheide) die wesentlichen Faktoren dafür, dass die Allgäuer im Endspurt noch die Play- Offs erreichten und dort sogar bis ins Halbfinale durchstarteten, was die Frage nach der Favoritenrolle am Freitag erübrigt.

Fluch der guten Tat: Im Allgäu erwarten die Fans nun von Heiko Voglers Team zumindest erneut die Play- Off Teilnahme und dies nicht auf den letzten Drücker. Ein Fehlstart wie in der vergangenen Spielzeit steht bei den schwarz-gelben nicht auf der Agenda. Vor allem nicht, da man die Strukturen mit der Auslagerung des Spielbetriebs in eine Gesellschaft professionalisiert hat. Auch die Lindauer Fans werden das erleben, denn in der Eissporthalle an der Hindelanger Straße wird ab dieser Saison bargeldlos bezahlt, man muss sich erst ein Guthaben auf die ’Bulls- Karte“ laden. Aber sollten die Islanders in Sonthofen punkten, ist Nachladen durchaus möglich, um auf einen solchen Erfolg anzustoßen. Für die Daheimgebliebenen gibt es einen Liveticker, der über evlindau.com erreichbar ist.

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