EV Lindau Islanders legen im Halbfinale vor5:1-Sieg gegen Miesbach

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Geduld war angesagt für die 507 Zuschauer in der Eissportarena Lindau. Denn nicht nur der Gegner aus Miesbach kam wegen einer Vollsperrung auf der A96 später zum Spiel, auch die Schiedsrichter waren vom Verkehrschaos bei der Anreise betroffen. So begann die Partie zwar mit 40minütiger Verspätung, aber die beiden Mannschaften schienen Versäumtes gleich nachholen zu wollen. Von Anfang an boten sich beide Mannschaften ein offenes Spiel, in dem zunächst einmal die beiden Torhüter, Timon Ewert (TEV) und Korbinian Sertl (EVL) im Blickpunkt standen und gleich gut beschäftigt wurden.

Ein Tor fiel dann nach sieben Minuten bereits – es musste aber schon ein verdeckter Schuss von der blauen Linie her, um Gästekeeper Ewert zu überwinden. Absender war mit Sebastian Koberger der Mann, der schon am Dienstag einen wichtigen Treffer im Viertelfinale erzielt hatte. Lange sollte die Freude nicht währen, denn eine knappe Minute später gelang dem TEV schon der Ausgleich, als Florian Gaschke einen Abpraller über die Linie drückte. Dennoch zogen aus diesen beiden Treffern die Lindauer mehr Energie und gestalten den Rest des ersten Durchgangs überlegen, auch wenn Miesbach durch Tom-Patrick Kimmels Pfostenschuss in der 13. Minute die beste Chance zur Führung hatte. Drei Minuten vor der Pause nutzten die Hausherren eine Druckphase zum 2:1. Michal Mlynek hatte die Scheibe erobert und an Andreas Farny weitergegeben, dessen genauen Querpass Jeff Smith einschoss. Bis zur Pause hatten die Lindauer noch zwei gute Möglichkeiten, aber Pfosten und Ewert verhinderten das 3:1.

Das holte Zdenek Cech dann nach 27 Minuten nach, als er per Bauerntrick einschoss. „Wir haben konsequenter gespielt und unsere Chancen besser genutzt“, benannte EVL- Geschäftsführer Sebastian Schwarzbart den wesentlichen Unterschied zwischen beiden Teams. Zwar bemühten sich die Miesbacher, um eine Verbesserung des Resultats, zwingende Möglichkeiten ergaben sich aber selten und wenn, war der starke Sertl gegen Stefano Rizzo und Jan Trojan zur Stelle. Auf der anderen Seite war auch das 4:1 möglich.

Für die Zuschauer blieb die Partie unterhaltsam, weil sie zwar nicht das verbissen umkämpfte Play- Off Niveau des Viertelfinals hatte, aber genau das beiden Teams Freiräume gab, die Ihnen Chancen ermöglichten. Weiter blieb es dabei, dass die Islanders konsequenter in ihrem Schaffen waren. „Man hat schon gesehen, dass wir im Rhythmus und dass die Spieler noch hungrig auf Siege sind“, sagte EVL- Vorsitzender Bernd Wucher. Zudem konnten die Lindauer noch ihre individuelle Klasse ausspielen, als sie zweimal bei vier gegen vier den Platz auf der Eisfläche ausnutzten. Blitzschnell ging es in der 54. Minute als die Scheibe über Philipp Haug und Andreas Farny zu Jeff Smith kam, der sich auf dem Weg zum 4:1 nicht stoppen ließ. Farny selbst war es dann, der seine starke Leistung mit einem sehenswerten Rückhandschuss zum 5:1 krönte. Aufgrund der zahlreichen Gästechancen fiel dieser Sieg zwar etwas zu hoch aus, verdient war er aber .

Tore: 1:0 (6:39) Koberger (J. Katjuschenko, Mikesz), 1:1 (7:26) Gaschke (Müller), 2:1 (16:26) Smith (Farny, Mlynek), 3:1 (26:59) Cech (Bigam, Klingler), 4:1 (53:45) Smith (Farny (Haug), 5:1 (57:31) Farny (Smith, Mlynek). Strafen: Lindau 10, Miesbach 8. Zuschauer: 507.

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