EV Lindau Islanders fehlt noch ein Sieg zum Klassenerhalt4:3-Erfolg gegen Schönheide

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Bis zur 38. Minute sah es wieder nach einer klaren Angelegenheit für ein Team aus. Denn bis zu diesem Zeitpunkt konnten sich die Lindauer dank ihres konsequenten Überzahlspiels einen 4:0 Vorsprung herausschießen. Mit dem ersten Tor der Gäste durch Martin Wenter, das ebenfalls im Powerplay fiel, ging bei den Lindauern das große Zittern los. Denn bei der Strafenverteilung, die nach einer halben Stunde unverständlicherweise nur noch die Islanders traf, war buchstäblich der „Wurm“ drin. Das brachte die Gäste mit zwei schnellen Toren im Schlussabschnitt durch Petr Kukla und Alexander Seifert binnen 85 Sekunden in der 42. und 43. Minute wieder voll ins Spiel und sorgte für Hochspannung in der Eissportarena. „Wir sind mit den schnellen Gegentoren nicht klar gekommen“, sagte EVL- Trainer Dustin Whitecotton, dessen Team mit großem Einsatz den Vorsprung aber über die Zeit brachte.

Zuvor waren es die Lindauer, die nach nervösem Beginn beider Mannschaften, die dieses dritte Spiel auf gar keinen Fall verlieren wollten, die ersten Akzente setzten. Es dauerte allerdings bis zur 10. Minute, ehe Sascha Paul einen gefährlichen Lupfer von der Seite knapp neben das Gästetor setzte. Danach war es das erste Überzahlspiel, das den Lindauern weiteren Schwung gab. In den zwei Minuten machten die Islanders zwar Druck, verfehlten aber das Tor von EHV- Keeper Florian Neumann mehrfach. Nur zwei Sekunden nachdem die Wölfe wieder komplett waren, „klingelte“ es aber im Kasten der Sachsen. Zdenek Cech hatte die Scheibe geschickt vor das Tor gebracht, von wo sie Simon Klingler förmlich über die Linie arbeitete. „Die Intensität war höher als in den ersten beiden Spielen. Das hat man auch in solchen Szenen gesehen“, sagte Whitecotton.

Nach dieser Befreiung eroberten sich die Gastgeber mehr Spielanteile und Chancen. Die beste hatte Jeff Smith in der 13. Minute, der nur ganz knapp vorbeischoss. Auf der anderen Seite machte sich Zdenek Cech verdient, der drei Minuten später rechtzeitig zur Stelle war, um ein Gästebreak zu stoppen. Danach stand wieder Jeff Smith im Blickpunkt. Scheiterte er in der 19. Minute noch an einem überragenden Reflex von Neumann, so war er zwei Sekunden vor Drittelende nach einem Pfostenschuss von Troy Bigham zu Stelle, um den Abpraller zum 2:0 im Tor unterzubringen.

Der Treffer fiel natürlich zu einem guten Zeitpunkt für den EVL. Den besseren Start ins zweite Drittel hatte aber Schönheide. Korbinian Sertl verhinderte in der 22. Minute den möglichen Anschlusstreffer. Den anschließenden Lindauer Angriff konnte dann wiederum Bigam nicht final verwerten.

Eine Schlüsselszene des Spiels ereignete sich in der 28. Minute. Adrian Sanwald musste nach einem Check gegen den Kopf von Jeff Smith mit einer Spieldauer- Disziplinarstrafe vom Eis, was die Lindauer gnadenlos ausnutzten. Während dieser Strafe zogen sie ein gekonntes Powerplay auf und erzielten zwei Treffer. Zunächst traf Cech mit einem Direktschuss auf Vorlage von Klingler zum 3:0 (29.). Drei Minuten später stand Smith goldrichtig, als er einen Pass von Farny nur noch zum 4:0 einzuschieben brauchte. Es war gleichzeitig aber auch die letzte Aktion von Smith, der durch die Nachwirkungen des Checks nicht mehr spielfähig war. Hinter seinem Einsatz am Sonntag steht ein dickes Fragezeichen.  

Möglicherweise sorgte dieser Ausfall für zu viel Unruhe bei den Islanders, die immerhin wieder auf Marco Miller und Philipp Haug bauen konnten. Die schnellen Tore von Schönheide hätten den Islanders fast einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber die Art und Weise wie sie sich wehrten, zeigte die Widerstandskraft des Teams.

Den Druck haben die Lindauer nun an Schönheide weitergegeben, das am Sonntag unbedingt gewinnen muss, um den Abstieg aus der Oberliga zu verhindern, während der EVL die ganz große Chance hat, die Serie bereits zu beenden. Für große Spannung ist also weiterhin gesorgt.

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