EV Landshut distanziert sich von Gewalt und HetzeAusschreitungen nach Eishockeyspiel in Deggendorf

EVL-Geschäftsführer Ralf Hantschke distanziert sich der EVL aufs Schärfste von jeglicher Gewalt und Hetze in den Stadien. (Foto: Christian Fölsner/EV Landshut)EVL-Geschäftsführer Ralf Hantschke distanziert sich der EVL aufs Schärfste von jeglicher Gewalt und Hetze in den Stadien. (Foto: Christian Fölsner/EV Landshut)
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Schlimme Randale bei einem Spiel der Oberliga Süd. Nach der Partie zwischen dem Deggendorfer SC und dem EV Landshut (4:2) am 19. Januar war es zu massiven Ausschreitungen gekommen.

Eine Gruppe von 30 bis 40 „Landshuter Hooligans“ (so der DSC in seiner Stellungnahme) griff etwas etwa 25 Deggendorfer Anhänger an. Sechs Deggendorfer wurden leicht verletzt. Ein Fan musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden, nachdem er am Boden liegend mehrere Tritte gegen den Kopf bekommen hatte. Die Polizei hat sieben Randalierer - alle aus der Landshuter Fangruppierung - vorläufig festgenommen. Die Kripo ermittelt wegen Landfriedensbruchs, Raubs und gefährlicher Körperverletzung.

Der DSC reagierte mit einer Mitteilung: „Leider wurde diesem Eishockeyfest von einigen Chaoten ein bitterer Nachgeschmack verpasst. Nach Rücksprache mit der Deggendorfer Polizei wurde uns mittgeteilt, dass die Landshuter Fans zwar zunächst noch von den Einsatzkräften ohne Probleme zu ihren Bussen und Fahrzeugen geleitet wurden. Etwa 30 bis 40 Landshuter Hooligans kehrten im Anschluss zurück, um auf noch etwa 25 friedlich am Außenkiosk feiernde Deggendorfer Fans loszugehen. Wir verurteilen dieses Verhalten aufs Äußerste und werden uns auch in Zukunft nicht damit abfinden, dass dies aus anderen Sportarten auch ins Eishockey getragen wird. Eishockeyfans sind faire Fans! Wir hoffen, dass die eingeleiteten Ermittlungsverfahren zu den richtigen Ergebnissen führen werden und dass solche gewaltorientierten Typen keinen Rückhalt in irgendeiner Eishockeyfanszene erhalten. Ausdrücklich betonen wollen wir, dass wir uns durch eine solche gewaltbereite Minderheit, das sehr gute Verhältnis zu unseren niederbayrischen Nachbarn nicht zerstören lassen. Auch die überwiegende Zahl der Fans aus Landshut, die stimmgewaltig, friedlich und fair ihre Mannschaft unterstütze, sind in Deggendorf auch in Zukunft herzlich willkommen. Was wir uns allerdings hier wünschen, ist eine klare Distanz zu gewaltbereiten Hooligans, denn nur so können wir gemeinsam an einem positiven Image des Eishockeys arbeiten.“

Nun äußerte sich der EV Landshut in einer Stellungnahme zu den Vorfällen. „Nach den Ausschreitungen vom vergangenen Freitag beim Spiel in Deggendorf sind die Ermittlungsverfahren noch nicht abgeschlossen. Deshalb wird sich der EV Landshut zum laufenden Verfahren nicht äußern“, erklärt der Landshuter Geschäftsführer Ralf Hantschke. Gleichzeitig distanziert sich der EVL aufs Schärfste von jeglicher Gewalt und Hetze in den Stadien (Banner, Flyer etc.) und ruft alle Fans zu Respekt und Fairness untereinander auf. „Bei aller sportlicher Rivalität, sollten diese beiden Aspekte immer im Vordergrund bleiben.  Es kann nicht sein, dass gewisse Gruppierungen unseren Sport als Plattform für Ihre gewalttätigen Zwecke missbrauchen. Deshalb stehen wir mit den Behörden in engem Kontakt und sagen Ihnen in Ihrer Arbeit und der Aufklärung die vollste Unterstützung zu," so Hantschke abschließend. Den verletzten Fans wünscht der EV Landshut weiterhin gute Besserung.