EV Füssen verliert zweimalTestspielniederlage gegen Landsberg und Peiting

Der EVF musste zwei Niederlagen einstecken. (Foto: EV Füssen)Der EVF musste zwei Niederlagen einstecken. (Foto: EV Füssen)
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Der EVF hat das Rückspiel gegen den HC Landsberg auf eigenem Eis mit 3:4 (1:1, 1:1, 1:1, 0:1) im Penaltyschießen verloren. Verliefen die ersten vierzig Minuten trotz Füssener Chancenplus noch ausgeglichen, so waren die Schwarz-Gelben im Schlussdrittel die klar überlegene Mannschaft, schafften es jedoch nicht, dies auch in die entsprechenden Tore umzuwandeln. Die Riverkings erzielten dagegen mit ihrer ersten nennenswerten Chance in diesem Abschnitt in der 58. Minute den glücklichen Ausgleich und setzten sich auch noch im Penaltyschießen durch.

Auf überschaubarem Niveau verlief das erste Drittel. Füssen hatte diesmal 17 Feldspieler am Start, die Gäste dagegen nur 13. Umgekehrte Vorzeichen also zum Hinspiel am Sonntag. Trainer Andreas Becherer testete neue Reihenzusammenstellungen, brachte Verteidiger Florian Simon im Sturm. Im Tor spielte diesmal Benedikt Hötzinger. Der EVF war zunächst die überlegene Mannschaft und gleich mit einer guten Chance zur Führung. Diese besorgte in der 4. Minute Dejan Vogl mit einem platzierten Schuss. Bei einem Powerplay konnte nicht nachgelegt werden, auf der Gegenseite scheiterte Rypar denkbar knapp. Marc Besl hatte danach bei einem Break die Chance zum zweiten Treffer, der Winkel war aber letztendlich zu ungünstig. Dafür nutzten die Gäste ihr erstes Powerplay durch Verteidiger Patrick Seifert zum Ausgleich. Hier agierten die Schwarz-Gelben trotz Unterzahl zu sorglos. Der Treffer gab den Riverkings Auftrieb und der Rest des Drittels verlief ausgeglichen.

Mit viel Schwung kam der EVF wieder aus der Kabine und kam nun in regelmäßigen Abständen zu Torchancen. Die Führung erzielte erneut der ehemalige Landsberger Dejan Vogl nach toller Überzahlkombination. In der Folge wurde es bereits versäumt, die Führung auszubauen. Als Füssen zur Hälfte des Spiels innerhalb von zwölf Sekunden zwei Strafen hinnehmen musste, nutzte der HCL die doppelte Überzahl prompt zum 2:2. Benedikt Hötzinger hatte beim Schlagschuss von Carciola keine Abwehrmöglichkeit. Wie schon in den ersten zwanzig Minuten kippte nach dem Gästetreffer das Spiel, und Landsberg hatte nun sogar die besseren Chancen zur Führung.

Gewohntes Bild dagegen im letzten Drittel, auch diesmal dominierte der EVF. Jentsch und Klein verpassten knapp, dann fälschte Nikita Naumann einen Schuss zum 3:2 ab. Payeur, Simon, Stocker, Velebny, Stauder, Naumann vergaben allesamt weitere Treffer, Deubler und Dropmann scheiterten gar am Pfosten. Wie aus dem Nichts nutzten die Gäste kurz vor Ende eine Abwehrschwäche des EVF zum Ausgleich durch Carciola und zwangen Benedikt Hötzinger in der letzten Minute auch noch zu zwei Paraden. Im Penaltyschießen traf zunächst Florian Stauder zur Führung, die Gäste verwandelten aber danach durch Trupp und Rypar, während Deubler und Naumann scheiterten. So ging der Sieg in diesem Testspiel letztendlich an Landsberg.

Auch der zweite Vergleich mit einem Oberligisten an diesem Wochenende verlief für den EVF negativ. Gegen den EC Peiting gab es auf eigenem Eis ein deutliches 0:6 (0:3, 0:2, 0:1). War der erste Abschnitt trotz des deutlichen Rückstands nach Chancen eigentlich noch ausgeglichen, so fanden die Schwarz-Gelben mit andauernder Spielzeit immer weniger Mittel gegen die souveränen Gäste.

Eine kurze Phase der Unkonzentriertheit auf Füssener Seite reichte Peiting, um innerhalb von vier Minuten mit 3:0 in Führung zu gehen. Dabei profitierten sie beim ersten Treffer durch Martin Hlozek von einer klaren Abseitsstellung, welche der Linienrichter übersah. Der EVF wirkte danach wie schon im letzten Spiel angeschlagen und war zu weit von den Gegenspielern weg. Nardo Nagtzaam konnte so unbedrängt mit Tempo ins Drittel fahren und auf 2:0 erhöhen. Nur 17 Sekunden später das gleiche Bild, diesmal verhinderte ein Foul den dritten Gegentreffer. Den fälligen Penalty verwandelte Peitings Neuzugang Hlozek aber doch noch zum 3:0. Erst langsam kamen die Schwarz-Gelben danach wieder ins Spiel und hatten vor allem bei zwei Überzahlspielen gute Chancen, Hechenrieder im Gästetor hielt aber alles.

Das Mitteldrittel begann der EVF mit viel Druck, im Powerplay traf Besl den Pfosten. Doch dann schwächte man sich selbst durch eine Strafe wegen Stockschlags im gegnerischen Drittel und einer weiteren wegen zu vielen Feldspielern. In doppelter Unterzahl verhinderte nun der Pfosten des EVF-Gehäuses einen Treffer, diesen besorgte aber schließlich Peitings Stürmerstar Nagtzaam nach einem Konter. Für die Schwarz-Gelben kam danach die große Chance zur Ergebniskorrektur, als sich der ECP innerhalb von zweieinhalb Minuten gleich vier Strafzeiten einfing. Hier vergaben Deubler, Stauder und Simon zunächst große Möglichkeiten, doch das Heimteam baute immer mehr ab, je länger das Powerplay lief. So ermöglichte man dem Gegner einen Konter in doppelter Unterzahl, fabrizierte selbst ein Icing und kam nicht einmal mehr in die Überzahlaufstellung. Kurz vor Ende des Abschnitts gab es für die Vorstellung entsprechend die Quittung, als zum dritten Mal Nagtzaam zum 0:5 einnetzte.

Die letzten zwanzig Minuten verwaltete der ECP das Ergebnis und konnte von Füssen nur noch selten unter Druck gesetzt werden. In der 43. Minute gab es wieder Penalty für die Gäste, Lukas Gohlke scheiterte aber. Eine der weiterhin regelmäßigen Strafzeiten auf beiden Seiten nutzte Ty Morris zum 0:6. Füssen versuchte zwar weiterhin zum Ehrentreffer zu kommen, blieb aber offensiv ohne Durchschlagskraft. Nach 56 Minuten gab es schließlich den dritten Strafschuss für Peiting, erneut vergab Gohlke. Es blieb am Ende beim klaren und verdienten 6:0 für die Gäste.


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