EV Füssen unterliegt den EisbärenFehlstart leitet 2:6-Heimniederlage gegen Regensburg ein

(Foto: EV Füssen) (Benedikt Siegert)(Foto: EV Füssen) (Benedikt Siegert)
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In Füssen profitierten sie freilich auch von einem Fehlstart der Gastgeber, nach noch nicht einmal fünf Minuten war die Partie mit dem 0:3 praktisch schon entschieden. Trotzdem gaben sich die Schwarz-Gelben nicht auf und gestalteten das Spiel bis zum Ende ziemlich ausgeglichen. Am verdienten Erfolg des EVR gab es aber natürlich nichts zu rütteln.

Bereits beim ersten Überzahlspiel überraschte Liga-Topscorer Richard Divis Füssens Goalie Benedikt Hötzinger mit einem Schuss ins kurze Eck. Eine Minute später fälschte Peter Flache einen Schlenzer von der blauen Linie ins Tor ab, und als 32 Sekunden später Divis erneut die Scheibe ins Tor mogeln konnte, war der Arbeitstag für den diesmal glücklosen Hötzinger auch schon wieder vorbei. Nach der mit dem Wechsel auf Torhüter Maximilian Meier verbundenen Auszeit war der EVF besser im Spiel und konnte eigentlich auch den Anschlusstreffer erzielen. Doch trotz frei liegender Scheibe pfiff der Schiedsrichter zuvor ab. In der 10. Minute scheiterte Meier aus kurzer Distanz, das war es aber auch schon mit den Füssener Chancen. Die starken Gäste verwalteten das Spiel, während der EVF an diesem Abend nicht die Kraft zu haben schien, den nötigen Druck aufbauen zu können.

Ins zweite Drittel startete Füssen mit viel Schwung, doch auch diesmal saß bereits der erste Torversuch der Eisbären. Divis zeigte seine Klasse mit einem tollen Handgelenkschuss und seinem dritten Tor. 40 Sekunden später ließ sich die heimische Abwehr düpieren und Erik Keresztury konnte zum 0:5 einschießen. Gleichzeitig erhielt Quirin Stocker auch noch eine Strafzeit, Auftakt für eine wahre Flut an Hinausstellungen. Nur kurz darauf erwischte es Florian Simon, gleichzeitig erhielten die Gäste auch noch einen Strafschuss, bei welchem Meier Sieger gegen Herrmann blieb. Innerhalb von fünf Minuten mussten dann vier Regensburger auf die Strafbank, später erwischte es auch noch Divis, der zusätzlich eine Disziplinarstrafe aufgebrummt bekam. In dieser Phase machte der EVF zu wenig aus seinem Powerplay, hatte gleich dreimal für kurze Zeit zwei Mann mehr auf dem Eis, traf hier aber selbst das leere Tor nicht. Erst in der 37. Minute war Ondrej Zelenka zum 1:5 erfolgreich.

Ins Schlussdrittel startete Füssen mal wieder in Unterzahl, weil bei einem Gerangel nur Payeur bestraft wurde, nicht aber sein Gegenspieler. Die wurde zwar überstanden, fünf Sekunden später konnte Constantin Ontl aber doch noch das 1:6 markieren. Zehn Minute vor Spielende fälschte Dejan Vogl in Überzahl einen Schuss zum 2:6 ins Netz ab, dabei blieb es auch, weil dieser Abschnitt deutlich ereignisarmer verlief und beide Mannschaften defensiv nichts mehr zu ließen. Durch den Auswärtssieg verbesserte sich Regensburg auf den siebten Tabellenplatz, der EV Füssen bleibt Dritter.

Trainer Max Kaltenhauser (Regensburg): „Wenn man frühe Tore machen kann, spielt es sich danach immer leichter. Davon haben wir heute profitiert. Kompliment aber auch an Füssen, das ist eine starke Mannschaft mit einer vorgegebenen Taktik, die sehr gut umgesetzt wird. Wir mussten auch mit der deutlichen Führung bis zum Ende aufpassen.“

Trainer Andreas Becherer (Füssen): „Regensburg war bereits im Hinspiel sehr stark, mir war klar, dass sie nach dem Trainerwechsel noch besser sein werden. Die Niederlage heute ist kein Beinbruch, wichtig war es, dass wir nach dem Fehlstart trotzdem bis zum Schluss alles gegeben haben, so kann jeder noch in den Spiegel schauen. Die Tabellensituation ist schön, aber wir können das schon richtig einordnen. Wir wissen wo wir herkommen und mit welchem Budget wir arbeiten.“


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