EV Füssen patzt in der Defensive 6:7 gegen Weiden

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Die Gäste hatten kein Dutzend zwingender Torchancen, durften aber sieben Treffer auf ihrem Konto verbuchen. Die ersatzgeschwächten Füssener, bei denen neben den Förderlizenz- sowie den eigenen DNL-Spielern auch die verletzten Landerer, Wiedemann, Klein, Krötz und Hötzinger fehlten, scheiterten an einer schwachen Chancenverwertung sowie einer Defensivleistung, bei welcher der für die verletzten Hötzinger und Jorde (Letzterer erstmals seit November zumindest wieder als Backup aufgestellt) eingesetzte Maximilian Meier leider auch des Öfteren sehr unglücklich agierte.

Bereits nach 30 Sekunden düpierte der EVF in Person von Manfred Eichberger die Gästeabwehr zum 1:0. Nur drei Minuten später rollte die Scheibe bei einem eigentlich schon gehalten erscheinendem Schuss von Siller zum 1:1 über die Torlinie. Apropos Linie: Diese ließ der Schiedsrichter über die gesamte Spielzeit komplett vermissen, klarste Fouls wurden nicht gepfiffen, Strafzeiten herbei konstruiert. In der Folge scheiterte Vogl zweimal völlig frei vor dem gegnerischen Tor, ehe Martin Guth das fällige 2:1 markieren konnte. Eine völlig überzogene Strafe brachte die Füssener kurz darauf in Unterzahl, und hier rutsche erneut die Scheibe zum 2:2 durch, als Torschütze wurde Habermann benannt. Im ersten Powerplay des EVF krachte der Puck durch Dropmann zunächst an den Pfosten, eine halbe Minute später erzielte Marco Deubler doch noch die hochverdiente Führung.

Im zweiten Drittel wurde dann von der Spielleitung von großzügig auf sehr streng umgestellt, leidtragend waren hier zunächst die Blue Devils. Eine doppelte Überzahl nutzte Lubos Velebny zum 4:2. Danach hatten die Füssener genügend weitere Überzahlchancen, um das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Es sollte anders kommen. Mit der ersten Chance der Gäste in diesem Abschnitt konnte Clayton in der 29. Minute aus spitzem Winkel sofort treffen, dem Spielverlauf entsprach das überhaupt nicht. Füssen antwortete nur zwei Minuten später mit einem von Eric Nadeau abgefälschten Schuss aber zum 5:3. Sicherheit brachte das wieder keine, weil erneut Habermann kurz darauf die Scheibe zum vierten Gästetreffer ins Tor stochern konnte. Danach verpassten Guth und Nadeau zwei große Möglichkeiten auf den sechsten Treffer, aber auch die Blue Devils tauchten in der 39. Minute erstmals gefährlich vor dem Füssener Tor auf, scheiterten aber an Maxi Meier.

Letzter Abschnitt. Ein paar Strafzeiten gefällig, um die Spannung zu erhöhen? Bitte schön. Eichberger und Schulz berühren den Gegner, doppelte Unterzahl. Rubes schiebt zum 5:5 ins leere Tor ein. Die zweite Strafzeit wird überstanden. Dann geht ein Weitschuss an den Oberkörper des Füssener Goalies, die Scheibe fällt in hohem Bogen hinter ihm auf das Eis und kullert über die Linie – 5:6. Mit dem nächsten Angriff jagt Sam Payeur die Scheibe an den Pfosten. Es folgt die letzte Überzahl der Füssener und prompt auch der Ausgleich durch Marco Deubler zum 6:6. Danach verfehlte der EVF mehrmals die erneute Führung, sogar das völlig freie Tor konne nicht getroffen werden. Ab der 56. Minute ging es für die Schwarz-Gelben dann fast durchweg in Unterzahl. Die Richtlinie wurde jetzt wieder deutlich erhöht. Rubes sieht viel freies Netz unter der Torlatte und trifft dieses auch zum 6:7. In Unterzahl lässt sich der Torhüter natürlich schlecht gegen einen zusätzlichen Feldspieler ersetzen, erst 34 Sekunden vor Ende gelingt das dem EVF, nachdem Velebny's Schuss vorbeigerauscht ist war der glückliche Dreier den Gästen aber sicher.

Trainer Ken Latta (Weiden): „Füssen ist das Überraschungsteam der Liga und Andi (Becherer) der Überraschungstrainer, mein Kreuz bekommt er bei der Wahl zum Trainer des Jahres. Füssen hat es uns heute schwer gemacht, wir hatten am Ende Glück mit den Schiedsrichterentscheidungen. Wir konnten das Spiel drehen und dann verdiente drei Punkte holen.“

Trainer Andreas Becherer (Füssen): „Danke für das Kompliment, bei verdient muss ich aber widersprechen. Dieses Spiel dürfen wir niemals verlieren. Offensiv waren wir sehr gut, haben darüber aber manchmal die Defensive vergessen, das darf uns so nicht passieren. Vielleicht war das heute eine Art Hallo-Wach-Gong, aber das Spiel müssen wir einfach gewinnen. Wir haben eine Linie, zu den Schiedsrichterleistungen eigentlich nichts zu sagen, aber heute muss ich es einfach: Hilfe, ohne jegliche Struktur war das katastrophal.“

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