EV Füssen kämpft den Tabellendritten nieder3:2-Sieg gegen den ECDC Memmingen

(Foto: EV Füssen) (Benedikt Siegert)(Foto: EV Füssen) (Benedikt Siegert)
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Vor stimmungsvoller Kulisse begann das Heimteam mit enormem Druck und Tempo. Zielte Eichberger in der dritten Minute noch knapp vorbei, so traf eine Zeigerumdrehung später Lubos Velebny zum 1:0. Füssen drückte, Memmingen fabrizierte offensiv zunächst nur Icings. Dennoch konnten die Indians in der sechsten Spielminute mit ihrem allerersten Torschuss ausgleichen. Das Füssener Eigengewächs Julian Straub nutzte die Chance nach einem Konter. Bitter, denn zu der Situation war es nur gekommen, weil ein klares Foul an einem Füssener im Angriffsdrittel nicht geahndet wurde. Der EVF ließ sich aber nicht beirren und drückte zunächst weiter. Deubler und Hofmann scheiterten, auf der Gegenseite hatten aber auch Voigt und Miller erste vergebene Möglichkeiten für Memmingen. In der 16. Minute vergaben nach einem Abwehrfehler der Gäste nacheinander Payeur, Vogl und Eichberger. Die erneute Führung lag förmlich in der Luft, und schließlich war es Tobias Meier, der zum verdienten 2:1 einschoss (19.). In Überzahl wäre Marc Besl beinahe sogar noch der dritte Treffer gelungen.

Auch im zweiten Drittel bekämpften sich beide Teams intensiv, es ging nun hin und her. Martin Guth scheiterte am Innenpfosten, Brad Snetsinger am fehlerfreien Benedikt Hötzinger. Sam Payeur verzog bei einem Konter knapp, im Gegenzug wurde eine Strafzeit gegen den EVF ausgesprochen. Diese nutzte Marvin Schmid (offiziell wurde Fabian Voit als Torschütze angegeben) nach nur 21 Sekunden Powerplay und schöner Kombination zum Ausgleich. In der Folge verloren die Schwarz-Gelben etwas den Faden, kamen aber in der 35. Minute zu einem Überzahlspiel. Hier scheiterte zunächst Dejan Vogl aussichtsreich, dann aber gab Lubos Velebny zum zweiten Mal an diesem Abend seine Visitenkarte bei Indians-Goalie Jochen Vollmer ab – 3:2. Im Anschluss drückten die Maustädter vehement auf den Ausgleich, die Füssener Abwehr musste Schwerstarbeit leisten. Durch eine umstrittene Strafzeit wegen zu vielen Feldspielern geriet das Heimteam auch noch in Unterzahl, hielt aber die Führung bravourös.

Im letzten Abschnitt scheiterte Tobias Meier knapp bei einem Konter, Marc Hofmann traf die Latte, der Versuch von Marius Klein wurde gehalten. Füssen machte jetzt wieder Druck, Memmingen musste zwei Strafzeiten ziehen. Doch trotz großer Chancen gelang dem EVF der vorentscheidende vierte Treffer nicht, und wieder komplett leitete ein gehaltener Konter von Miettinen die Schlussoffensive der Gäste ein. Als in der 50. Minute Quirin Stocker auf die Strafbank musste, erwehrten sich die Füssener erfolgreich. Die beste Phase hatten die Indians in der 56. Minute, als sie trotz läuferischer Unterlegenheit nochmals alles versuchten. Voit, Snetsinger und Böhm fanden aber ihren Meister in Benedikt Hötzinger, dem Fels in der Brandung. Auf der anderen Seite verfehlte Meier knapp das vierte Tor. Gäste-Trainer Sergej Waßmiller tauschte in der letzten Minute noch seinen Torhüter für einen zusätzlichen Feldspieler, doch eine Ausgleichschance ergab sich nicht mehr, Füssen hatte sich die drei Punkte mit großem Einsatz verdient.

Trainer Sergej Waßmiller (Memmingen): „Das war heute ein richtiges Kampfspiel, die Mannschaften haben sich nichts geschenkt. Im zweiten Drittel hatten wir mehr Chancen, es hat aber nicht gereicht für uns. Wir sind in der Defensive unterbesetzt, haben junge Spieler, ich kann da keinen Vorwurf machen, alle haben hart gearbeitet. Füssen ist eine organisierte, sehr gute und schnelle Mannschaft.“

Trainer Andreas Becherer (Füssen): „Die Zuschauerkulisse war super, die Stimmung im Stadion hat uns beflügelt. Zuletzt haben wir dreimal gute Leistungen gezeigt, heute hat es endlich mit einem Sieg geklappt. Wir dürfen nicht vergessen woher wir kommen, haben wohl den kleinsten Mannschaftsetat der Liga. Mich freut es riesig für die Jungs, dass sie sich heute für ihre harte Arbeit mit drei Punkten belohnt haben.“

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