EV Füssen hält Lindau durch ein 3:2 auf DistanzEin reines Kampfspiel

(Foto: EV Füssen)(Foto: EV Füssen)
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In Füssen wusste man, dass Lindau nach dem Trainerwechsel und Siegen gegen Deggendorf und Peiting ganz anders auftreten würde als noch im Hinspiel. Beide Teams agierten zunächst eher abwartend, die Folge waren in den ersten zehn Minuten nur jeweils eine Torchance durch Norris für die Gäste und Zelenka für den EVF. Als Lindau ein Abstimmungsfehler im eigenen Drittel unterlief, nutzte Manfred Eichberger die Möglichkeit zur 1:0-Führung. Zwei Minuten später rettete Benedikt Hötzinger mit einer tollen Parade gegen den freien Klingler, nachdem zuvor eine klare Abseitsposition nicht geahndet wurde. Durch zu viele Füssener Feldspieler kam der EVL auch erstmals ins Powerplay, Hötzinger war aber auch hier nicht zu überwinden. Auf der anderen Seite konnten auch die Schwarz-Gelben eine Überzahl nicht nutzen, nachdem zuvor Quirin Stocker und Jan Hammerbauer aneinander geraten waren.

Im zweiten Abschnitt machte Füssen zunächst das Spiel, hatte durch Geburtstagskind Tobias Meier bei einer weiteren Überzahl eine sehr gute Nachschuss-Chance. Kaum wieder komplett konterten die Islanders jedoch zweimal brandgefährlich. Als auch sie eine Strafe wegen zu vielen Feldspielern hinnehmen mussten, vergab Dejan Vogl die große Möglichkeit zum 2:0. Als dann in der 28. Minute eine Strafe gegen Manfred Eichberger ausgesprochen wurde, wendete sich das Spielgeschehen zu Gunsten der Gäste. Der EVF überstand die Unterzahl zwar schadlos, ließ sich danach aber immer mehr in die Defensive drängen. Folgerichtig gelangen den Islanders auch zwei zwar sehr glückliche, da jeweils abgefälschte, jedoch auch verdiente Treffer. Zwischenzeitlich hatte Martin Guth aber ein Überzahltor für Füssen gemacht, so dass es nach 36 Minuten 2:2 hieß. Nun wollten die Gäste sofort nachlegen, liefen aber keine Zeigerumdrehung später in einen Konter des EVF, den Marco Deubler gekonnt zur erneuten Führung abschloss.

Dass Lindau nun alles reinwerfen würde, zeigte sich im letzten Drittel bereits nach vier Sekunden, als man einen Füssener vom Bully weg unkorrekt anging. Im Powerplay verpasste Sam Payeur gleich zweimal den vierten Treffer, kaum komplett musste Florian Simon bei einem Konter in höchster Not klären. Danach hatten beide Teams bei Strafzeiten die große Chance zur Ergebniskorrektur. Maxi Dropmann verzog jedoch sehr knapp, auf der anderen Seite traf Rob Chaumont die Latte. Das hart umkämpfte Spiel ging in die Schlussphase, wo Tobi Meier nochmals die Vorentscheidung verpasste. Lindau versuchte es nun mit einem zusätzlichen Feldspieler, doch die Füssener verteidigten mit allem was zur Verfügung stand. Zwanzig Sekunden vor Spielende ließ sich Gästespieler Florian Lüsch zu einem heftigen Stockschlag hinreißen und wurde völlig zurecht mit einer Spieldauerstrafe belegt. Da Lubos Velebny die Gelegenheit für ein paar klärende Worte ergriff, hatte der EVL nochmals die Chance zum Ausgleich durch ein Bully im Füssener Drittel, die Abwehr um den starken Benedikt Hötzinger hielt jedoch bis zum Ende stand.

Trainer Franz Sturm (Lindau): „Heute hat der Schiedsrichter dem EV Füssen das Spiel gewonnen. Gratulation natürlich an den EVF, wir haben einen großen Kampf der beiden Mannschaften gesehen, der bis zum Ende auf Messers Schneide stand. Ich glaube, das Publikum hätte gerne mehr davon gesehen und sich auf eine Verlängerung gefreut.“

Trainer Andreas Becherer (Füssen): „Das einzig gute sind die drei Punkte für uns, mit der Teamleistung bin ich heute nicht zufrieden. Bei allem Respekt vor Lindau haben wir in zu vielen Phasen, wo wir die Partie eigentlich unter Kontrolle hatten, den Gegner durch ungenaues und schlampiges Spiel aufgebaut. So dürfen wir uns nicht präsentieren, da müssen wir in Zukunft cleverer werden.“


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