Es ist Leidenschaft gefordertERV Schweinfurt

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Wobei der jeweilige Gegner und sein Tabellenplatz eher zur Nebensache geraten, solange die Mighty Dogs nur wieder zu ihrem eigenen Spiel finden können. Ausreden bieten sich nicht mehr an, Jukka Ollila kann auf den vollen Kader zurückgreifen. Und der derzeit einzige Ausfall, Torwart Benni Dirksen, wurde erst durch Ole Swolensky und zuletzt durch Martin Fous sehr gut vertreten. Was bei vielen Spielern derzeit zu fehlen scheint, ist eher der selbstverständliche Glaube an die eigenen Fähigkeiten. Dass an diesem Wochenende keine vermeintlich „leichten“ Gegner warten, könnte es vielleicht gerade deshalb eine Chance sein, die Zweifel zu vergessen und sich einfach ins Spiel zu stürzen. „Leidenschaft über 60 Minuten und Kaltschnäuzigkeit im Abschluss dann ist eine Ehrenrunde durchaus drin“, drückt Manager Steffen Reiser das aus, was die Zuschauer von ihrer Mannschaft erwarten – und da war noch von keinem Ergebnis die Rede. Dass wir die Punkte dringend brauchen, steht ja außer Frage.

Der Hauptrundenerste der letzten beiden Jahre zeigt heuer nicht ganz die gewohnte Konstanz. Vier Niederlagen aus den letzten fünf Partien ließen Peiting doch etwas Abstand zur Spitze bekommen, vielleicht auch eine Folge der dünnen Personaldecke in der Abwehr – Trainer Peppi Heiß stehen nur 6 nominelle Verteidiger zur Verfügung. Aus dem Rahmen fiel vor allem das Debakel mit 0:7 in Füssen Ende Oktober. Allerdings scheint sich der ECP nun wieder etwas gefangen zu haben und entschied eine Partie im Doppelduell mit Tabellenführer Freiburg für sich. Keine Frage, dass die Verstärkungen für die Offensive nicht nur dem Namen nach welche sind, denn die neu verpflichteten Michael Fröhlich und Michael Baindl sowie der Rückkehrer Dominic Krabbat, allesamt aus der 2. Liga, bilden auch die Topscorer der Oberbayern. Dabei ist es keineswegs so, dass das Spiel nur an diesem Trio hängt; Leute wie Manfred Eichberger, Anton Saal oder der Ex-regensburger John Sicinski sorgen für die Ausgeglichenheit der Mannschaft, die sie in den vergangenen beiden Jahren ausgezeichnet hat. Mit Vorsicht ist besonders das Powerplay der Peitinger zu genießen: Nach selb liefern sie die erfolgreichsten Überzahlspiele der Liga ab.

Nach dem Weidener Höhenflug zu Beginn der letzten Saison scheint Bayreuth es den Devils als nächster Aufsteiger nachzumachen. Der Doppelschlag gegen Klostersee mit 6:0 und 5:0 hat die Tigers einen großen Satz nach oben machen lassen. Grundlage für den aktuell vierten Platz ist eindeutig die Heimstärke. Im „Tigerkäfig“ gab man aus 8 Spielen nur zweimal je 2 Punkte ab und holte 20 von 24 möglichen. Und obwohl Coach Sergej Waßmiller die Mannschaft personell gut aufgerüstet hat, sind es in der Offensive die Helden der Aufstiegssaison, die den Ton angeben: Stürmer wie Andreas Geigenmüller, Michal Bartosch oder Dennis Thielsch profitieren dabei von der Zuarbeit zweier erfahrener Abwehrrecken, Daniel Sevo (zuletzt Halle) und besonders dem Slowaken Jozef Potac. Als zweiter Kontingentspieler und Spielmacher wurde sein Landsmann Ivan Kolozvary (ebenfalls von den Saale Bulls) geholt. Marcel Juhasz verletzte sich nach seinem fünften Punktspiel und muss seitdem pausieren. Den Mut, die Festung Bayreuth zu stürmen, können sich die Mighty Dogs mit einem Blick auf die eigene Erfolgsliste machen: Am zweiten Spieltag rangen sie die Tigers im Icedome mit 4:3 nieder und holten damit ihren bisher einzigen Dreier.

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