Erleichterung beim EVF: Sascha Golts bleibtEV Füssen

Erleichterung beim EVF: Sascha Golts bleibtErleichterung beim EVF: Sascha Golts bleibt
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Eine äußerst wichtige Personalie, denn trotz seines Alters war der gebürtige Russe die letzten drei Jahre jeweils bester Torschütze und Scorer des EVF. Die Lechstadt Füssen und Sascha Golts – eine ungewöhnliche Geschichte, die nun ihre Fortsetzung findet. Im Jahre 1996 wechselte der etablierte russische Erstligaspieler zum ersten Mal von Metallurg Magnitogorsk an den Kobelhang, avancierte sofort zum Topscorer und bewies seine außergewöhnlichen Torjägerqualitäten. Drei Jahre später wiederholte sich der Wechsel, nachdem er in der Zwischenzeit mit Metallurg die Russische Meisterschaft sowie den Europapokalsieg feiern konnte. Mit 82 Toren in 53 Spielen schoss er den EV Füssen in der Spielzeit 1999/2000 in die Oberliga und spielte sich endgültig in die Herzen des schwarz-gelben Anhangs. Bei seinem Abschied versprach der deutschstämmige Stürmer damals, zum Ende seiner Karriere an den Kobelhang zurück zu kehren – ein Versprechen, welches er zehn Jahre später auch wirklich wahr machte. Nach über 500 Spielen in der höchsten russischen Liga u.a. für Vereine wie Dynamo Moskau, ZSKA Moskau, SKA St. Petersburg oder eben Magnitogorsk, einem Titel als Torschützenkönig und einer WM-Teilnahme als russischer Nationalspieler siedelte er im Sommer 2010 mit seiner Familie nach Füssen über. Ein absoluter Glücksfall für den EVF, verfügt der technisch beschlagene Stürmer doch über Erfahrungen wie kaum ein anderer Akteur in der Oberliga. So spielte er in Moskau schon zusammen mit Superstar Alexander Ovechkin, bei Witjas Tschechow mit ehemaligen NHL-Größen wie Chris Simon und Bryan Berard, oder bei Torpedo Nizhny Novgorod mit Michail Varnakov, dem Sohn des ehemaligen EVF-Stars Michail Varnakov Senior.

Dass er nichts verlernt hat, bewies Sascha Golts in den vergangenen drei Spielzeiten in der Oberliga Süd dann eindrucksvoll. In jedem dieser drei Jahre war er nicht nur der herausragende Scorer der Leoparden. 2010/11 war er sogar bester Scorer und Torschütze der gesamten Liga, letzte Saison erzielte er immer noch die drittmeisten Treffer. 35 Tore waren es in 41 Spielen, dazu kommen noch 28 Torvorlagen des Angreifers mit der großen Übersicht auf dem Eis. Für „seinen“ EV Füssen hat er in insgesamt 228 Meisterschafts- und Pokalspielen bislang 252 Tore und 206 Assists verbucht – herausragende Zahlen, welche den Wert des Ausnahmestürmers deutlich hervorheben.

Nur wenige Spieler sind in Füssen so beliebt wie der bescheidene Deutsch-Russe, der mit seiner sympathischen Art auch abseits des Eises punktet und in der Kabine ob seiner professionellen Einstellung auch bei den jungen Cracks hohes Ansehen genießt.

Selbstredend, dass Sascha Golts auch bei den Verantwortlichen auf der Wunschliste ganz oben stand, und die Erleichterung nun groß ist, dass der Linksaußen die Schlittschuhe noch nicht an den berühmten Nagel hängt, sondern weiterhin für Schwarz-Gelb auf Torejagd geht.


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