Erfolgreiche Revanche der Selber Wölfe gegen Regensburg4:2-Sieg für den VER

Die Selber Wölfe setzten sich im Topspiel gegen den EV Regensburg durch.  (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)Die Selber Wölfe setzten sich im Topspiel gegen den EV Regensburg durch. (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)
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„Mein Team hat 60 Minuten hart gekämpft, war von der ersten Sekunde an bereit und wir haben aus meiner Sicht verdient gewonnen“, so ein hochzufriedener Wölfe-Coach Hohenberger nach dem Spiel. Die Wölfe-Erfolgsgaranten: tolle Defensivarbeit um einen enorm starken Goalie Weidekamp sowie zwei treffsichere Stürmer mit Doppelpack: Topscorer Miglio mit seinen Saisontreffern 27 und 28 sowie Neuzugang Boiarchinov zweimal beim Heimdebüt.

Gelingt die Wölfe-Revanche für die 2:3-Saisonauftaktniederlage? Nach 20 Minuten im jüngsten Vergleich gegen den letztjährigen Meister sah es nicht danach aus, mit einem knappen 0:1 ging es für Selb in die Pause. Vorausgegangen war ein durchaus unterhaltsames und ausgeglichener Spielabschnitt. Wölfe-Coach Hohenberger hielt an seiner Torhüterrotation fest – Weidekamp stand zwischen den Pfosten. Der 23-Jährige hatte auch gleich gut zu tun – bei einem Wölfe-Unterzahlspiel durfte er sich mehrmals auszeichnen, einmal rettete die Querlatte für ihn. Nach verhaltenem Beginn nahm die Partie noch mehr Fahrt auf, nun waren es die Hausherren, die dem ersten Treffer der Partie sehr nahe kamen. Bei einem 52-sekündigen 5:3-Überzahlspiel roch es nach einem Wölfe-Treffer, die Gäste enorm unter Druck, Hammerbauer gegen Berger, Slavetinskys Distanzschuss rettete der Pfosten und Miglio brachte die Scheibe am bereits liegenden Eisbären-Goalie nicht im Tor unter. Offensive Glanzlichter setzten beide Mannschaften nur selten. Bei Selb machte sich bemerkbar, dass aufgrund der Ausfälle von Deeg, Gelke und auch Miculka Umstellungen nötig waren, zudem waren auch die Defensivreihen beider Seiten hellwach. Es war den Eisbären vorbehalten, in Führung zu gehen, begünstigt von einem abermaligen Wölfe-Wechselfehler, der eine Strafzeit nach sich zog. Gulda traf humorlos mit Gewalt von der blauen Linie – Weidekamp ohne Chance.

Temporeicher Beginn, ein Pfostentreffer, beinahe ein Tor in Unterzahl – und das alles innerhalb von 120 Sekunden nach Wiederbeginn. Die Wölfe kamen mit viel Dampf aus der Kabine. Gare fälschte einen Schuss gefährlich ab, gefährlicher aber die Gegenseite. Keresztury traf nur den Pfosten. Tiefes Durchschnaufen dann bei den Gästen, als Miglio (in Unterzahl) in letzter Sekunde von Berger gestoppt werden konnte. Rasante 120 Sekunden – danach war etwas die Luft raus, das Spiel zerfahren. Die Eisbären hatten etwas mehr Scheibenbesitz, aber Selb hatte seine Lebensversicherung namens Miglio. Der US-Boy hatte den richtigen Wachrüttler parat – per Rückhand traf er zum 1:1-Ausgleich. Ein Treffer, der den Wölfen guttat, die Selber kamen nun offensiv besser zur Geltung, aber treffsicherer waren die Donaustädter. Divis schloss einen Bilderbuchkonter zur erneuten Führung für seine Farben ab. „Wir werden in den kommenden Trainingseinheiten das Wechseln üben“, flachste Hohenberger bei der Pressekonferenz. Nicht ohne Grund, denn abermals zog sein Team eine Strafzeit für einen nicht regelkonformen Wechsel. Drohte erneut Ungemach? Ja, aber für die Gäste, denn erneut schlug Miglio eiskalt zu und besorgte in Unterzahl, als er Berger die Scheibe trotz Bedrängnis durch die Schoner schoss, den 2:2-Ausgleich. In einer von den Wölfen dominierenden Schlusssequenz retteten sich die enorm unter Druck gesetzten Gäste in die Pause, Gare verpasste haarscharf die mögliche Führung.

Mit richtig viel Feuer, mehr Checks und Zweikämpfen als in den vorherigen 40 Minuten ging es in den Schlussabschnitt. Die Hausherren dabei mit dem besseren Start. Geisberger, von Schiener super bedient und Silbermann aus der Distanz, Slavetinsky und Verelst fälschen zweimal ab. Die Wölfe investierten mehr gegen die Eisbären, die dem hohen Tempo etwas Tribut zollten und belohnten sich. In Überzahl netzte Neuzugang Boiarchinov zum 3:2 ein. Die Vorentscheidung? Nein, noch war viel Zeit auf der Uhr, die Eisbären stemmten sich mit wütenden Angriffen dagegen, aber mit vereinten Kräften, Schüsse blockend, hielten die Wölfe die anrennenden Gäste weg vom Tor. Hochdramatisch war die Schlussphase, eine Nervenschlacht zweier Teams auf Augenhöhe. Zuerst die Eisbären, die bei einer 4:3-Überzahl die Chance auf den Ausgleich verpassten. Wie´s besser geht, zeigte der Wölfe-Neuzugang Boiarchinov. 104 Sekunden vor Ende versetze er den Regensburgern den endgültigen K.o. und traf ins obere rechte Eck zum 4:2-Endstand.


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