ERC Sonthofen qualifiziert sich vorab für die Play-offsBulls besiegen Waldkraiburg mit 5:3

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Gleich zu Spielbeginn war der Mann zwischen den Pfosten der Bulls gefragt, denn er musste schon nach wenigen Sekunden eine hundertprozentige Torchance der Gastgeber zunichtemachen, doch auf die Krake war Verlass und ein früher Rückstand abgewendet. Sonthofen dominierte das Spiel schnell und punktete mit einem echten Angriffs-Dreamteam: Marc Sill der Torschütze zum 1:0 und 2:0 für Sonthofen in der 7. und 14. Spielminute, jeweils nach Vorlagen von Maximilian Hadraschek und Marco Sternheimer. Doch gegen die schnelle Entscheidung hatte der Waldkraiburger Max Kaltenhauser etwas einzuwenden. In der 17. Spielminute besorgte er den Anschlusstreffer für die Löwen. Sonthofen führte „nur noch“ 2:1.

Im zweiten Spieldrittel die Gastgeber aus Oberbayern immer besser im Spiel. Fabian Kanzelsberger mit dem Ausgleich in der 24. Minute, doch Martin Guth traf zur erneuten Führung für Sonthofen nach Zuspielen von Fabian Voit und Phillip Messing. Doch Waldkraiburg erwies sich als der erwartet schwer zu spielende Gegner, sie kämpften und gaben nicht auf: 47 Sekunden vor Ablauf der Zeit des Mitteldrittels war es wiederum Max Kaltenhauser, der zum 3:3 ausglich.

In der Kabine der Bulls wurde es jetzt lauter. Trainer Heiko Vogler stimmte sein Team auf die letzten zwanzig Minuten ein und hatte mit seiner Ansprache wohl die richtigen Worte gefunden. Und der Mann des Abends hieß: Patrick Glatzel. Im richtigen Moment sah der Torhüter des ERC Sonthofen die Lücke, brachte so Maximilian Hadraschek ins Spiel und der schoss die Bulls mit 4:3 in Führung. Waldkraiburg versuchte alles, um noch einmal die Wende im Spiel zu erreichen. Kurz vor Schluss nahm Coach Rainer Zerwesz den in Sonthofen nicht unbekannten Korbinian Sertl aus dem Tor, doch seine Taktik ging nicht auf. Die Bulls ergatterten die Scheibe und das Sonthofer Dreamteam kam noch einmal ins Spiel: Nach Hadraschek-Sill-Kombination traf Marco Sternheimer zum Empty-Net-Goal und der Sonthofer Jubel kannte keine Grenzen.

Für die Bulls war es der 100. Sieg in 238 Spielen, die der ERC Sonthofen seit dem Aufstieg in die Oberliga Süd bestritten hat. „Wir haben jetzt noch drei Spiele, bevor die Playoffs starten, hier wollen wir uns noch teuer verkaufen und natürlich punkten. Es wäre natürlich schön, einen solchen Ritt hinzulegen, wie in der vergangenen Saison. Aber jede Mannschaft hat uns jetzt auf dem Radar. Die wissen wie hart wir arbeiten und kein Team wird uns etwas schenken. Wir können jetzt befreit aufspielen“, so Trainer und sportliche Leiter Heiko Vogler.