ERC Sonthofen besiegt die Eisbären6:5 gegen Regensburg

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Nach verschlafenen ersten 15 Minuten kamen die Bulls zum Ende des ersten Drittels besser ins Spiel. Die Partie war bis zum Ende sehr ausgeglichen, doch am Ende setzte sich Sonthofen mit viel Herz und Einsatz gegen die Eisbären aus Regensburg durch.

Zu Beginn der Partie wirkten die Bulls noch etwas müde und waren in den Zweikämpfen meist einen Schritt zu spät. Auch Regensburg fand nicht in ein sicheres Kombinationsspiel und so ergaben sich auf beiden Seiten Torgelegenheiten, welche die Gäste jedoch besser zu nutzen wussten. In der zweiten Minute musste Dominik Patocka wegen Stockschlags auf die Strafbank und die Eisbären ließen sich nicht lange bitten. Jakob Weber schoss aus der Distanz und Xaver Tippmann fälschte vor dem Tor gekonnt durch die Schoner von Konstantin Kessler zum 0:1 ab. Nach weiteren zwei Minuten verloren die Bulls im Angriffsdrittel die Scheibe und Regensburg fuhr in Person von Jakob Weber einen Konter, welchen er fast ungestört zum 0:2 abschließen konnte. Der ERC wirkte nun verunsichert und überließ das Spiel fast vollständig den Gästen, die jedoch nur wenig Gefährliches aufs Tor der Bulls brachten. In der 17. Spielminute schickte Tim Marek Filip Stopinski in ein Break, welches er im Nachschuss zum 1:2 veredelte. Die Bulls nun hellwach, drückten die Eisbären in deren Hälfte zurück und erarbeiteten sich mehrere gute Tormöglichkeiten, welche jedoch leider ungenutzt blieben. Somit ging es mit 1:2 in die Pause.

Das zweite Drittel begann wesentlich ansehnlicher als das erste, denn beide Teams schienen sich etwas vorgenommen zu haben. Waren zu Beginn die Gäste noch etwas stärker, übernahmen jedoch recht schnell die Bulls das Zepter. Das Ekrt Team setzte sich in der 24. Minute im gegnerischen Drittel fest und nach einer abgewehrten Torchance kam die zweite Welle. Jayden Schubert spielte auf Robert Hechtl, der nach kurzem Antritt überlegt auf Tim Marek ablegte, so dass dieser per Direktschuss den Ausgleich erzielen konnte. Sonthofen blieb am Drücker und zwang Regensburg zu einem Foul. Kessler verließ fix das Eis und die Bulls stürmten mit sechs Mann. Nachdem Peter Holmgren die Scheibe festhalten konnte, gab es nach kurzer Rangelei vor dem Kasten noch eine weitere Strafe gegen die Eisbären. Im anschließenden doppelten Überzahlspiel dauerte es nicht lang bis Ondrej Havlicek auf Vorlage von Vladimir Kames zur Führung einschoss. Die Bulls blieben weiter am Drücker, aber ein weiteres Tor sollte in diesem Drittel nicht gelingen. Eine kalte Dusche gab es dann zehn Sekunden vor Ende des Abschnitts, als Nikola Gajovsky bei angezeigter Strafe zum Ausgleich traf.

Das letzte Drittel begann wie das Zweite geendet hatte, mit viel Tempo und guten Möglichkeiten auf beiden Seiten. Regensburg schien nun jedoch etwas passsicherer und so erspielten sie sich gute Möglichkeiten, wovon Nikola Gajovsky eine zur Führung nutzte. Martin Ekrt reagierte sofort und nahm bereits in der 44. Spielminute eine Auszeit. Er muss fast magische Worte gefunden haben, denn die Bulls waren vom Bully weg „on fire“. Tim May erkämpfte im eigenen Drittel die Scheibe und schickte Robert Hechtl in ein Break. Dieser spielte kurz vor dem Tor quer und der mitgelaufene Jayden Schubert verwandelte kraftvoll zum 4:4. Danach dauerte es nur 25 Sekunden bis Edgars Homjakovs auf Zuspiel von Marc Sill die 5:4 Führung erzielte. Der schnelle Doppelschlag brachte den ERC zwar zurück ins Spiel, doch auch Regensburg wurde nochmal wachgerüttelt. Die Eisbären waren nach dem Tor das druckvollere Team und als Edgars Homjakovs wegen eines umstrittenen Stockschlags auf die Strafbank musste, machte sich das bezahlt. Nur vier Sekunden Überzahlspiel benötigte Regensburg für den 5:5 Ausgleich in Minute 49 durch Tomas Gulda. Nun schienen die Donaustädter nicht mehr gewillt die Bulls in gefährliche Situationen kommen zu lassen, bis sie in Minute 57 in Unterzahl gerieten. Vladimir Kames legte an der blauen Linie auf Marc Sill quer, der mit einem kraftvollen Schuss in den Winkel die 650 Zuschauer in Ekstase versetzte. Die Eisbären gaben sich jedoch nicht geschlagen und die verbleibenden knapp drei Minuten wurden für die Gastgeber zur Abwehrschlacht. Regensburg wechselte Peter Holmgren sehr früh gegen einen sechsten Feldspieler und belagerte das Tor von Konstantin Kessler. Die Bulls legten jedoch alle noch verbliebenen Körner in die Waagschale und so machten sie das Sechspunktewochenende unter tosendem Applaus perfekt. Ein sehenswertes wie stimmungsvolles Spiel fand mit 6:5 somit den verdienten Sieger.

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