ERC Sonthofen: Allgäu-Derby zur HeimpremiereSaisonstart für die Bulls in Höchstadt
(Foto: dpa)Die Panzerechsen schlossen die Haupt- und Meisterrunde in der vergangenen Saison als Neunter ab und verpassten damit die Play-offs nur knapp. Einige wichtige Stützen verließen mit Markus Babinsky, Ales Kreuzer, Ondrej Nedved und Philipp Schnierstein vor der Saison den Verein, doch mit Michal Mlynek, Patrick Golombek, Robin Maly und Weiteren wurden auch hochkarätige Spieler verpflichtet. Die Topscorer der letzten Saison konnten mit Vitalij Aab (47 Punkte) und Michal Petrak (53 Punkte) gehalten werden. In der Vorbereitung fielen die Ergebnisse der Alligators sehr gemischt aus, Cheb (CZ) 5:1, Leipzig 3:2, Halle 1:5 und 3:6, sowie Schweinfurt 6:3, weshalb eine Einordnung aktuell etwas schwer fällt. Mit fünf Scorerpunkten tat sich in der Vorbereitung jedoch der Neuzugang Michal Mlynek besonders hervor. Für das Team der Bulls um Kapitän Marc Sill gilt es in diesem Spiel bereits den positiven Trend des letzten Vorbereitungswochenendes fortzusetzen und eine ähnlich ansprechende Leistung zu bieten.
Am Sonntag, 29. September, um 18 Uhr, starten die Bulls auch zu Hause in die Oberligasaison und dürfen gleich die Indians aus Memmingen zum großen Allgäu-Derby begrüßen. Nach der zuletzt sehr negativen Bilanz gegen die Indians lechzen sowohl die Bulls als auch die Fans natürlich nach einem Derbysieg. Das Team um Trainer Martin Ekrt sieht sich jedenfalls gut gerüstet und wird Alles in die Waagschale werfen.
Die zweite Oberligasaison der Indians verlief durchweg positiv und so konnte die Hauptrunde als Sechster abgeschlossen werden. Auf Grund der Strafversetzung des SC Riessersee rückten sie in der Meisterrunde noch auf den fünften Platz vor. Die Playoffs endeten allerdings bereits jäh in der ersten Runde mit drei Niederlagen gegen die Saale Bulls Halle. Dieses Ergebnis der Vorsaison sowie die hochkarätigen Verpflichtungen, schüren für die kommende Saison natürlich hohe Erwartungen, die es jetzt zu erfüllen gilt. Im Frühjahr gab es zunächst Ernüchterung am Hühnerberg, als einige schwerwiegende Abgänge vermeldet werden mussten. Dominik Piskor wechselte zum Herner EV, Tadas Kumeliauskas schloss sich dem EV Landshut an und Jared Mudryk, der seine Karriere beendete. Auf diese Tiefschläge folgten dann allerdings auch Top-Verpflichtungen: Mit Fabian Voit wurde bereits im April die Verpflichtung eines hochveranlagten Spielers aus dem Lager der Bulls vermeldet, gefolgt von Goalie Marc-Michael Henne aus Kaufbeuren, Brad Snetsinger aus Herne, Nikolaus Meier aus Rosenheim und Benedikt Böhm aus Regensburg. Das Ziel von Trainer Waßmiller scheint es zu sein, mit vier Reihen und hohem körperlichem Einsatz anzutreten, denn zusätzlich zu den vorgenannten Spielern, wurden noch einige junge Spieler aus Augsburg, Ingolstadt und Kaufbeuren in die Maustadt gelotst. Die Vorbereitungsspiele konnten entsprechend erfolgreich gestaltet werden, denn nur gegen den ESV Kaufbeuren mussten die Memminger mit 2:3 eine knappe Niederlage hinnehmen. Gegen Landsberg gewann man 5:4 und 5:2, gegen Peiting 5:2 und 6:0 sowie gegen Königsbrunn mit 5:4 und 5:1. In diesen sieben Spielen konnten sich vor Allem Brad Snetsinger und Daniel Huhn auszeichnen, die an je vier Toren beteiligt waren, dicht gefolgt von Fabian Voit mit drei Beteiligungen. Neben dem beeindruckenden Kader und der erfolgreichen Vorbereitung gibt es jedoch auch einen Wermutstropfen, denn mit Marc Stotz und Lubor Pokovic fällt voraussichtlich die erste Verteidigungsreihe für die ersten Spiele aus.
Nicht nur aus diesem Grund, sondern vor Allem auch wegen der eigenen Stärke, rechnen sich die Bulls zuhause eine gute Chance gegen die Indianer aus und wollen die Negativserie aus der letzten Saison beenden. Alle sechs Begegnungen konnten die Memminger, wenn auch meist knapp, für sich entscheiden (0:4, 2:3, 3:4 und 3:4 n.V., 6:7 n.V., 3:5). Derbys sind nie leicht zu spielen und so wird voller Einsatz und vielleicht auch eine Portion Glück nötig sein, um das erste Heimspiel siegreich zu gestalten. Sicherlich wird jedoch der sprichwörtliche siebte Mann in Form der Zuschauer benötigt. Die Bulls rufen alle auf in die Eissporthalle zu kommen und diese zu einem Hexenkessel zu machen, damit es den Indians diesmal nicht gelingt, als Sieger vom Eis zu gehen.
Ein wichtiger Hinweis noch an alle Fans: Auf Anordnung der Behörden ist die Hindelanger Straße vor dem Spiel gesperrt. Parkmöglichkeiten sind in der Markanger Tiefgarage vorhanden. Für die Fans aus Memmingen steht der Westeingang (Turnhalle) und für die Fans des ERC der Osteingang zur Verfügung. Ein Trennung im Stadion selber ist jedoch nicht vorgesehen.