Eisbären Regensburg kassieren 4:6-Heimniederlage gegen DeggendorfHeimdebüt von Igor Pavlov geht verloren

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Das Team von John Sicinski konnte am Freitag das Derby gegen den EV Landshut mit 4:2 gewinnen und ist derzeit in bestechender Form. Die Regensburger gingen also als klarer Außenseiter in die Partie, zumal Igor Pavlov erneut nur ein kleiner Kader zur Verfügung stand. Zu Beginn des Monats gab es das Duell schon einmal und hier ließen die Gäste den Eisbären bei der 1:5-Niederlage in der Donau-Arena keine Chance.

Auch am Freitag bestimmten die Niederbayern von Beginn an das Geschehen und der erste Gästetreffer durch Kyle Gibbons in Überzahl war hochverdient (5.). In der Folge spielten weiterhin nur die Deggendorfer und wiederum war es Gibbons, der auf 2:0 erhöhte (16.). Als die Gäste dann allerdings selbst in Unterzahl agieren mussten, zeigte sich erstmals die Handschrift des neuen Trainers Igor Pavlov. Während die Eisbären bisher im Powerplay eher behäbig wirkten und kaum zu Torchancen kamen, hatte das Überzahlspiel der Hausherren am heutigen Abend eine ungeahnte Qualität. Immer wieder brannte es lichterloh vor dem Kasten von Gästegoalie Daniel Filimonow und in der 18. Minute war es dann so weit. Bei doppelter Überzahl schloss Jason Pinizzotto eine schöne Kombination zum 1:2 Anschlusstreffer ab. Eine Sekunde vor der Pausensirene hatten die Gäste dann Glück, dass Nikola Gajovsky nach feiner Einzelleistung nur die Latte traf.

Ins zweite Drittel starteten die Eisbären etwas besser und präsentierten sich zunächst einmal als ebenbürtiger Gegner. Doch wie schon beim letzten Aufeinandertreffen agierte die Hintermannschaft der Regensburger in vielen Fällen zu behäbig und fand gegen die schnellen Gästekonter kein Rezept. In der 27. Minute durfte Curtis Leinweber durch die Regensburger Abwehr spazieren und erwischte dann auch noch EVR-Goalie Justin Schrörs auf dem falschen Fuß. So konnte er den Puck zur 3:1-Führung im verwaisten Gehäuse unterbringen. Kurz darauf wurde Leinweber erneut sträflich allein gelassen und schloss chancenlos für Schrörs zum 4:1 ab (32.). Auf der Gegenseite war Arnoldas Bosas nur Sekunden später für die Regensburger erfolgreich und es keimte noch einmal Hoffnung im Fanlager der Eisbären auf (33.).

Das letzte Drittel mussten die Regensburger nach einer Fehlentscheidung von Hauptschiedsrichter Ruben Kapzan allerdings in Unterzahl beginnen und Alexander Janzen erhöhte für die Gäste auf 5:2 (42.). Die Hausherren waren jetzt völlig von der Rolle und Santeri Ovaska nutzte die Verwirrung mit seinem Treffer zum 6:2 zur endgültigen Vorentscheidung (42.). Zwar kamen die Eisbären vor 2102 Zuschauern durch die Tore von Arnoldas Bosas (44.) und Jason Pinizzotto (53.) noch einmal in Schlagdistanz, eine zwingende Torchance konnten sie sich aber nicht mehr erarbeiten. Angesichts der Spielanteile wäre ein Punkt für die Eisbären auch nicht verdient gewesen.

Michael Pohl