Eine verpasste GelegenheitMighty Dogs Schweinfurt

Eine verpasste GelegenheitEine verpasste Gelegenheit
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Tiefe Enttäuschung herrschte nach Spielende allenthalben, nur die Freiburger Spieler und ihr Anhang hatten Grund zum Jubel. Die Mighty Dogs hatten zwei Drittel lang vieles richtig gemacht: Mehr körperlichen Einsatz gezeigt, besser die Zweikämpfe angenommen, ein direkteres Spiel mit Zug zum Tor umgesetzt. Sicher war noch lange nicht alles Gold, aber das sah um einiges attraktiver aus als in den letzten Wochen – und effektiver. Die Tore waren denn auch alles andere als Zufallsprodukte, sondern das Ergebnis einer konsequenteren Suche nach dem Abschluss. Die Mannschaft steckte auch den Nackenschlag weg, den der Ausfall von Martin Fous bedeutete. Der Goalie, der in seinen Partien für den ERV durchweg hervorragende Noten bekommen hat, verletzte sich bei einer Parade nach gut elf Minuten und musste ins Krankenhaus gebracht werden; möglicherweise handelt es sich um einen Bänderiss.

Sein Backup Ole Swolensky musste ins kalte Wasser springen und machte seine Sache ordentlich, wurde durch mehrere gelungene Aktionen auch bald ermutigt. Die Wölfe übten meist kein hartes Forechecking aus, dadurch wurde das Spiel sehr offen und phasenweise auch recht schnell, was Torszenen auf beiden Seiten begünstigte. Das Manko der Dogs bleibt aber das zu oft ungenügende Powerplay: Mehr als ein Überzahlspiel verstrich, ohne dass man überhaupt richtig in die gegnerische Zone kam. Ein Schuss Vitali Stähles, den Freiburgs Keeper Christoph Mathis unter sich durchflitschen ließ, beendete den zweiten Durchgang, und zur zweiten Pause konnte man recht zuversichtlich den letzten 20 Minuten entgegenschauen.

Jetzt aber wurde den Mighty Dogs wieder einmal demonstriert, was die Mannschaften auszeichnet, die am Ende oben stehen: Konstanz. Nicht nur innerhalb der Saison, sondern auch innerhalb einer Partie. Weit davon entfernt, die Köpfe hängen zu lassen, konnten die Gäste noch einige Zacken zulegen, auch in spielerischer Hinsicht. David Appels Treffer zum 4:3, sehr schön herausgefahren und –kombiniert, war so ein Beispiel. Zweimal traf der EHC im Powerplay, und über den Ausgleich waren die Schweinfurter so konsterniert, dass sie nur 16 Sekunden danach sogar die Freiburger Führung zuließen. Es dauerte zwar einige Zeit, bis sich die Dogs nun wieder fingen, aber ganz gegessen war die Sache noch nicht. Die letzten zwei Minuten hatten es in sich, da wurde vor dem Kasten der Wölfe wild gekämpft und gestochert, der Ausgleich zwei, drei Mal um Zentimeter verpasst. Ein Erreichen der Verlängerung wäre, dem Spielverlauf nach, zumindest ein Trostpflaster gewesen. So aber stehen die Mighty Dogs wieder mit leeren Händen da.

Tore: 1:0 (10.) Amrhein (Stähle, Litesov/5-4), 2:0 (12.) Fissekis (Rindos, Aminikia), 2:1 (18.) Linsenmaier T. (Linsenmaier N., Kunz/5-4), 3:1 (31.) Stähle (Litesov), 4:1 (40.) Stähle (Litesov, Nemirovsky), 4:2 (42.) Meyer (Linsenmaier N., Billich/5-4), 4:3 (48.) Appel (Kunz, Wiecki), 4:4 (52.) Appel (Rießle/5-4), 4:5 (53.) Linsenmaier N. (Billich, LinsenmaierT.). Strafen: Schweinfurt 12, Freiburg 12. Zuschauer: 363.

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