Eine späte Premiere für die Starbulls RosenheimFüssen zum Dritten, Peiting und Beppo Frank zum Ersten

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Beide Spiele – und damit auch die Premiere von Rückkehrer Beppo Frank im Aufgebot von Cheftrainer John Sicinski – werden per Livestream übertragen, buch- und abrufbar auf Sprade TV.

Ein Blick auf Tabelle und Spielplan zeigt deutlich auf, dass die Starbulls geradezu verpflichtet sind, am Wochenende möglichst voll zu punkten, um den Anschluss zur Tabellenspitze nicht abreißen zu lassen. Die Selber Wölfe (2,44 Punkte pro Partie) und die Eisbären Regensburg (2,42) führen die maßgebliche Quotienten-Rangliste fast im Gleichschritt an. Regensburg trifft nun gleich zweimal auf das abgeschlagene und extrem gebeutelte Tabellenschlusslicht Landsberg. Alles andere als sechs Wochenend-Punkte für die Eisbären käme einer Sensation gleich. Die Starbulls (aktueller Quotient von Punkten je Partie 2,25) müssen mitsteigern, wenn sie vor den beiden in gut einer Woche anstehenden Direktvergleichen mit den Eisbären Regensburg im Rennen um die Tabellenspitze bleiben wollen.

Gegen den EV Füssen waren die Starbulls bereits zweimal siegreich – 6:2 auswärts und 5:2 auf eigenem Eis kurz vor und kurz nach dem Jahreswechsel. Doch der Gegner kämpft jetzt um seine letzte Chance zur Teilnahme an den Pre-Playoffs. Nach elf Niederlagen ohne jeden Punkt am Stück seit kurz vor Weihnachten haben die Allgäuer am vergangenen Wochenende den Turnaround geschafft und alle sechs möglichen Punkte erbeutet (4:3 in Weiden, 3:1 gegen Höchstadt).

Gegen den EC Peiting konnten die Starbulls bisher noch gar nicht antreten, da die geplanten Spiele wegen Quarantäne-Auflagen der Peitinger stets abgesagt werden mussten. Nun kommt es am Sonntag im ROFA-Stadion zum ersten von drei Hauptrunden-Duellen (eines der beiden weiteren findet am 23. Februar ebenfalls auf Rosenheimer Eis statt) mit dem „Oberliga-Dino“ aus dem Pfaffenwinkel. Der hat gerade viele Spiele nachzuholen und präsentiert sich dabei als ziemliche „Wundertüte“. Zu-Null-Siegen (2:0 gegen Regensburg, 5:0 und 4:0 gegen Füssen) wechselten sich in den letzten Wochen ab mit torreichen Niederlagen (2:7 gegen Deggendorf sowie – jeweils nach Verlängerung –  8:9 gegen Weiden und 4:5 gegen Höchstadt und Memmingen).

Der Peitinger Punktequotient je Spiel steht bei 1,45. Mit Deggendorf, Riessersee und Höchstadt liegen drei Konkurrenten noch in Schlagdistanz, von denen Peiting einen überholen muss, um die Pre-Playoffs zu umgehen und sich direkt für das Achtelfinale zu qualifizieren. Andererseits haben die Rot-Blauen aus dem Pfaffenwinkel die ambitionierten Mannschaften aus Lindau und Memmingen im Nacken – und zusätzlich ist in Peiting die Trainersuche für kommende Saison wichtiges Thema. Denn Anfang dieser Woche wurde bekannt, dass Sebastian Buchwieser auf eigene Ambition hin seine dann fünf Jahre währende Tätigkeit als Chefcoach mit Ende der aktuellen Spielzeit beenden wird.

Rosenheims Headcoach John Sicinski, der ja beim EC Peiting auch schon als Spieler und Trainer unter Vertrag stand, warnt vor beiden Wochenendaufgaben seiner Starbulls: „Füssen und Peiting haben einige Ausfälle, sind aber trotzdem gefährlich. Beides sind hart arbeitende Mannschaften und haben ein sehr gut funktionierendes Überzahlspiel. Wir müssen wirklich bereit sein, um diese beiden wichtigen Partien zu gewinnen.“

In der Tat stehen die Wochenend-Kontrahenten der Starbulls auf Platz eins (Füssen) und Platz zwei (Peiting) der Powerplay-Erfolgstabelle der Oberliga Süd. Auch in dieser Hinsicht sind die anstehenden Spiele der Starbulls, deren Unterzahl-Performance zuletzt nicht immer effektiv und erfolgreich war, besonders interessant. Personell kommt das Team von John Sicinski auf alle Fälle bestens gerüstet daher. Der gesamte Kader steht zur Verfügung. Und erstmals wird auch der vom TEV Miesbach an die Mangfall gewechselte Verteidiger Beppo Frank auf dem Spielbericht stehen und nach knapp fünf Jahren wieder das grün-weiße Rosenheimer Trikot überstreifen.

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