„Einbruch“ im letzten Drittel verhindert möglichen Kantersieg EHC Bayreuth

Im ersten Spielabschnitt erspielten sich die Oberbayern noch die eine oder andere Chance – jedoch nicht im Stil einer Heimmannschaft, die das Spiel macht und den Gegner unter Druck setzen kann. Mehr aus Kontern heraus kamen die Jungs von Coach Sicinski zu den wenigen Einschussmöglichkeiten, die Sievers jedoch alle souverän parieren konnte. Nach 16 Minuten schickte Kolozvary seinen Reihenkollegen Bartosch auf die Reise, der mit einem Lupfer ins linke, lange Eck die Führung für die Wagnerstädter erzielte.
Das zweite Drittel sollte schon fast zu einer Demonstration werden. Bayreuth schaltete und waltete nach Belieben und schnürte die Gastgeber vor enttäuschenden 471 Zuschauern regelrecht ein. Zwischen der 32. und 36. Spielminute stellten nacheinander Geigenmüller, Pietsch, Kolozvary und Thielsch mit vier erzielten Treffern das Ergebnis auf 5:0 aus Bayreuther Sicht, bevor kurz vor der Pause Stauder das erste Mal für seine Farben traf.
Was dann im Schlussabschnitt passierte, verwunderte die mitgereisten Anhänger der Gelb-Schwarzen einigermaßen. Die Gangart wurde etwas härter und die Tigers ließen sich dadurch mehrfach provozieren. Kolozvary legte noch ein Tor zur „sicheren“ 6:1-Führung nach. Doch dann drehte sich die Partie. Vier Treffer in wenigen Minuten nacheinander, das kannte man aus Spielabschnitt zwei von den Tigers – jetzt waren die Gastgeber dran. Innerhalb von neun Minuten kamen die Oberbayern gegen nun völlig verunsicherte Tigers bis auf ein Tor heran. Knapp eineinhalbMinuten vor Spielende nahm Sicinski dann den Goalie vom Eis, um das mögliche Remis auf die Anzeigentafel zu bringen. Dies sollte dann aber doch nicht mehr gelingen, stemmten sich die Tigers, jetzt mit allen Möglichkeiten gegen den drohenden Punktverlust.
Tore: 0:1 (16.) Bartosch (Geigenmüller, Kolozvary), 0:2 (31.) Geigenmüller (Kolozvary), 0:3 (34.) Pietsch (Juhasz, Marsall), 0:4 (34.) Kolozvary (Geigenmüller, Bartosch), 0:5 (36.) Thielsch (Müller, Marsall), 1:5 (38.) Stauder (Fischer, Zink – 5 gegen 4), 1:6 (44.) Kolozvary (Mayer, Potac), 2:6 (49.) Carlson (Saal, Baindl), 3:6 (54.) Feuerecker (Carlson, Saal – 5 gegen 3), 4:6 (56.) Feuerecker (Stauder, Carlson – 5 gegen 4), 5:6 (58.) Carlson (Baindl, Feuerecker). Strafen: Peiting 10 + 10 (Guth), Bayreuth 16. Zuschauer: 471.