Ein verrücktes WochenendeErding Gladiators

Ein verrücktes WochenendeEin verrücktes Wochenende
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6:2 gegen Regensburg gewonnen, 3:2 in Schweinfurt die Oberhand behalten, ein Sechs-Punkte-Wochenende für die Gladiators gab es schon lange nicht mehr. Vor allem der Erfolg in Schweinfurt war außergewöhnlich, denn die Erdinger machten im Schlussdrittel drei Tore in 103 Sekunden.

Am Freitag, als die Erdinger den direkten Play-off-Konkurrenten EV Regensburg empfingen, war es das erste Spiel von Brandon Nunn im TSV-Dress gegen seinen Ex-Club. In Regensburg war er ausgemustert worden, weil er für die EVR-Ansprüche zu schwach war. Als Nachfolger wurde der zweitligaerfahrene Chris Capraro verpflichtet, der in Erding sein Debüt für die Oberpfälzer gab. Was dann passierte, war dann eigentlich typisch: Nunn zeigte eine überragende Leistung und erzielte seinen ersten Treffer für die Gladiators zum zwischenzeitlichen 3:0. Und das ausgerechnet, als sein Nachfolger Capraro nach einem üblen Foul gegen Christian Mitternacht auf der Strafbank saß.

Eine Schrecksekunde gab es zwei Minuten vor Schluss, als der 6:2-Endstand längst besiegelt war. Erdings Daniel Krzizok und Michael Welter lieferten sich eine kleine Rangelei, bei der der Regensburger seinem Kontrahenten den Helm vom Kopf riss. Eigentlich war die Sache damit erledigt, doch plötzlich stürzte sich Welter abermals auf den Erdinger, schlug auf ihn ein zog ihm mit seinem Schlittschuh den Standfuß weg, so dass beide zu Boden stürzten. Krzizok knallte mit dem Hinterkopf aufs Eis, war kurzzeitig bewusstlos, musste mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus, ist aber mittlerweile wieder entlassen worden. Welter erhielt eine Spieldauerstrafe, während Erdings Trainer John Samanski das Schiedsrichtergespann kritisierte: „Wenn ein Spieler ohne Helm dasteht und ganz klar passiv ist, dann müssen sie sofort dazwischen gehen.“

Kurios wurde es am Sonntag. In fast allen Stadien gab es ungewöhnliche Torfolgen. So zum Beispiel in Grafing, als der EC Bad Tölz beim 7:1 gegen den EHC Klostersee im ersten Drittel vier Tore innerhalb von nur 124 Sekunden erzielte. Oder in Regensburg, wo Deggendorf Fire beim 5:1 im Schlussdrittel innerhalb von 92 Sekunden von 1:1 auf 4:1 davonzog. Unglaubliches spielte sich schließlich in Weiden ab, als die Gastgeber gegen den EV Füssen bis zur 35. Minute 6:0 vorne lagen, nach 60 Minuten stand es 6:6. Den Zusatzpunkt in der Verlängerung holten sich dann die Weidener. Und dann waren noch die Gladiators, die in Schweinfurt bis zur 52. Minute 0:2 hinten lagen. 103 Sekunden später stand es 3:2 für Erding. Verrückter geht es kaum.


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