Ein Einstieg nach MaßEC Peiting

Ein Einstieg nach MaßEin Einstieg nach Maß
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„Ich bin hochzufrieden“, meinte der eine. Der andere schaute etwas angefressen und monierte: „Das war nicht gut von uns und ich lerne daraus.“ John Sicinski, Trainer des EC Peiting attestierte seinem Team bei der Pressekonferenz eine konzentrierte und überraschend fehlerfreie Leistung: „Wir waren jetzt elf Einheiten auf dem Eis, ich habe den Jungs viel vermittelt und dachte, vielleicht ist es sogar zuviel. Aber: sie haben die Anweisungen super umgesetzt und sind weiter, als ich erwartet hatte für heute.“ Und das, obwohl mit Thomas Zeck und Peter Disl ein Verteidiger und ein Stürmer verletzungsbedingt  pausieren mussten. „Bei uns fehlten heute unter anderem die Straubinger Förderlizenzspieler, ich gehe schon davon aus, dass wir anders auftreten, wenn wir komplett sind. Aber eigentlich bin ich heute nur mit meiner dritten Reihe zufrieden und werde Konsequenzen aus diesem Auftritt heute ziehen“, bilanzierte ein sichtlich angesäuerter Gästetrainer Uli Egen.

Am Ende stand ein 2:1 – Erfolg nach Penaltyschießen auf der Uhr, der Oberligist EC Peiting hatte den DEL2-Vertreter ESV Kaufbeuren verdient geschlagen. Zuvor hatten die gut 400 Zuschauer ein für diese Frühphase durchaus ansprechendes Spiel erlebt: viele Chancen auf beiden Seiten, die ersten gelungenen Kombinationen und Schiedsrichter, die sich angenehm zurückhielten. In der fünften Spielminute konnte Gästestürmer Tim Richter die Scheibe nach einem Abpraller zum 1:0 ins leere Tor schieben. „Da dachte meine Truppe wohl, dass das so locker weitergeht“, so Uli Egen. Weit gefehlt: Kapitän Anton Saal und seine Männer bissen sich ins Spiel, arbeiteten konsequent und heilten es kompromisslos. Die Joker konnten selten zeigen, dass sie mit der doppelten Anzahl an Ausländern spielen und das auch noch eine Liga höher. Chancen waren da, aber immer sichere Beute von Florian Hechenrieder. Michael Fröhlich, Daniel Menge und Brad Snetsinger scheiterten, für den EC Peiting ließen Florian Stauder, Anton Saal, JT MacDonald, Martin Guth und Cody Carlson Chancen liegen. In der 35. Minute war der Bann dann aber gebrochen: Verteidiger Cody Carlson mit einem Sololauf über die rechte Seite per Körpertäuschung auf der blauen Linie vorbei am ersten Joker, dann mit viel Zug zum Tor und mit einem gezielten Rückhandlupfer unter die Latte: 1:1.

In der Folge beide Teams wieder auf Augenhöhe. Kaufbeuren sogar in doppelter Unterzahl, daraus konnte der ECP aber kein Kapital schlagen: „Überzahl stand bis jetzt nicht auf dem Trainingsplan“, so Sicinski. Und die letzten zehn Spielminuten gehörten fast komplett den Gastgebern: minutenlang im Vorwärtsgang schnürten die Peitinger Spieler die Allgäuer in deren Drittel ein und Gästetorhüter Stefan Vajs konnte sich mehrfach auszeichnen. Er ließ sich bis zum Ende nicht mehr überwinden, das Penaltyschießen musste die Entscheidung bringen. Jon-Thomas MacDonald eröffnete mit einem trockenen Handgelenkschuss halbhoch in die rechte Ecke, Michi Kreitl legte nach. In der Summe sollte das für den verdienten 2:1-Erfolg an diesem Abend reichen. „Auch wenn uns heute Spieler fehlten, war das nach 17 Tagen Eistraining mit je drei Einheiten einfach zu wenig, aber Peiting hat das super gelöst“, so Egen im Gesamtfazit. Angesprochen auf die Regeländerungen zeigte sich ECP-Coach John Sicinski recht zufrieden: „Das hat uns heute nicht groß beeinflusst, aber man muss schon sagen, dass das Drittel gerade in Unterzahl extrem groß ist, da wird das mit den Befreiungen schon schwieriger. Und zusammen mit dem Hybrid Icing müssen wir das in Zukunft von der Taktik wohl anders spielen, als Spieler und Fans das gewohnt sind.“

Weiter geht es heute und morgen für die Peitinger DNL2-Mannschaft, 19.30 Uhr und 11.00 Uhr (Sa. und So.) zu Hause und auswärts gegen den SC Riessersee. Die erste Mannschaft reist am Freitag zum Rückspiel nach Kaufbeuren.


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