EHV Schönheide 09 trifft auf Bad Tölz und SonthofenUnterschiedliche Vorzeichen

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Am Freitag, 28. Oktober, um 19 Uhr gastieren zunächst die zweitplatzierten Tölzer Löwen im Schönheider Wolfsbau, ehe die Mannschaft von Trainer Victor Proskuryakov am Sonntag, 30. Oktober, ins Allgäu reisen wird, wo die Wölfe zum Sechs-Punkte-Spiel beim aktuellen Ligaschlusslicht ERC Sonthofen antreten müssen.

In der vergangenen Saison hatten die Tölzer Löwen mit fünf Niederlagen am Stück einen eher mäßigen Ligastart, steigerten sich aber im weiteren Saisonverlauf und belegten am Ende der Hauptrunde den sechsten Tabellenplatz. Allerdings war bereits in der ersten Playoff-Runde Schluss, als man in vier Spielen gegen den EC Peiting unterlag. Da läuft es nach acht Partien in dieser Saison schon deutlich besser. Sechs Siegen gegen Sonthofen, Lindau, Höchstadt, Peiting, Deggendorf und Weiden, stehen nur zwei Auswärtsniederlagen in Selb und Regensburg gegenüber, wonach die Mannschaft von Trainer Axel Kammerer aktuell den zweiten Tabellenplatz hinter den Selber Wölfen einnimmt. Die bisher auffälligsten Akteure der Tölzer sind neben Goalie Markus Janka, welcher einen Gegentorschnitt von nur 2,16 pro Spiel aufweist und damit die Torhüterstatistik in der Liga anführt, vor allem Stürmer Johannes Sedlmayr (5 Tore/8 Assists), der aus Sonthofen gewechselte Kanadier Jordan Baker (4/9) und der zweitligaerfahrene Michael Endraß (4/9), welcher von den Dresdner Eislöwen zum Altmeister gestoßen ist. Nicht zu vergessen ist der Ex-Rosenheimer Josef Frank, der mit drei Toren und neun Assists als aktuell punktbester Verteidiger in der Liga-Scorerliste geführt wird. Hinzu kommt beispielsweise mit dem Finnen und Neukontingentspieler Iiro Vehmanen, den Brüdern Stefan und Josef Reiter und den Routiniers Klaus Kathan und Franz Mangold weitere Qualität in den Tölzer Kader, wonach die Löwen in dieser Saison zweifelsohne mit zu den Topfavoriten in der Oberliga Süd zählen. Damit sind die „Buam“ natürlich auch am Freitag der Favorit im Wolfsbau, wenngleich die Wölfe aber durchaus gute Chancen haben, gegen die Oberbayern etwas mitzunehmen, hat der EHV 09 in der vergangenen Spielzeit immerhin fünf von möglichen zwölf Zählern (3:2, 3:4 n.V., 2:7, 3:4 n.P.) gegen Bad Tölz geholt und in beiden Heimspielen jeweils punkten können.

Völlig anders sind die Vorzeichen dann am Sonntag, wenn der EHV 09 beim ERC Sonthofen zu Gast ist. Beide Mannschaften hatten vor dem kommenden Wochenende lediglich drei Punkte auf ihrem Konto und müssen dringend Zählbares holen, soll der Abstand zur restlichen Konkurrenz nicht noch größer werden. Ein klassisches Sechs-Punkte-Spiel also, wo es nur dem Sieger gelingen wird, Anschluss an Waldkraiburg und Lindau zu halten. Wie schon in der vergangenen Saison, ist die Defensive der Bulls das Hauptproblem, denn mit 46 Gegentreffern in acht Spielen hat Sonthofen aktuell die löchrigste Abwehr der Liga. Offensiv ist der ERC allerdings gut aufgestellt und hat mit dem Deutsch-Kanadier Chris Stanley (8 Tore/6 Assists) den aktuell drittbesten Ligascorer in seinen Reihen. Aber auch die Stürmer Marc Sill, George Kink, Maximilian Hadraschek und Benjamin Kronawitter wissen, wo das gegnerische Gehäuse steht. Da sich der US-Amerikaner Charlie Taft im Saisonverlauf eine schwere Verletzung zuzog, hat Sonthofen in der vergangenen Woche reagiert und mit dem Kanadier Michael Neal von den Wichita Thunder aus der nordamerikanischen ECHL einen neuen Kontingentstürmer verpflichtet. Die Wölfe müssen sich dessen bewusst sein, dass Sonthofen am Sonntag alles versuchen wird, den ersten Heimsieg einzufahren, wonach es höchstwahrscheinlich sehr körperlich und kämpferisch zur Sache gehen wird. Das EHV-Team muss selbst defensiv sicher stehen, unnötige Strafzeiten vermeiden und die eigenen Torchancen effektiv und clever nutzen, dann könnte auch der zweite Auswärtssieg in dieser Saison gelingen.

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